News: Letzes Raumschiff der Excelsior-Klasse außer Dienst gestellt

Beta Antares Flottenwerften, 02.11.2407

Das letzte aktive Raumschiff der Excelsior-Klasse, die U.S.S. Lakota NCC-42768, wurde am heutigen Tag nach Anlegen an ein Trockendock der Beta Antares Flottenwerften offiziell außer Dienst gestellt. Damit endet die rund 120 Jahre andauernde Geschichte eines der verlässlichsten und langlebigsten Schiffstypen in der Geschichte der Sternenflotte.


USS Enterprise NCC-1701-F in den aktiven Dienst gestellt

Erde, 29.10.2407

Heute, am 35. Jahrestag der Indienststellung der berühmten U.S.S. Enterprise NCC-1701-E, wurde von den San Francisco-Flottenwerften ihr direkter Nachfolger offiziell in den aktiven Dienst gestellt. Die U.S.S. Enterprise NCC-1701-F ist das zweite Schiff der neuen Century-Klasse, welche seit diesem Jahr die Sternenflotte als ihre neue Speerspitze in das 25. Jahrhundert führt. Wie ihr Vorgänger wird die neue Enterprise dem Androiden Captain Data unterstellt sein.

Doch werden die Feierlichkeiten zur Indienststellung des neuen Flaggschiffs der Sternenflotte durch die rätselhafte Zerstörung der Enterprise-E vor 3 Monaten überschattet, über deren Schicksal bis heute Stillschweigen gewahrt wird. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Enterprise-F die lange Tradition ihrer Vorgänger fortführen und als leuchtendes Beispiel für all das dienen wird, was die Sternenflotte repräsentiert.


Briefing zu Projekt Full Circle

An die Führungsoffiziere der  U.S.S. Odyssey NCC-91832 und U.S.S. Vengeance NCC-78473

Die Ereignisse ausserhalb der Milchstrasse, die zur Zerstörung der USS Enterprise NCC-1701-E führten, haben im Sternenflottenkommando zu grosser Sorge geführt. Der Verlust von rund 850 der besten Offiziere der Flotte, dessen Natur aufgrund der Umstände noch dazu geheim gehalten werden muss, sorgt auch in der Medienwelt für Aufmerksamkeit. Beunruhigend hierbei ist vor allem, dass sich die geschilderten Abläufe von denen an Bord der USS Enterprise NCC-1701 im 23. Jahrhundert unterscheiden.

Die Totalität
Der Bericht von Captain Data und dem Aussenteam der USS Vengeance NCC-78473 lässt vermuten, dass die Besatzung abhängig von ihrem ESP-Level von einer dritten Macht gesteuert wurde. Die Äusserungen des Chefingenieurs der Enterprise, der die ausgeprägtesten Veränderungen durchlaufen hat, legen nahe, dass sich diese Entität selbst als „Totalität“ bezeichnet und aufgrund der galaktischen Barriere keinen Zugang zur Milchstrasse hat. Tatsächlich scheint die Totalität bisher davon aus ausgegangen zu sein, dass es kein Leben mehr in unserer Galaxie gibt. Dass diese Annahme falsch war, dürfte sie nun mehr wissen. Ihre Absicht hat sie bei der letzten Konfrontation bereits offengelegt: In die Milchstrasse einzudringen und das Leben im Inneren dem „Frieden“ anzugliedern, den es über das Universum gebracht haben will. Hinzu kommt, dass die Totalität eine für uns nicht nachvollziehbare Furcht vor Androiden zu haben scheint. Ihre Bemühungen auf der Enterprise waren darauf fixiert, Captain Data zu neutralisieren. Weshalb dies der Fall ist, wissen wir nicht, doch wäre es gut möglich, dass die Anwesenheit des Captains der Grund dafür war, weshalb sich die Ereignisse von denen an Bord der USS Enterprise NCC-1701 unterscheiden.

