Missionsdatum: 19.08.2020 20:00 Uhr
Zeit: 16. Dezember 2406
Die Vengeance findet die USS Rhode Island driftend im Raum vor. Captain Harry Kim informiert die Besatzung darüber, dass 3 Raider der Fenris-Ranger, die ungewöhnlich gut bewaffnet waren, sein Schiff überfallen und manövrierunfähig gemacht hätten. Erfreulichweise konnten sie die Warpvektoren der Raider aufzeichnen, als diese sich in den Bassen-Graben zurückgezogen haben.
Nachdem Captain Kim auf die Vengeance gebeamt wurde, nimmt das Schiff die Verfolgung der Raider auf. Die Warpspur führt sie zu einem vagabundierenden Planetoiden, auf dem sie eine unterirdische Basis der Fenris-Ranger finden. Da leere Transportschiffe zu ihm und befüllte Transporter wieder wegfliegen, liegt die Annahme nahe, dass die Ranger hier ihre Waren sammeln, bevor sie sie an die Kolonien weiterverschiffen.
Als die Vengeance sich dem Planetoiden nähert, starten drei Raider von der Oberfläche und nähern sich der Vengeance. Commander Marterer befiehlt, sie kampfunfähig zu machen. Captain Kim empfiehlt jedoch, dies nicht zu tun, da dies den Rangern nur signalisieren würde, dass die Sternenflotte als Aggressor hier sei. Was die Situation eskalieren lassen würde. Entsprechend zieht Marterer seinen Befehl zurück. Daraufhin ruft die Basis die Vengeance.
Icheb, ein ehemaliger Sternenflottenoffizier und Besatzungsmitglied der Voyager, befindet sich auf der anderen Seite des Bildschirms. Offenbar ist er der Anführer der Ranger auf dem Planetoiden. In der nachfolgenden Unterhaltung stellt sich heraus, dass die Ranger nicht hinter den Angriffen stecken. Sie selbst waren nie gewalttätig, verfügen auch nicht über die Bewaffnung, ein Raumschiff der Sternenflotte auszuschalten. Eine bisher unbekannte Partei scheint zu versuchen, dies anders darzustellen, um eine Reaktion der Sternenflotte zu provozieren.
Tatsächlich vermutet Icheb, dass die Romulaner hinter dieser Aktion stecken. Dafür sehe er drei Gründe:
- Die Romulaner haben Handelsblockaden um die unabhängigen Kolonien verhängt. Daher seien die Fenris-Ranger nun gezwungen, ihre Waren mehr auf der föderalen Seite der Grenze zu beziehen. Dies habe irgendjemand genutzt um Angriffe auf Frachtschiffe durch die Ranger zu inszinieren.
- Die Rhode Island scheint jemand angegriffen und eine Warpspur zu dem Planetoiden gelegt zu haben, damit die Sternenflotte die Fenris-Ranger verfolgt und neutralisiert. Dies würde dem Ruf der Föderation in diesem Sektor massiv schaden. Die Romulaner hätten dann einen Vorwand mit den Kolonien darüber zu verhandeln, sich der Republik anzuschließen. Zumindest aber würden die Kolonien nicht mit der Sternenflotte kooperieren, sollte es zu einem Konflikt kommen. Ferner wurden vor einigen Wochen drei Raider von den Romulanern beschlagnahmt. Es wäre möglich, dass sie diese modifiziert und für ihre Zwecke genutzt haben.
- Darüberhinaus haben seine Leute erhöhte Schiffsaktivitäten der Romulaner im Graben beobachtet. Offenbar sind in den vergangenen Wochen immer mehr Warbirds hinein geflogen, haben ihn aber nicht mehr verlassen. Er vermutet, dass die Romulaner eine geheime Flotte zusammenstellen. Dafür sei der Bassen-Graben ideal, da hier weder Langstreckensensoren noch Langstreckenkommunikation funktionieren. Warum sie das tun, sei bisher unbekannt.
Captain Kim und Commander Marterer einigen sich darauf, dass es keine gute Idee wäre, das Sternenflottenkommando darüber zu informieren, ohne diesen Hinweisen vorher nachgegangen zu sein. Die Reaktion der Sternenflotte könnte den Romulanern den Vorwand liefern, um aus „Eigenschutz“ einen Krieg zu beginnen. Centurion Lareth wirft ein, dass Sie es für extrem unwahrscheinlich halte, dass die Romulaner einen Krieg mit der Föderation wollen würden. Da sie wieder mit den Klingonen verbündet seien, würde das einem Selbstmord für die Republik gleichkommen. Captain Kim hingegen glaubt, dass die Gefahr für die Romulaner überschaubar wäre. Da die Föderation niemals einen offenen Angriffskrieg führen würde, hätten die Romulaner nicht mehr als einen Grenzkonflikt zu befürchten. Und den Klingonen würde es die Föderation ebenfalls nicht erlauben, eine erneute Großoffensive zu starten. Ferner wird spekuliert, dass der Tal’Shiar dahinter stecken könnte. Doch wenn das stimmt, müsste es Mitverschwörer in den Reihen des Senats und der Navy geben, da der romulanische Geheimdienst überwacht wird. Eventuell steckt also eine bisher unbekannte Gruppe dahinter. Wieso die Hintermänner aber einen Konflikt heraufbeschwören wollen, erscheint rätselhaft.
Gerade als die Vengeance Kurs auf die USS Titan nehmen will, um den Sachverhalt mit Admiral Riker zu besprechen, empfängt sie einen Ruf der USS Bellerophon. Admiral Keller weist die Vengeance darin an, umgehend auf einen Rendezvouskurs zu gehen. Was Marterer umgehend anordnet.
Hintergrundinformationen zu Icheb: Er war bis 2387 Wissenschaftsoffizier auf der USS Coleman. Während seiner Zeit in der Sternenflotte hat er sich auch die verbliebenen, von außen sichtbaren Borg-Implantate entfernen lassen. Er habe damals mitbekommen, wie schlecht es den Kolonisten auf der romulansichen Seite der Grenze geht. Dass die Sternenflotte ihnen vertraglich nicht helfen konnte, war für ihn nie nachvollziehbar gewesen. Weshalb er sich entschieden hat, die starren Strukturen der Sternenflotte zu verlassen, um denenjenigen zu helfen, die es brauchten. Mittlerweile sei er zu einem der Anführer der Fenris Ranger aufgestiegen und eine Familie auf einer der Kolonien.
