Category: Aktuelle News

Situationsbericht März 2396 (Zusammenfassung)

Nachfolgend die wichtigsten Punkte des diesmonatlichen Situationsberichtes zu Messier 83:

 

#1 Entsprechend der neusten Erkenntnisse der  U.S.S. Allende NCC-88942 konnte bestätigt werden, dass die Borg die dreyanische Hauptwelt Mibadwe samt des angeschlossenen Territoriums erobert haben. Es erscheint wahrscheinlich, dass sie ebenso für das Verstummen der Welten Dulachi, Namnidi, Chigoza und Zavric verantwortlich sind.

#2 Da aufgrund dieser Ereignisse von einer großangelegten Invasion durch die Borg auszugehen ist, wurde das gesamte dreyanische Militär in Alarmbereitschaft versetzt. Dies gilt ebenso für die wenigen Sternenflotteneinheiten in Messier 83.

#3 Auf Bitten von Captain Erricson wird die Sternenflotte ein spezialisiertes Team entsenden, welches zusammen mit den Dreyanern Verteidigungsstrategien gegen die Borg erarbeiten wird. Bis dahin wird sämtlichen dreyanischen Hauptwelten empfohlen, ihre Kolonien wenn möglich zu evakuieren und ihre Flotten an den jeweiligen Hauptwelten zu versammeln, um dort eine gebündelte Abwehr gegen die Borg bereitzustellen.

#4 Noch ist unklar, von wo die Borginvasion ausgeht. Bislang sind wir davon ausgegangen, dass die Borg nach der Zerstörung ihrer Operationsbasis auf Armetu durch die USS Allende zu geschwächt waren, um eine erneute Invasion zu starten. Und sich in der Galaxie verstreut haben. Dies scheint eine Fehleinschätzung gewesen zu sein. Dies aufzuklären obliegt nun mehr der U.S.S. Allende NCC-88942.

#5 Mit der Rückkehr der U.S.S. Odyssey NCC-81832 wird im Laufe der nächsten Woche gerechnet, sofern sie noch im Zeitplan liegt.

#6 Die Sternenflotte entsendet zwei Konstruktionsschiffe, um die Verteidigungsanlagen um Davis Heartson Station auszubauen. Ebenfalls in Evaluation befindet sich ein Ausbau der Raumstation selbst.


Situationsbericht Januar 2396 (Zusammenfassung)

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen

Nachfolgend die wichtigsten Punkte des diesmonatlichen Situationsberichtes zu Messier 83:

 

#1 In den letzten Wochen seit dem kurzen Verschwinden der USS Hawking NCC-88142 sind keine weiteren Subraumanomalien mehr beobachtet worden. Es ist also davon auszugehen, dass die Gefahr gebannt wurde.

#2 Die USS Hawking NCC-88142 ist ins Trockendock um New Heaven zurückgekehrt, um dort eine Generalüberholung der Computersysteme zu erhalten.

#3 Captain Erricson und Lieutenant Commander Marterer wurden offiziell als neue Kommandooffiziere der USS Allende NCC-88942 bestätigt. Sie werden das Schiff in den kommenden Tagen übernehmen.

#4 Die USS Odyssey NCC-81832 wurde auf eine Deep Space Forschungsmission abkommandiert. Während der Abwesenheit von Captain Keller übernimmt vorübergehend Captain John Frey ihre Aufgaben als Chief of Starfleet Operations Messier 83

#5 Dreyanische Quellen berichten, dass das Subraumtunnelnetzwerk von Messier 83 zunehmend instabil wird. Immer mehr kurzstreckige Verbindungen brechen ab, was zu Versorgungsengpässen innerhalb gewisser Territorien der dreyanischen Republik führt, die auf externe Lieferungen angewiesen sind.

 

Gez. Captain Nadine S. Keller
Chief of Starfleet Operations Messier 83
Kommandierender Offizier USS Allende NCC-88942


Situationsbericht September 2395 (Zusammenfassung)

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen

Nachfolgend die wichtigsten Punkte des diesmonatlichen Situationsberichtes zu Messier 83:

#1 Aufgrund der drohenden Invasion durch die noch unbekannten Fremden, die hinter dem Erscheinen der Subraumanomalien zu stecken scheinen, werden sowohl die Sternenflottenkräfte als auch das dreyanische Militär in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

#2 Die ersten Testläufe mit dem neuen intergalaktischen Transportsystem, welches beide Seiten der Hypersubraumverwerfung zwischen Milchstrasse und Messier 83 verbindet, sind erfolgreich verlaufen. Die Passage wird somit für sicher befunden, jedoch vorerst nur in begrenztem Umfang erlaubt sein, bis mehr Erfahrungen vorliegen. Somit sind Schiffsreisen zwischen beiden Galaxien nun mehr möglich.

#3 Aufgrund kürzlich im Kampf zugezogener Schäden ist die U.S.S. Allende NCC-88942 ins Trockendock um New Heaven zurückgekehrt. Dort wird sie nun mehr Reparaturen unterzogen [s. Nebenmission 87.1].

#4 Die U.S.S. Hawking NCC-88142 wird zwecks Einsatzbesprechung und kompletter Systemdiagnostik ins Trockendock um New Heaven zurückbeordert.

#5 Die Sternenflotte entsendet als Entlastungskraft und zusätzliche Unterstützung für die beschädigten Raumschiffe Allende und Hawking die U.S.S. Odyssey NCC-81832.

#6 Commander Salbur Maddoc, ehemaliger Erster Offizier der U.S.S. Intrepid NCC-76400, wird der U.S.S. Allende NCC-88942 ab sofort als neuer Erster Offizier zugeteilt.

Gez. Captain Nadine S. Keller
Chief of Starfleet Operations Messier 83
Kommandierender Offizier USS Allende NCC-88942


Situationsbericht Oktober 2395 (Zusammenfassung)

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen

Nachfolgend die wichtigsten Punkte des diesmonatlichen Situationsberichtes zu Messier 83:

#1 Die USS Hawking NCC-88142 geht nach wie vor der Erforschung der neu aufgetretenen Subraumanomalien nach. Bedauerlicherweise sind bislang keine nennenswerten Fortschritte bei der Ergründung Ihres Ursprungs zu vermelden.

#2 Die Wartungs- und Umrüstungsarbeiten an der USS Allende NCC-88942 sind vollständig abgeschlossen. Das Schiff kehrt somit wieder in den aktiven Dienst zurück.

#3 Die ersten Testläufe des Quantenslipstreamantriebe wurden erfolgreich beendet. Eine Freigabe zum Routineeinsatz zwecks Ausdehnung der Tests wurde der USS Allende NCC-88942 vom Sternenflottenkommando erteilt.