Die Galaktische Barriere
Bedauerlicherweise wissen wir nicht viel über die galaktische Barriere. Sie ist ein fast undurchdringbares, negativ geladenes Energiefeld, das die Milchstrasse wie eine Haut umgibt. Da unseren Beobachtungen nach nur die Milchstrasse über eine solche Barriere verfügt, gehen die Wissenschaftler der Föderation bereits seit über 100 Jahren davon aus, dass es sich um ein künstliches Konstrukt handelt. Welches sowohl das Zentrum der Galaxie wie auch den Rand abschirmt. Wer die Barriere erschaffen hat und zu welchem Zweck ist bis heute unbekannt. Auch wodurch sie aufrecht erhalten wird, ist für uns noch rätselhaft. Doch existiert sie vermutlich bereits seit mehreren Milliarden Jahren. Die älteste Zivilisation, von der wir wissen, die möglicherweise diese Ereignisse miterlebt hat, sind die Urhumanoiden, deren Nachfahren wir nun als Dreyaner kennen.

Informationen der Dreyaner
Bei der Konsultation des in Stasis befindlichen Urhumanoiden, der die Computersysteme der dreyanischen Heimatsphäre „Hiyem“ kontrolliert, musste bedauerlicherweise festgestellt werden, dass die Informationen aus der Zeit der Urhumanoiden in der Milchstrasse kaum mehr existent sind. Er selbst hat sie auch nicht miterlebt, weshalb er kaum hilfreiche Auskünfte geben konnte. Er hat empfohlen, nach von jener Zeit stammenden dreyanischen Aussenposten in der Milchstrasse zu suchen, die hoffentlich mehr Informationen bieten können. Zumindest aber im von uns erforschten Bereich der Quadranten Alpha und Beta fanden sich bisher keine Hinweise auf eine solche Basis. Er konnte uns nur ein ungefähres Raumgebiet nennen, welches potentiell Basen der Urhumanoiden beinhalten könnte. Dieses liegt im Delta-Quadranten.

Mission
Die Sternenflotte möchte, dass wir dieser Sache nachgehen. Da die Führungscrews der USS Odyssey NCC-81832 und USS Vengeance über die grösste Erfahrung mit den Dreyanern – und somit den Urhumanoiden – verfügen, werden die Crews beider Schiffe zusammengeführt und die Odyssey diesbezüglich abkommandiert. Offiziell handelt es sich um eine wissenschaftliche Expidition in den Delta-Quadranten unter dem Namen Projekt „Full Circle“, um den Status der Völker zu ergründen, auf die die USS Voyager NCC-76241 in den 2370er Jahren gestossen ist. Inoffiziell sollen wir eine Basis der Urhumanoiden finden und weitere Informationen über die galaktische Barriere und die Totalität sammeln. Diese Mission muss gut vorbereitet werden und es gilt, ein gewaltiges Raumgebiet abzusuchen. Daher werden zurzeit mehrere Raumschiffe darauf vorbereitet, um uns zu begleiten.

Der Flugplan sieht dabei vor, dass wir die Route der USS Voyager nachverfolgen werden. Wir starten somit am äusseren Rand des Delta-Quadranten und arbeiten uns in Richtung Alpha-Quadranten vor. Begleitet werden wir von einem kleinen Flottenverband, der am Rande der Milchstrasse mit dem Auftrag beginnt, um im Falle eine Ausfalls der Quantenslipstreamantriebe im Verlauf der Mission möglichst nah an der Heimat zu sein, damit uns Rettungsschiffe schneller erreichen können bzw. die Rückflugdauer mit der Zeit kürzer wird.

Sobald alle Schiffe bereit sind, werden wir aufbrechen. Bis dahin gilt für die Besatzungen beider Schiffe noch ein ausgedehnter Landurlaub. Es wird voraussichtlich der letzte für eine Weile sein, der in der Heimat stattfinden kann.

Gez. Rear Admiral Nadine S. Keller


Eilmeldung: U.S.S. Enterprise NCC-1701-E zerstört

FNN, 06.07.2407

Die U.S.S. Enterprise NCC-1701-E wurde durch die Sternenflotte offiziell als zerstört gemeldet. Mit Ausnahme des Kommandanten, Captain Data, gilt die gesamte Besatzung von 849 Personen als verloren. Zu den Hintergründen dieser Katastrophe hüllt sich die Sternenflotte in Stillschweigen. Sie stuft die Geschehnisse als streng geheim ein.

Der Nachfolger des zerstörten Flaggschiffes der Sternenflotte soll bereits in den nächsten Woche vom Stapel laufen. Zu diesem Zweck wird das zweite geplante Raumschiff der Century-Klasse, die U.S.S. Yorktown, in die U.S.S. Enterprise NCC-1701-F umgetauft. Das Schiff soll erneut dem Kommando von Captain Data unterstehen.


Mission 124 + 125 – „Jenseits der Barriere (Teil 1 + 2)“

Missionsdatum: 17.02.2021

Zeit: 02. Juli 2407

Die USS Vengeance wird damit beauftragt, den Verbleib der USS Enterprise NCC-1701-E zu klären, die ein romulanisches Schiff verfolgt hat, mit dem Mitglieder des Zhat’Vash die Milchstraße verlassen wollten. Mit dabei die ehemalige romulanische Spionin, die die Vengeance während des Bürgerkrieges unterwandert hatte: Lizza Peyton. Doch ist der Kontakt vor wenigen Tagen abgebrochen. Die Vengeance erreicht dank ihres Quantenslipstreamantriebes innerhalb weniger Stunden die letzten bekannten Koordinaten der Enterprise. Die Spur führt durch die Galaktische Barriere, ein mysteriöses Energiefield, welches die Milchstraße umgibt und fast unmöglich zu durchdringen ist. Bisher hat es einzig die USS Enterprise NCC-1701 im 23. Jahrhundert unbeschadet hindurch geschafft.

Commander Vorik stellt eine direkte Korrelation zwischen der Geschwindigkeit her, mit der man die Barriere durchfliegt, und der Schädlichkeit für Schiff und Besatzung. So scheint das Eindringen in tiefere Subraumschichten sowie eine möglichst kurze Exposition Folgeschäden eher unwahrscheinlich zu machen. Somit wagt es die Vengeance, die Barriere mit ihrem Quantenslipstreamantrieb zu durchfliegen. Und tatsächlich gelingt es ihr, sie unbeschadet zu passieren.

Wenige Lichtjahre entfernt findet man die herrenlos wirkende Enterprise in der Nähe eines Trümmerfeldes, welches wohl Mal das romulanische Schiff gewesen ist. Ein Außenteam beamt hinüber, um das Schicksal der Enterprise-E zu ergründen. Auf der Brücke des energielosen Schiffes finden sie neben einem Leichnam an der CONN den deaktivierten Captain Data in seinem Bereitschaftsraum vor. Nach seiner Reaktivierung berichtet er, dass es zu Veränderungen in seiner Mannschaft kam, einige Stunden nachdem sie die galaktische Barriere passiert hatten. Sie veränderte sich zu großen Teilen, manche entwickelten übernatürliche Fähigkeiten, andere schiene zu Marionetten einer unbekannten Macht geworden zu sein. Und schließlich sei es zu einer Meuterei gekommen, die vor allem dem Ziel gefolgt sei, ihn zu zerstören. Er hatte sich deaktiviert in der Hoffnung, dass dies zu einer Beruhigung der Situation führen würde, bis ein Rettungsschiff eintrifft.