#4 Basierend auf den Untersuchungsergebnissen der geborgenen Hyperraumspulen (s. Mission 83) konnte ein Durchbruch in der Stabilisierung und Öffnung der Trudeau-Verwerfung erzielt werden. Es wird mit der Konstruktion zweier „Sprungtore“ begonnen, die dazu in der Lage sein werden, eine stabile Verbindung zwischen beiden Enden der Hypersubraumverwerfung in der Milchstraße und Messier 83 zu etablieren. Sobald diese fertig gestellt und die Transfersicherheit bestätigt wurde, wird ein regelmässiger Schiffsverkehr durch die Anomalie möglich.

#5 Ein neues Einsatzteam wurde der USS Allende NCC-88942 zugeteilt. Dabei handelt es sich um ein Sonderkommando des mandalorianischen Militärs [Heimatwelt von Nenya Plaure]. Dieses wird von Major Jacen MacLane kommandiert und soll das SHARC-Team im Rahmen eines Austauschprogramms verstärken. Ferner ist Sinn dahinter, die Sicherheitsabteilung der Allende mit den militärischen Taktiken der Mandalorianer Vertraut zu machen.

Gez. Captain Nadine S. Keller
Chief of Starfleet Operations Messier 83
Kommandierender Offizier USS Allende NCC-88942


Kommandierung Captain John Frey

Absender:
Admiral William T. Riker
Chef der Sternenflottenoperationen Messier 83
Davis Heartson Station

 

Mit sofortiger Wirkung wird Captain John Frey zum Kommandierenden Offizier von Davis Heartson Station ernannt. Als beigeordnetes Eskortschiff untersteht die USS Adagio weiterhin seinem Kommando.

Gez. Admiral William T. Riker


Computerlogbuch Captain Keller, Sternzeit 72526 (12.07.2395)

Fast einen Monat liegt die Zerstörung des Armetu-Systems zurück. Ein teuer erkaufter Sieg, über dessen Opfer wir bis heute trauern. Die Allende liegt noch immer im Trockendock im Orbit von New Heaven, wo ihre Schäden repariert werden. Doch beschäftigt mich insbesondere der Tod von Commander de Eloran noch immer. Die Nachricht an Ihre Eltern, so kurz nach dem Tod ihrer anderen Tochter Annika, hat mir sehr zu schaffen gemacht. Und mich auch nachdenklich in Bezug auf meine eigenen Kinder gestimmt. Ob es der Dienst in der Sternenflotte wirklich wert ist, nicht nur mein eigenes Leben zu gefährden, sondern auch das ihre. Wenigstens sind Francine und ich uns seit diesem Tag wieder etwas näher gekommen. Vielleicht ist es ja möglich, dass wir wieder Freunde werden. Ich würde es mir wünschen.

Alles in allem bleibt die Situation hier in Messier 83 schwierig. Zwar gab es seit der Zerstörung des Borg-Stützpunktes keine weiteren Angriffe durch sie. Doch mag das auch daran liegen, dass ihnen bereits das gesamte Armetu-Territorium samt des umliegenden Schoedaek-Raums in die Hände gefallen ist. Zumal wir nicht wissen, was aus den beiden Borgkuben geworden ist. Es bleibt zu hoffen, dass sie der Supernova zum Opfer gefallen sind. So oder so werden die Borg nun ein fester Bestandteil unseres Lebens bleiben.

Kommen wir aber mal zu positiveren Nachrichten. Das Verhältnis zu den Dreyanern hat sich dank unseres gemeinsamen Kampfes in den letzten Monaten deutlich verbessert. Ein neues Bündnisabkommen sichert uns eine Öffnung ihres Raumes zu und es dürfte in Zukunft zu einer engeren Kooperation zwischen der Sternenflotte und ihrem Militär kommen. Auch gibt es immer mehr Fortschritte in Hinblick auf eine mögliche Öffnung der Trudeau-Verwerfung für die Passage von Raumschiffen. Die daran forschenden Physiker scheinen immer mehr über den Hypersubraum zu verstehen, was verständlich ist, da sie mittlerweile 4 Jahre Zeit hatten, um sich näher mit den von uns gesammelten Daten zu beschäftigen.  Wir können also damit rechnen, schon bald vermehrt Besuch aus der Heimat zu bekommen. Denn die Föderation plant auch zivilen Verkehr zuzulassen. Unabhängig von der Nationalität. Uns liegen also spannende Zeiten bevor.

Auch können wir uns über einen weiteren Zuwachs freuen, was unsere kleine Flotte angeht: Die USS Hawking wurde nun mehr fertiggestellt und durchläuft gerade die letzten Systemchecks, ehe sie offiziell in Dienst gestellt wird. Ich muss sagen, dass es auch einen gewissen bitteren Beigeschmack hat. Schliesslich verliere ich an sie einen guten Freund und wohl den besten Ersten Offizier der Flotte. Und bei ihm bleibt es nicht, denn es werden vermutlich einige meiner Offiziere auf sein Schiff wechseln. Schliesslich wird man auf der Hawking bald wieder dorthin vordringen können, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist.


Abkommen zwischen der Dreyanischen Republik und der Vereinigten Föderation der Planeten

Absender:

Admiral William T. Riker
Chef der Sternenflottenoperationen Messier 83
Davis Heartson Station

Veröffentlicht:
– Sternzeit 72310 M83 (24. April 2395)
– Sternzeit 78549 Zulu (20. Juli 2401)

 

Das erste offizielle Abkommen zwischen der Vereinigten Föderation der Planeten (UFP) und der Dreyanischen Repbulik (DR) wurde nun mehr ratifiziert. Die Verhandlungen, die bereits seit einigen Monaten laufen, haben sich als relativ schwierig herausgestellt, da die Dreyar eher vorsichtig gegenüber Zugeständnissen gegenüber Außenstehenden zu sein scheinen. Dennoch hat die neuerliche Bedrohung durch die Borg und in den Verhandlungen in die Hände gespielt, so dass wir die meisten der von uns gewünschten Punkte durchsetzen konnten. Anbei eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte:

  • Ein Bündnisvertrag zwischen der UFP und die DR wurde hiermit besiedelt. Beide Nationen erkennen sich als gleichwertige Partner und Verbündete an und sichern einander gegenseitige Unterstützung und Kooperation zu.
  • Der Sternenflotte sowie zivilen Föderationsraumschiffen wird freie Passage durch den interstellaren Raum innerhalb des dreyanischen Territoriums entsprechend der lokalen Gesetze zuerkannt. Vor dem Eintritt in ein dreyanisches Sternensystem sind jedoch die lokalen Behörden zu informieren und eine Einflugerlaubnis abzuwarten. Selbiges gilt für den Föderationsraum.
  • Das Gebiet im Umkreis von ca. 20 Lichtjahren um die Trudeau-Verwerfung wird offiziell als Exklave der Vereinigten Föderation der Planeten anerkannt. Somit ist der Raum um Davis Heartson Station ab sofort Hoheitsgebiet der Föderation.
  • Die Dreyanische Repbulik stellt der Sternenflotte vier mobile Schiffswerften zur Verfügung. Die Lieferung erfolgt gestaffelt, wobei zunächst eine bei Davis Heartson Station errichtet wird, um dort den Bau des Raumschiffes der Nova-Klasse abzuschließen. Die Fertigstellung wird in 4-5 Monaten erwartet. Die übrigen drei Werften werden im Orbit unserer neuen Koloniewelt errichtet. Die Ressourcen zum Bau neuer Schiffe müssen durch die Sternenflotte oder über zukünftige Handelsabkommen beschafft werden. Ferner wird bei der Konstruktion eines Sternenflottenaußenpostens im Orbit assistiert und die notwendigen Materialien durch die Dreyanische Repbulik bereitgestellt.
  • Die Sternenflotte beginnt im Gegenzug mit der Lieferung von Impulsphasergeschützen, Torpedo- und Schildsystemen an das dreyanische Militär. Die Produktion in der Milchstraße wurde bereits in die Wege geleitet. Dadurch sollen ihre Schiffe dazu in die Lage versetzt werden, sich gegen die Borg zu verteidigen.
  • Die Sternenflotte gewährt der dreyanischen Republik uneingeschränkt humanitäre Unterstützung im aktuellen Konflikt gegen die Borg. Dies schließt die Zuweisung von zivilen und militärischen Ausbildern, Lieferung von Medikamenten, Nahrungsmitteln, Lebensmitteln und Materialien ein, die für das Überleben der flüchtigen Dreyar relevant sind.
  • Die Sternenflotte gewährt der dreyanischen Republik beschränkt militärische Unterstützung im aktuellen Konflikt gegen die Borg. Die Einzelheiten dazu sind zwischen dem Chef der Sternenflottenoperationen in Messier 83 sowie dem Botschafter der DR zu klären.

Gezeichnet

Admiral William T. Riker


Mitteilung des Sternenflottenkommandos

Von: Captain Nadine Sophie Keller

Aufgrund des nun mehr herrschenden Kriegszustandes gegen die Borg, seitdem sie eine Invasion des dreyanischen Territorium um Armetu gestartet haben, wurden sämtliche Sternenflotteneinheiten in Messier 83 sowie auf der anderen Seite der Trudeau-Verwerfung in Alarmbereitschaft versetzt. Da sich die dreyanischen Waffensysteme als ineffektiv erwiesen haben, haben die Dreyar mit einer Evakuierung der Kolonien im Armetu-Territorium begonnen.

Das Sternenflottenkommando hat in diesem Sinne folgende Weisungen erlassen:

  • Oberste Priorität hat die Geheimhaltung und Sicherung der Trudeau-Verwerfung.
  • Sofern eine Eroberung von DHS durch die Borg droht, ist das gesamte Flottenpersonal wenn möglich in die Milchstraße zu evaluieren, ehe die Station selbstzerstört wird. So kann hoffentlich verhindert werden, dass die Borg in die Milchstraße gelangen.
  • Der Dreyanischen Republik ist jede Hilfe bei der Evakuierung des Armetu-Territoriums zu gewähren, sofern dies nicht den oben genannten Weisungen widerspricht.
  • Sämtliches nicht-essentielles Personal muss umgehend aus M83 evakuiert werden. Dies betrifft insbesondere Zivilisten und das wissenschaftliche Personal.
  • Die Verteidigung von DHS wird durch die Zuteilung von Raumjägern der Valkyrie und Raptor Klasse ergänzt. Ferner wird die Installation zusätzlicher Impulsphasergeschütze und neuer Schildgeneratoren vorgenommen.
  • Die Waffen- und Verteidigungssysteme der USS Allende NCC-88942 werden einem Review durch das Starfleet Corps of Engineers unterzogen, um eine Optimierung für den Kampf gegen die Borg zu erreichen.
  • Lieutenant Commander Sereb vom Special Hazard and Recon Commando (SHARC) wurde beauftragt, die Bereitschaft des Sicherheitspersonals zu untersuchen und ggf. entsprechende Schulungen vorzunehmen. Ferner soll eine Einschätzung erfolgen, ob ein SHARC-Kommando der Allende zugeteilt werden soll.

 

Intern gibt es an Bord der USS Allende aufgrund der oben genannten Weisungen folgende Änderungen:

Personal:

  • Das Sicherheitspersonal wird von 42 auf 85 Personen aufgestockt
  • Das technische Personal wird von 86 auf 96 Personen aufgestockt
  • Das wissenschaftliche Personal wird von 189 auf 60 Personen reduziert
  • Von den 36 Zivilisten verbleiben vorerst nur noch 8 an Bord des Schiffes. Eine weitere Reduktion erfolgt ggf. im Verlauf.

Weitere Maßnahmen:

  • Das Taktische Modul, welches letzten Monat geliefert wurde, wird installiert.
  • Die Frachträume 1 und 2 auf Deck 10 werden in medizinische Notfallzentren umgewandelt, um auf Massenanfälle von Patienten vorbereitet zu sein.
  • Das gesamte Personal erhält regelmäßige Auffrischkurse in Selbstverteidigung, Kampfbereitschaft und Erster Hilfe.

Mitteilung an Commander Bastian Erricson

Von: Captain Nadine Sophie Keller
An: Commander Bastian Erricson

Veröffentlicht:
– Sternzeit: 72266 M83 (08. April 2395)
– Sternzeit 78366 Zulu (14. Mai 2401)

Sehr geehrter Commander Erricson

Hiermit teile ich Ihnen die Entscheidung des Sternenflottenkommandos bezüglich Ihres Falles von Sternzeit 72261 M83 (06. April 2395) bzw. Sternzeit 78333 Zulu (02. Mai 2401) mit. Nach Sichtung des Berichtes von Admiral Kathryn Janeway, Ihrer sowie meiner Stellungnahme und der schiffseigenen Logbücher hat das Sternenflottenkommando seine Beratungen abgeschlossen und den folgenden Entschluss verfasst:

Pkt. 1: Die Anklage der ‚versuchten Meuterei‘ wird auf den Tatbestand der ‚Befehlsverweigerung‘ herabgestuft.
Pkt. 2: Aufgrund der Entscheidung zu Pkt. 1 wird auf ein offizielles Kriegsgerichtsverfahren verzichtet.
Pkt. 3: Ein permanenten Verweis durch Admiral Kathryn Janeway wird in Ihrer Personalakte eingetragen. Auf eine Feststellung der besonderen Schwere wird verzichtet.
Pkt. 4: Sie werden für die Dauer von drei Monaten nach M83-Zeit zum Lieutenant Commander auf Bewährung degradiert. Sofern Sie sich in diesem Zeitraum nichts mehr zu Schulden kommen lassen, wird diese temporäre Degradierung aufgehoben. Die Bewertung erfolgt anhand der Schiffslogbücher sowie einer Stellungnahme Ihres Kommandierenden Offiziers zum Abschluss des Bewährungszeitraumes.