Das Außenteam teilt sich nun auf: Lareth, T’Mira und Peyton gehen zum Hauptmaschinenraum, um die Energie wiederherzustellen. Während Marterer und Data zum Hauptcomputer gehen, um dort die Informationen zu bergen, die man über die Veränderungen der Besatzung und die Effekte der Barriere gesammelt hat. Da das Team zum MR länger braucht, sehen Marterer und Data auf der Krankenstation vorbei, wo der LMO offenbar mehrere sich verändernde Crewmitglieder untersucht haben soll. Die Krankenstation gleicht einem Blutbad, neben zerfetzten Körperteilen sind die Wände von Blut bedeckt. Es gelingt nur einen der letzten Logbucheinträge des LMO wiederherzustellen: Darin berichtet er, dass sich die Crewmitglieder abhängig von ihrem ESP-Wert (Extra Sensory Perception) unterschiedlich veränderten: Manche blieben gleich, während anderen die Bereiche des Gehirns durchbrannten, die für die Eigenkontrolle verantwortlich sind. Das Crewmitglied mit dem höchsten ESP-Wert, der Chefingenieur, verändere sich aber völlig anders und habe silberne Augen entwickelt. Doch wurde an diesem Punkt der Eintrag unterbrochen.

Im Maschinenraum machen sich Lareth, T’Mira und Peyton daran, den Warpkern zu reaktivieren. Bevor Ihnen dies aber gelingt, betritt ein gelb-uniformierter Commander den Maschinenraum, dessen Augen silbern leuchten. T’Mira versucht ihn zu betäuben, doch wird sie von ihm mittels telekinetischer Kräfte in die Luft gehoben und wieder fallen gelassen. Dabei bricht sie sich die Sprunggelenke. Lareth und Peyton versuchen ihn mit ihren Waffen zu töten, doch haben sie keine Wirkung auf ihn. Viel mehr werden sie weggeschleudert und Peytons Arm auf bizarre Art deformiert. Der Unbekannte verlangt von Rhian, die Enterprise wieder flugtauglich zu machen, teilt ihr mit, dass er mit ihr in die Milchstraße einzudringen wünscht. Doch weigert sie sich. Marterer, der aufgrund einer ausbleibenden Antwort des zweiten Teams hinzukommt, nutzt die Ablenkung, um dem Unbekannten in den Rücken zu schießen. Tatsächlich wird er durch den Schuss verletzt, doch wendet er seine Aufmerksamkeit nun Marterer zu. Die Verletzung des Mannes heilt schnell und da er nun auf ihn aufmerksam ist, hat Marterer sein Überraschungsmoment verspielt. Selbst ein prolongierter Schuss auf maximaler Einstellung vermag es nicht, dem Fremden etwas anzutun. Dieser revanchiert sich damit, dass er Marterer bis zur Decke des Maschinenraums befördert. Im letzten Moment befiehlt er der Vengeance, alle zurückzubeamen.

Während die verletzten T’Mira und Peyton medizinisch versorgt werden, fällt auf der Brücke der Vengeance der Entschluss zur Zerstörung der Enterprise, da verhindert werden muss, dass dieses übermächtige Wesen in die Milchstraße gelangt. Nach einer ausgiebigen Diskussion wird die Enterprise von einer Salve Quantentorpedos vernichtet. Doch ergreift das Wesen, welches von sich selbst als Totalität spricht, die Kontrolle über das Bewusstsein von Counselor Bradley. Es erklärt, dass es nach all den Milliarden Jahren der Unklarheit nun endlich wisse, dass es noch intelligentes Leben in der Milchstraße gibt. Und dass sie offenbar daran arbeiten, künstliche Wesen zu entwickeln, um sie gegen die Totalität einzusetzen. Es kündigt seine Absicht an, die Lebewesen in der Milchstraße in den Frieden integrieren zu wollen, welches es im Kosmos geschaffen hat. Daraufhin verliert Bradley das Bewusstsein. Umgehend wird die Rückkehr der Vengeance in die Milchstraße angeordnet.