Sie können binnen 30 Tagen ab Erhalt dieser Nachricht Berufung gegen die oben genannte Entscheidung einlegen. Sofern Sie dies tun, wird eine offizielle Anhörung vor einem Kriegsgericht zur Klärung einberufen.

Mit freundlichen Grüßen
Captain Nadine Sophie Keller
Kommandierender Offizier
USS Allende NCC-88942

Persönliche Anmerkung:
Bastian, ich kann verstehen, wenn dich diese Entscheidung sauer aufstößt. Du solltet allerdings froh sein, dass es dabei geblieben ist. Weshalb ich dir auch dringend von einer Berufung abrate. Admiral Janeway hat alles dran gesetzt, dich vor dem Gremium schlecht zu reden. Ich habe die Admiralität ehrlich gesagt noch nie so nervös erlebt… Die Botschaft von der Rückkehr der Borg hat sie kalt erwischt. Noch dazu fürchten Sie, dass es einen gewaltigen Skandal geben könnte, sollte bekannt werden, was an diesem Tag passiert ist. Daher haben sie die Anklage herabgestuft, um auf auf das Kriegsgericht verzichten zu können. Sonst wäre es öffentlich geworden, was sie unbedingt vermeiden wollten. Auch wenn Sie insgeheim wohl gehofft hätten, dass Janeway die Bombardierung durchgezogen hätte. Denn nun fürchten sie, dass die Borg nicht mehr zu stoppen sein werden.
Der permanente Verweis durch Janeway dürfte sich mehr als negativ auf deine Laufbahn auswirken, denn es wird schwierig, in der Milchstraße so ein Kommando zu erhalten. Solange du aber unter mir dienst, hast du dahingehend nichts zu befürchten, da ich ja weiß, was passiert ist. Zumindest wurde auf eine Feststellung der besonderen Schwere verzichtet, um zukünftig keine Erklärungsnot zu verursachen.
Auch die temporäre Rückstufung zum Lieutenant Commander lässt sich verschmerzen. Sie wollten ursprünglich eine Bewährungszeit von sechs Monaten erwirken, ich konnte es aber in Hinblick auf unsere momentane Lage auf drei Monate drücken.
Janeway wurde nun angewiesen, sich aus Messier 83 rauszuhalten. Was mich ehrlich gesagt beruhigt. Dennoch: Sie wurde offiziell für ihr heldenhaftes Eingreifen bei Armetu mit dem Chrostopher Pike Orden ausgezeichnet… Und hat eine hohe Position an der Sternenflottenakademie erhalten, um die Kadetten und Offiziere als Borgexpertin zu unterrichten. Für den Fall, dass es mal nötig werden würde… Was ich persönlich für eine Frechheit halte, sie für diesen Tag noch zu befördern. Aber das ist eben Politik.


Weisung zur Umstellung des Dienstplans

Von: Captain Nadine Sophie Keller
An: Das Personal der USS Allende NCC-88942

Mit Beginn ab übernächsten Montag wird der Dienstplan an Bord der USS Allende einer 4-Schichten-Rotation folgen. Dies wird durch die neue Personaldecke ermöglicht. Die Dienstzeit wird entsprechend von 8 auf 6 Stunden pro Schicht reduziert. Dies dient dem Zweck einer größeren Entlastung des Personals durch zusätzliche Freizeit sowie Steigerung der Effizienz aufgrund der kürzeren Arbeitszeit.

Ferner muss die Dienstzeit ab sofort erfasst werden. Wird die zulässige Zeit regelmäßig überschritten, erfolgt ein Klärungsgespräch mit dem jeweiligen Abteilungsleiter, um geeignete Maßnahmen zu besprechen. Im Falle der Führungsoffiziere wird das Gespräch mit dem Captain und Ersten Offizier stattfinden.

Nachfolgend die neuen Dienstzeiten:

  • Alpha: 0800 – 1415
  • Beta: 1400 – 2015
  • Gamma: 2000- 0215
  • Delta: 0200 – 0815

Die neuen Dienstpläne werden Ende der Woche von den Abteilungsleitern ausgehändigt.

Bei Rückfragen stehen ich sowie Commander Erricson Ihnen jederzeit zur Verfügung.


Weisung zur Aktualisierung des Uniformcodes

Von: Captain Nadine Sophie Keller
An: Das gesamte Sternenflottenpersonal in Messier 83

Hiermit ergeht auf Befehl des Sternenflottenkommandos die Weisung zur Aktualisierung des Uniformcodes für alle Sternenflottenmitglieder in Messier 83. Die neuen Uniformen wurden bereits an Davis Heartson Station geliefert und werden nun mehr an das gesamte Personal verteilt. Ab übernächsten Montag besteht die Pflicht zum Tragen der neuen Uniformen für alle Offiziere, Unteroffiziere und Crewmitglieder im Sternenflottendienst. Bis dahin gilt eine Übergangsfrist, in der die alten Uniformen getragen werden dürfen, bis die neue Uniform erhalten wurde. Es gilt ferner zu beachten, dass das Tragen von Uniformröcken weiterhin für Männer und Frauen gestattet ist.

Bei Rückfragen stehen ich sowie Commander Erricson Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Uniformen


Logbuch des Captains

Veröffentlicht:
– Sternzeit 72214 M83 (20. März 2395)
– Sternzeit 78228 Zulu (24. März 2401)

Computerlogbuch, Captain Nadine Keller.

Nach Rückkehr von unserem ausgedehnten Landurlaub in der Milchstraße musste ich feststellen, dass die Veränderungen, die die Sternenflotte angeordnet hatte, weitaus umfassender sind als gedacht. Die meisten von ihnen sind durchaus von Vorteil, andererseits… Manche hinterlassen bei mir einen etwas bitteren Beigeschmack.

Zunächst wurden wir personell voll aufgestockt. Die Allende kann nun wieder mit voller Leistung operieren, wenn gleich ich es bedauerlich finde, dass die meisten Zivilisten das Schiff verlassen haben. Es fühlt sich… irgendwie leerer ohne sie an. Auch die Adagio und DHS haben das für sie notwendige Personal erhalten. Die Kehrseite des Ganzen: Die meisten der neuen Crewmitglieder sind keine Offiziere. Das zeigt mir, dass die Sternenflotte unsere Hauptaufgabe nicht mehr in der reinen Erforschung sieht, sondern als Flaggschiff der Operationen in Messier 83. Und offenbar das Risiko für unser Überleben als zu hoch einschätzt, als dass man es gänzlich mit Offizieren bestücken sollte. Das wird eine gewisse Umstellung für mich bedeuten. Letztendlich war ich nie ein Freund von Unteroffizieren… Es bringt einen etwas zu militärischen Touch für mich mit. Zumal ich bis heute Schwierigkeiten damit habe, ihren Sinn auf einem Schiff zu verstehen, das nicht primär in taktische Operationen verwickelt ist.

In der Hinsicht habe ich auch einige interne Versetzungen genehmigt: Ltjg. Woldt hat nun als Leitender CONN-Offizier der Allende Mr. Baker ersetzt. Der Lieutenant ist nun leitender CONN-OPS-Offizier auf der Adagio. Und ihr Zweiter Offizier. Ich schätze, er hat es darauf abgesehen, irgendwann ein Kommando zu bekommen. Denn drüben hat er aktuell die Möglichkeit, öfter Mal auf dem Stuhl in der Mitte zu sitzen. Auch können wir einen neuen Wissenschaftsoffizier begrüßen: Lieutenant Phillip Eberhard von der USS Challenger hat sich dazu entschlossen, unserer Mannschaft beizutreten. Dr. Annika de Eloran hat sich ebenfalls auf die Adagio versetzen lassen, um dort als Leitender Medizinischer Offizier zu dienen. Ihre Abteilung ist zwar winzig, doch der Posten ein großer Sprung in ihrer sehr frühen Karriere. Dr. Rosenbach wiederum ist nun LMO von Davis Heartson Station. Und wo ich gerade bei DHS bin: Commander Trallun übernimmt als neuer Kommandant die Station. Zwar winkt für ihn keine Beförderung, doch bin ich froh, ihn dort zu wissen. Er hat sich im vergangenen Jahr als äußerst verlässlich erwiesen.

 

Ein weiterer Punkt sind die Fortschritte im Transportvorgang durch die Trudeau-Verwerfung, die in den letzten Monaten durch die Sternenflotte gemacht wurden. Das Beamen von Personen ist mittlerweile als absolut sicher anzusehen und soweit uneingeschränkt möglich. Der größte Fortschritt besteht jedoch in Hinblick auf Materialtransporte: So ist es tatsächlich geglückt, die Bauteile für zwei neue Module durch die Verwerfung zu beamen. Der Zusammenbau wird in etwa einer halben Woche abgeschlossen sein, was bedeutet, dass wir bald schon weitaus vielseitiger eingesetzt werden können. Das taktische Modul wird uns bei Kampfhandlungen von Nutzen sein, während das Sensormodul bei der Erforschung dieser Region von Vorteil sein wird. Die Sternenflotte plant als nächstes, die Bauteile für ein Raumschiff der Nova-Klasse hierher zu transportieren. Der Grund leuchtet durchaus ein: Während die Adagio als Wachschiff dient und die Allende nun mehr als Flaggschiff der Operationen in der Südlichen Feuerradgalaxie nicht mehr jeder Anomalie hinterher jagen kann, brauchen wir ein kleines Schiff, welches den lokalen Raum erkunden kann. Und was bietet sich da mehr an als ein Raumschiff der Nova-Klasse?

Zu diesem Zweck hat mich die Sternenflotte damit beauftragt, in Kontakt mit den Dreyar zu treten, um sie davon zu überzeugen, uns eine Schiffswerft zu stellen. Mit dieser könnten wir nicht nur das besagte neue Schiff zusammenbauen, sondern auch gleich viele notwendigen Reparaturen effizienter durchführen. Daher wird bei unserem nächsten Auftrag Commander Erricson das Kommando haben:

 

Die Sternenflotte plant die Gründung einer Kolonie auf dem Planeten, auf dem wir die Antimaterie-Raffinerie entdeckt hatten, die von den Borg eingenommen worden war. Da es seit der Zerstörung der alten Allende keine Borgaktivitäten in dem Gebiet mehr gibt, scheint die Sternenflotte dies für eine taktisch kluge Wahl zu halten… Mehr dazu kommt aber im Missionsbriefing.

 

Ende des Eintrages.


Logbuch von Lt. Cmdr. Teyla de Eloran

Veröffentlicht: Sternzeit 72222 (23. März 2395)
Von: Lt. Cmdr. Teyla de Eloran

Erfreulicherweise wurde mein Vorschlag bezüglich des Transports größerer Bauteile zur Konstruktion eines Schiffes durch die Trudeau-Verwerfung hindurch von der Sternenflotte geprüft und genehmigt. In der Hinsicht ist es doch recht praktisch, dass die Zeit in der Milchstraße schneller verläuft. Admiral Janeway, die offenbar ein Auge auf uns hält, hat angeboten, wegen einer potentiellen Werft mit den Dreyar ins Gespräch zu kommen.

Bis dahin werden wir einen ersten Test starten, was den Transport größerer Materialmengen anbetrifft. Die Sternenflotte hat in den letzten Monaten, die für uns hier nur 2 Wochen entsprechen, offenbar große Fortschritte gemacht, was die Verfeinerung des Transportvorgangs durch die Verwerfung hindurch angeht. Man möchte nun versuchen, zwei neue Module für die Allende auf unsere Seite zu beamen: Ein taktisches Modul sowie ein Sensormodul. Wenn das klappt, wird sich nicht nur die Flexibilität der Allende vergrößern, sondern zugleich auch der Weg frei für zukünftige Lieferungen großer Gerätschaften.

Ende des Eintrages.


Logbuch von Lt. Cmdr. Teyla de Eloran

Sternzeit Messier 83: 72210 (19. März 2395)
Von: Lt. Cmdr. Teyla de Eloran (Raumstation DHS)

 

Die Allende befindet sich nun mehr seit zwei Wochen zwecks Untersuchungen beim antiken Raumschiff am Rande der Galaxie. Bislang scheint es keine Vorfälle gegeben zu haben, doch hat mir Cmdr. Trallun einige Sensorinformationen geschickt, die etwas betreffen, was mein Stab an Bord der Allende für das Antriebssystem des Objektes hält. Ich muss gestehen, dass ich zwar darin übereinstimme, aus den Daten aber nicht schlau werde. Etwas, was ich selten zugebe… Sehr selten. Ich habe die Informationen an die Sternenflotte weitergeleitet in der Hoffnung, dass die Experten auf der Erde damit mehr anfangen können.