Einsatzorder #214901 an die USS Vengeance

An
Captain Bastian Erricson
USS Vengeance NCC-78473

Von
Admiral William T. Riker
Sternenflottenkommando

 

Sehr geehrter Captain Erricson

Vor 6 Tagen ist der Kontakt zur USS Enterprise NCC-1701-E abgebrochen. Die Enterprise, die aktuell dem Kommando von Captain Data untersteht, war damit beauftragt worden, ein romulanisches Schiff zu verfolgen, welches von Anhängern des Zhat’Vash mutmaßlich dazu genutzt werden sollte, um die Milchstraße zu verlassen. Besagte Individuen werden von der romulanischen Regierung sowie der Sternenflotte im Zusammenhang mit dem Staatsstreich auf Romulus sowie dem Mars-Zwischenfall gesucht. Das Schiff sollte gestoppt und die Besatzung zurückgeführt werden. 

Der Kontakt zur Enterprise brach ab, als diese sich der galaktischen Barriere annäherte. Wie Sie wissen, Captain, wird unsere Galaxie von einem gewaltigen Energiefeld umgeben, dessen Ursprung unklar ist. Da soweit uns bekannt nur die Milchstraße über eine solche Energiebarriere verfügt, liegt ein künstlicher Ursprung nahe. Doch ist bis heute unbekannt, wann, von wem und aus welchem Grund dieses Feld erschaffen wurde. Was wir jedoch wissen ist, dass fast jedes Schiff zerstört wurde, das versucht hat, es zu durchqueren. Die letzte erfolgreiche Passage der Barriere erfolgte im 23. Jahrhundert durch die USS Enterprise NCC-1701 unter Kommando von Captain James T. Kirk. Doch kam es in diesem Rahmen zu einem Zwischenfall, als Besatzungsmitglieder eine bis heute ungeklärte Veränderung durchliefen, durch die sie psychokinetische Kräfte entwickelten und dem Wahnsinn verfielen.

Die USS Vengeance NCC-78473 wird beauftragt, den Verbleib der Enterprise und ihrer Besatzung zu klären. Dazu ist sie aufgrund ihres Quantenslipstreamantriebes am besten geeignet. Vermeiden Sie zum Schutz Ihrer Besatzung wenn möglich den Kontakt mit der galaktischen Barriere. 

Viel Glück, Captain.

Gez. William Riker


Situationsbericht Mai 2407

Nachfolgend der Situationsbericht für Mai 2407:

  • Der Krieg zwischen dem Romulanischen Sternenimperium und den Remanern ist beendet. Praetorin Donatra und General Obisek haben den Friedensvertrag am 16. Mai 2407 abgezeichnet. In diesem erkennen sowohl die Romulaner, als auch die Föderation die neu gegründete, aber noch nicht benannte remanische Nation an. Alle Remaner werden nun aus dem romulanischen Imperium ausgeführt.
  • Verhandlungen zwischen der Vereinigten Föderation der Planeten und dem Romulanischen Sternenimperium bezüglich eines Koalitionsvertrages haben begonnen. Dieser soll den Weg für einen potentiellen Zusammenschluss beider Völker in Zukunft ebnen. Unter anderem soll der Vertrag vorsehen, dass sich die Sternenflotte zukünftig an der Verteidigung der romulanischen Grenzen beteiligt und die Bemühungen zum Wiederaufbau der verwüsteten romulanischen Welten unterstützt. Die öffentliche Meinung zu diesem Thema ist in beiden Nationen gespalten. Befürworter sehen eine einmalige Chance zum Frieden vor sich, während Gegner des Vorhabens um die Unabhängigkeit ihrer Nationen bangen.
  • Die romulanische Flüchtlingswelle der letzten Monate hat zu einer Überlastung der humanitären Auffangeinrichtungen an der romulanisch-föderalen Grenze geführt. Viele der Flüchtlinge weigern sich aus Furcht vor weiteren Eskalationen zurückzukehren, insbesondere Familien scheinen dauerhafte Zuflucht im Föderationsraum zu suchen. Der Föderationsrat berät zurzeit über die Möglichkeit, unbewohnte Klasse-M Welten im Föderationsraum den Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen, um sich dort niederzulassen.
  • Die USS Century NX-81921 wurde offiziell in den aktiven Dienst gestellt.
  • Die USS Enterprise NCC-1701-E wurde auf Bitten des romulanischen Senats damit beauftragt, ein romulanisches Schiff zu verfolgen, auf dem sich die meisten bekannten Mitglieder des Zhat Vash befinden. Sie beabsichtigen mutmaßlich, die Milchstraße zu verlassen, da sie davon überzeugt sind, dass alles Leben in ihr schon bald enden wird. Da die Galaxie von einer Energiebarriere umhüllt wird, welche bisher fast jedes Schiff zerstört hat, soll die Enterprise im Notfall eingreifen und die flüchtenden Romulaner aufhalten.