Es gab nun mehr einen recht interessanten Vorschlag von Commander Barclay. Er ist mittlerweile auf die Enterprise zurückgekehrt, wir stehen aber dennoch weiterhin fast täglich im Kontakt. Er ist schon etwas schrullig, aber irgendwie mag ich den Kerl. Wie dem auch sei, zu seinem Vorschlag. Wir hatten erörtert, dass ich es bedauerlich finde, wie beschränkt unsere Möglichkeiten sind, wenn es um die Erkundung der Umgebung geht. Die Allende ist nur ein Schiff und kümmert sich um die brisanteren Themen, meist weitab des lokalen Gebietes. Und die Adagio ist als Wachschiff abgestellt und bleibt stets in der Nähe von DHS. Jedenfalls hat er die Möglichkeit in den Raum geworfen, ein kleines Forschungsschiff in größeren Modulen durch die Verwerfung hindurch auf unsere Seite zu transferieren. Und dann hier zusammenzubauen. Natürlich bräuchte es dafür eine Werft, aber das sollte das geringste Problem sein. Ein Raumschiff von der Größe einer Nova-Klasse sollte sich so recht schnell zusammensetzen lassen. Was unsere Möglichkeiten zur lokalen Erforschung deutlich erweitern dürfte.

Ich werde das morgen mit Commander Trallun und Captain Stone erörtern. Vielleicht kann man ja die Dreyar davon überzeugen, uns eine Werft vor Ort zu errichten. Schließlich haben sie uns auch schon beim Umbau von DHS geholfen.

Ende des Eintrages.


Logbuch der USS Allende

Veröffentlicht: Sternzeit 72110 (10. Februar 2395)
Von: Cmdr. Tosk Trallun

Nach Abschluss unseres letzten Patrouillenfluges an der Grenze zwischen der Dreyanischen Republik und den Schoedaek sind wir nun mehr zum antiken Raumschiff aufgebrochen, das sich am Rande der Galaxie befindet. Unsere letzte Untersuchung war ja leider aufgrund des Zwischenfalls mit den Klingonen nicht allzu weit gekommen, so dass ich entschieden habe, einen erneuten Versuch zu starten. Die Adagio bleibt unter dem Kommando von Lt. Cmdr. Selok bei DHS zurück.

Beruhigend kann rückblickend auf die letzte Woche – kaum zu glauben, dass die Führungsoffiziere erst so kurz weg sind – gesagt werden, dass es jenseits der Grenze weder Anzeichen für Aktivitäten der Schoedaek noch der Borg gibt. Was unsere kybernetischen Freunde anbelangt fragte ich mich daher, ob wir mit der Zerstörung ihres Schiffes die Bedrohung durch sie nicht doch endgültig neutralisiert haben. Denn mit dem Wissen, dass wir hier sind, sollten die Borg ja längst einen Angriff versucht haben. Oder nicht? Insofern vermute ich, dass die Sorgen der Sternenflotte unbegründet sind. Und auch die beunruhigenden Träume, die ich ab und an über ihre Wiederkehr habe.

Zum Schluss eine persönliche Anmerkung: Ich bin nicht ganz überzeugt von dem Vorschlag von Captain Stone [KO von Midway-Station], unsere Zeitmessung der Zulu-Zeit in der Milchstraße anzupassen. Schließlich verläuft sie hier sechs Mal schneller als daheim und ich fürchte einiges an Verwirrung, sollten wir die Zeitrechnung anpassen. Dennoch hat sie eine entsprechende Anfrage an das Sternenflottenkommando weitergeleitet. Ich bin gespannt, was die Bürokraten entscheiden werden.

Ende des Eintrages.


Interphasentarnvorrichtung installiert

Veröffentlicht: Sternzeit 72083 (31. Januar 2395)
Von: Lt. Cmdr. Teyla de Eloran

Der Prototyp der Interphasentarnvorrichtung wurde installiert und an das Energiesystem des Schiffes angeschlossen. Mehrere Computersimulationen zeigten positive Ergebnisse, so dass erste reale Tests durchgeführt werden können. Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung: Um eine Fortbewegung im getarnten Modus zu ermöglichen, müssen die Impulsantriebe durch die Warpplasmaleitungen gespeist werden. Dies resultiert in einer rapiden Hitzeentwicklung, so dass ein genaues Monitoring der Zwischenkühler notwendig wird, um eine Zerstörung des gesamten Antriebssystems und damit des Schiffes zu vermeiden. Dadurch wird die Nutzungsdauer der Tarnvorrichtung abhängig von der benötigten Antriebsleistung stark begrenzt. Wir reden von Minuten bis wenigen Stunden. Im Stillstand hingegen sollte die Tarnung unbegrenzt aufrecht erhalten werden können, solange ausreichend Energie vorhanden ist.


Konstruktion der Interphasentarnvorrichtung begonnen

Veröffentlicht: Sternzeit 72061 (23. Januar 2395)
Von: Lt. Cmdr. Teyla de Eloran

Entsprechend der von Admiral Janeway mitgebrachten Konstruktionspläne hat mein Ingenieurteam heute mit dem Bau der Interphasentarnvorrichtung begonnen. Die entsprechenden Komponenten werden momentan repliziert und im Laufe der nächsten zwei Tage montiert. Eine Integration der Vorrichtung in die Schiffssysteme sollte problemlos von statten gehen, so dass innerhalb der nächsten Tage mit ersten Tests begonnen werden kann.


Eingehende Transmission von Sternenbasis 73

Von: Rear Admiral Reto, Sternenbasis 73
An: Commander Erricson, USS Allende NCC-88942

Sternzeit: 76779,08 Zulu (12.10.2399 13:26 Uhr)

 

Sehr geehrter Commander Erricson

Ich möchte Ihnen zunächst mein Bedauern bzgl. der Zerstörung der USS Allende mitteilen. Und für den Tod so vieler guter Offiziere. Doch bin ich natürlich sehr froh, dass Sie ein neues Schiff gefunden haben, welches Ihnen hoffentlich ebenso gute Dienste leisten wird wie das Alte.

Der erste Punkt, über den ich mit Ihnen sprechen möchte, ist dass die Fertigstellung der Raumstation Midway auf unserer Seite der Anomalie fast abgeschlossen ist. Ihre nächsten Kommuniques werden bereits mit der neuen Kommandantin des Außenpostens stattfinden: Captain Kimberly Stone. Wie sie vielleicht wissen, war sie der Erste Offizier der Allende, bevor diese verschwand. Als sie von Ihrem Schicksal erfahren hat, hat sie sofort angeboten, die Leitung von Midway-Station zu übernehmen. Ich hoffe, dass Sie beide gut zusammenarbeiten werden.

Aber nun zum wichtigen Teil: Sowohl der Föderationsrat als auch das Sternenflottenkommando haben über Ihre Situation beraten. Seitdem die Raghdor vor 14 Jahren aus einer anderen Galaxie kamen, um sich in unserer Nachbarschaft anzusiedeln, ist die Öffentlichkeit wie auch die Sternenflotte sehr skeptisch geworden, was Wurmlöcher und Anomalien betrifft, die in andere Quadranten oder Galaxien führen. Auch in Erinnerung an den Dominionkrieg führte bislang jeder unkontrollierte Verkehr durch diese Art von Passage zu einem verheerenden Konflikt. Und eben das befürchtet der Föderationsrat auch in Ihrem Fall. Denn wie unsere besten Wissenschaftler glauben, lässt sich diese Hypersubraumverwerfung nicht schließen. Und unter dem Aspekt, dass unsere Experten große Fortschritte machen, was das Beamen durch die Verwerfung angeht, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch Schiffe sie passieren können.

Hinzu kommt, dass wir sehr beunruhigt darüber sind, dass es offenbar Borg-Aktivitäten bei Ihnen gibt. Da wir in der Milchstraße seit einer Ewigkeit nichts mehr von den Borg gehört haben und gar vermuten, dass das Kollektiv dank der Taten der USS Voyager nicht mehr aktiv ist, dürfen die Borg unter keinen Umständen durch die Verwerfung kommen.

Aus diesem Grund hat das Sternenflottenkommando beschlossen, dass Ihre Seite der Anomalie befestigt werden muss. Und dass eine vorerst dauerhafte Präsenz in der Südlichen Feuerradgalaxie notwendig sein wird, um eine zukünftige Passage zu kontrollieren. Daher ergehen folgende Anweisungen an Sie:

  1. Wie wir wissen, sind sie bereits im Besitz einer kleinen Raumstation. Diese muss ausgebaut und mit Verteidigungssystemen ausgestattet werden, um als Abwehrposten zu dienen. Wie es Deep Space Nine im Falle des bajoranischen Wurmlochs ist. Vielleicht können Sie dafür Teile der alten Allende sowie der USS Trudeau verwerten. Des Weiteren muss die Station ab sofort zu jeder Zeit besetzt sein, um eine Kontrolle der Anomalie sowie eine tägliche Kommunikation mit Midway-Station zu ermöglichen. Wir würden Sie auch darum bitten, einen Namen für den Außenposten zu finden.
  2. Erkunden Sie die nähere Umgebung, insbesondere in Hinblick auf potentielle Bedrohungen. Vor allem müssen wir mehr über die Borg-Präsenz in M83 erfahren. Und diese Schoedaek sind ebenfalls ein noch zu großes Fragezeichen für uns.
  3. Der Föderationsrat möchte zudem in einen Dialog mit den Dreyar treten, um einen Rahmenvertrag auszuhandeln. Zudem wollen wir eine Freilassung von Captain Keller erwirken. Bitte entrichten Sie den Dreyar, dass Sie über Ihre Station mit uns in Kontakt treten mögen.

Zudem gibt es eine Bitte von unseren Wissenschaftlern. Und zwar glauben Sie, dass sowohl der antike Außenposten im Pulsar-System wie auch dieses große verlassene Raumschiff am Rande der Galaxie dabei helfen könnten, die Transitmöglichkeiten zu Ihnen besser zu verstehen. Daher wären Sie dankbar dafür, wenn Sie beide Orte erneut genauer untersuchen könnten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute, Commander. Unsere Gedanken sind bei Ihnen.

Gez. Rear Admiral Reto
Sektorkommandeur Sternenbasis 73


Gedanken des Kollektivs nach Mission 052

Irgendwo im tiefen Raum…

Ein heißes, feuchtes Klima herrscht im Inneren eines im All verborgenen Komplexes, gehalten im schummrigen Schein sporadisch verteilter Deckenleuchten. Ehemalige Individuen, ausgestattet mit mechanischen Implantaten und assimiliert in ein kollektives Bewusstsein, stehen in ihren Alkoven oder schreiten langsam durch die Korridore, um den alltäglichen Arbeiten einer Drohne nachzugehen. Ihre Gedanken sind vereint, die Stimmen Tausender sprechen wie eine. Keine zentrale Instanz, die sie steuert. Sie entscheiden gemeinsam, sprechen wie ein Bewusstsein.

„Wir hatten Kontakt“, durchdringt es den kollektiven Geist. „Raumschiff der Sternenflotte. Excelsior-Klasse. Besatzung 588 Individuen. Spezies 5618: Menschen. Assimilation fehlgeschlagen. Feindliches Schiff zerstört.“

Eine Pause herrscht, untermalt von den Geräuschen der Borggeräten und den metallischen Schritten der Drohnen. Erst dann spricht die kollektive Stimme weiter, jedoch in einer anderen Tonlage, die diesen Monolog wirken lässt wie den Dialog einer gespaltenen Persönlichkeit.

„Erneuter Kontakt. Raumschiff der Sternenflotte. Luna-Klasse. Besatzung 476 Individuen. Assimilation fehlgeschlagen. Fehler. Assimiliertes Raumschiff 014 wurde bei Kontakt zerstört.“

Erneut spricht das Kollektiv in einer anderen Stimmlage zu sich. Sie wirkt weniger entschlossen, eher nachdenklich, bewertend.

„Eine Neubewertung unserer Prioritäten ist erfordlich. Die Assimilation von Spezies 12010 [die Schoedaek] ist nun von sekundärer Bedeutung. Die Lokalisation und Assimilation von Spezies 5618, Menschen, muss Vorrang erhalten. Begründung: Fortschritte bei Assimilation von Spezies 12010 sind unzureichend. Unsere Position ist gefestigt. Das Kollektiv muss wachsen, um Fortschreiten der Assimilation von Spezies 12010 zu ermöglichen. Spezies 5618 verfügt über Kenntnisse und Fähigkeiten, die das Wachstum des Kollektivs bedrohen. Zudem könnte ihr Wissen den Wiederanschluss an das primäre Kollektiv ermöglichen.“

Nun klingt die kollektive Stimme wieder entschlossen:

„Einverstanden. Assimilation von Spezies 12010 [die Schoedaek] wird ausgesetzt. Neue Hauptpriorität hat Lokalisation und Assimilation von Spezies 5618, Menschen. Sekundäre Priorität hat Assimilation von Spezies 12011, Dreyar. Begründung: Spezies 12011 verfügt nicht über die notwendigen Technologien, um effizienten Widerstand zu leisten. Eine Vergrößerung des Kollektivs erscheint damit wahrscheinlicher. Ressourcengewinn für Konstruktion des ersten Assimilationskubus wird so gewährleistet. Zudem sind die biologischen Charakteristika von Spezies 12011 für das Kollektiv zu präferieren.“

„Sobald das Kollektiv eine ausreichende Größe erreicht hat, muss die Assimilation von Spezies 12010 foranschreiten. Ihre technologischen Charakteristika werden unseren Fortschritt sichern. Ihre wissenschaftlichen Kenntnisse unsere Ausbreitung in weitere Galaxien ermöglichen.“

„Bestätigt. Wir werden fortfahren. Das Kollektiv wird wachsen. Widerstand ist zwecklos.“


Logbuch des Captains

Veröffentlicht: Sternzeit 71787 (15. Oktober 2394)
Von: Cpt. Nadine Sophie Keller

Zunächst zum offiziellen Teil:

Es ist mittlerweile eine Woche vergangen, seitdem uns die Klingonen verlassen haben. Seitdem fehlt von ihnen jede Spur. Die Dreyar haben unseren Erklärungen glücklicherweise Glauben geschenkt, so dass sich an unserer Abmachung nichts geändert hat: Wir warten bei der Raumstation, die wir eingenommen haben, auf Meldung von Flottenkommandeur cel Mare. Dieser wird uns mitteilen, ob die dreyanische Regierung mit meinem Vorschlag einverstanden ist: Ich werde mich den Gerichten der Dreyar stellen, sofern im Gegenzug die Besatzung verschont bleibt. In der Zwischenzeit steht es uns zudem frei, die Station zu nutzen, um mit der Heimat in Kontakt zu treten. Ich stehe noch immer hinder dieser Entscheidung, bietet es meiner Crew doch die Möglichkeit, endlich Frieden zu finden.

Die Wartungsarbeiten an der Allende sind unterdessen abgeschlossen worden. Unsere Deflektorschilde sind wieder einsatzbereit und die Schäden durch den klingonischen Angriff konnten repariert werden. Was die Raumstation angeht, so haben unsere Ingenieure in den letzten Tagen hervorragende Arbeit geleistet. Die Tachyonemitter sind mittlerweile einsatzbereit, so dass wir morgen einen ersten Versuch starten können, die Hypersubraumverwerfung im mikroskopischen Ausmaß zu öffnen und mit der Sternenflotte in Kontakt zu treten. Wenn uns das gelingt, dürfte einem regelmäßigen Austausch nichts mehr im Weg stehen. Es dürfte die doch sehr bedrückte Stimmung an Bord aufhellen.

Und nun zum persönlichen Teil:

So erfreulich auch der Zustand des Schiffes sein mag, so unerfreulich erscheint mir mein eigener. Nicht nur, dass ich damit rechnen muss, jeden Tag von den Dreyar mitgenommen und von meinen Kindern getrennt zu werden. Auch Francine, die noch immer wegen ihrer Messerstichverletzung im Koma liegt, bereitet mir unendlich Kummer. Sie selbst ist zwar über den Berg, doch wollen die Ärzte sie nicht erwecken, solange ihr ungeborenes Kind noch in Gefahr schwebt. Denn dieses wurde durch den enormen Blutverlust und Stress beträchtlich in Mitleidenschaft gezogen. Und auch wenn wir uns auseinandergelebt haben und im Streit befinden, so muss ich jetzt, wo ich bald gehen muss und sie im Koma liegt, feststellen, dass mein Herz noch immer an ihr hängt. Und die Tatsache, dass ich mich nicht von ihr verabschieden kann wegen dieses Kindes, welches sie von ihrem neuen Kerl hat… Ich hasse mich selbst dafür, so zu denken, aber ich wünschte, dass es nie entstanden wäre.

Doch mittlerweile weiß ich insgesamt nicht mehr, was ich denken soll. Was in mir vorgeht. Alles geht in mir drunter und drüber. Es erinnert mich sehr an die Zeit nach meiner Trennung von Reon… Gemischt mit der Zeit nach meiner Vergewaltigung auf PX-312. Es ist diese Ausweglosigkeit, gepaart mit den hohen Erwartungen und Pflichten, denen ich mich einfach nicht gewachsen fühle… Die nicht nur von außen an mich gestellt werden, sondern die ich auch selbst an mich stelle. Früher war es immer Francine, die mir Stabilität gab. Sie verstand es wie keine Zweite, mich aufzubauen. Doch ist sie nun nicht mehr da… Damit meine ich nicht nur ihr Koma. Sondern auch, dass sie nichts mehr von mir wissen will. Und der Gedanke daran lässt mich immer zu in Tränen ausbrechen, wenn ich unsere Kinder ansehe oder alleine im Bett liege.

Glücklicherweise haben Bastian und Manuel in den letzten Tagen dazu beigetragen, dass ich nicht aus der nächsten Luftschleuse gestiegen bin. Bastian, mein wohl ältester Freund, weiß zum Glück recht gut, wo er ansetzen muss, um mich aus der ein oder anderen Grube herauszuholen. Er weiß die reife Seite in mir anzusprechen, mein Verantwortungsbewusstsein zu wecken und mir aufzuzeigen, worum es sich zu kämpfen lohnt. Was mir dabei hilft, im Moment weiter voranzugehen.

Manuel auf der anderen Seite weckt das vergrabene Kind in mir. Zum Beispiel hat er mich nach meiner Rettung doch tatsächlich aus der Krankenstation heraus geschmuggelt, als ich es nicht mehr dort aushielt. Natürlich war Dr. Lerchenfeld alles andere als erfreut, aber in diesem Moment war es mir so ziemlich egal. Und ist es mir bis jetzt. Ich merke eh immer mehr, wie gut es mir in solchen Phasen tut, einfach mal meine kindische Seite herauskommen zu lassen. Und das zu bewerkstelligen versteht er. Ich bin wirklich froh, dass wir uns angefreundet haben, während das Außenteam die 4 Monate in der Vergangenheit festgesteckt hat und wir glaubten, es sei umgekommen. Ohne ihn würde ich wohl längst vergessen haben, dass es im Leben mehr gibt als die Verpflichtungen, die mein momentanes Amt mit sich bringt. Natürlich komme ich durch diese Freundschaft in ein ziemliche unangenehmes Dilemma, insbesondere da ich vor einer Woche etwas getan habe, was ich nicht hätte tun dürfen. Und seitdem schwanke ich immer mehr zwischen meinen Launen hin und her. Zweifel, Depression, Euphorie, Lust. Es wechselt im Moment bei mir von Tag zu Tag. Hat fast schon etwas schizophrenes… Doch da ich das Schiff bald verlassen muss, ist mir das im Moment völlig egal. Ich nehme mir jetzt, was ich brauche, solange ich es noch kann. Bevor ich in einem dreyanischen Gefängnis verrotten muss… Oder hingerichtet werde. Wobei ich nicht weiß, welches das bessere Schicksal für mich wäre.

Ende des Eintrags.