Mission 123 – „Das Ende des romulanischen Bürgerkrieges“

Missionsdatum: 06.01.2021

Zeit: 13. Mai 2407

Mehrere Wochen nach dem entscheidenden Schlacht zwischen den Romulanern und Remanern, in der beide Parteien den Großteil ihrer Flotten eingebüßt haben, ist nun endlich der Punkt erreicht worden, an dem beide bereit sind am Verhandlungstisch über Frieden zu sprechen. Auch weil es der Odyssey gelungen ist, durch die Zerstörung ihrer Thalaronwaffenschmiede den Remanern ihr letztes Druckmittel zu nehmen.

Die USS Vengeance hat den Auftrag erhalten, an die Grenze zwischen romulanischen und remanischen Raum zu fliegen und Obisek, den Anführer der Remaner, zu Sternenbasis 11 zu bringen, wo die Verhandlungen stattfinden sollen. Nach der Aufnahme des remanischen Anführers wird sofort ersichtlich, welch tiefe Spaltung entstanden ist, nachdem sich die Wege der Vengeance-Crew mit Obisek zuletzt geteilt haben. Doch bemühen sich alle beteiligten, möglichst professionell mit dieser schwierigen Situation umzugehen. Vor allem Cmdr. Martere und Lt. Muller fällt dies schwer.

Während die Vengeance das Beta Volantis-System durchfliegt, welches Schauplatz einer der größten Gefechte während des letzten Vorstoß der Remaner gewesen ist (das System ist gefüllt mit Trümmern und den Überbleibseln der Quantensingularitäten, die die romulanischen Warbirds angetrieben haben), wird sie unerklärlicherweise von mehreren Quantensingularitäten getroffen. Während die Brücke versucht herauszufinden, was dort draußen vorgeht, kommt es auf Deck 5 zu einem Energieausfall. Dort wird Obisek aktuell von Marterer, Muller und einem Sicherheitsteam zu seinem Quartier eskortiert. Ein unbekannter Angreifer beginnt damit, das Sicherheitsteam nach und nach auszuschalten.

Unterdessen hat die Vengeance ihre Route zurück verfolgt und das Beta Volantis-System verlassen. Die Energie auf Deck 5 wird wiederhergestellt und das Team stellt fest, dass jemand in einem Tarnanzug für das Verschwinden der Sicherheitsleute verantwortlich ist. Dabei hat diese Person auch einen Phaser an sich genommen, mit dem er versucht Obisek zu ermorden. Wohl um es so darzustellen, dass die Sternenflotte ihn aus Rache hingerichtet hat. Doch gelingt es den Angreifer hinter Kraftfeldern einzuschließen. Bevor man ihn richtig befragen könnte, stellt er den Phaser auf Überlastung. Im letzten Moment gelingt es, die Person samt Phaser ins Weltall zu beamen, wo es zur Explosion kommt. Auf der Brücke entdeckt man unterdessen ein getarntes romulanisches Schiff der Faeth-Klasse, welches auf Warp geht und verschwindet.

Nach Erreichen von Sternenbasis 11 treffen sich noch vor Beginn der Verhandlungen Admiral Keller, Captain Erricson und Botschafter Spock mit Praetorin Donatra. Diese gibt bekannt, dass das Romulanische Sternenimperium durch die Verschwörung des Tal’Shiar und den Bürgerkrieg am Rande des Kollaps stünde. Das Militär sei dezimiert, Millionen Flüchtlinge seien in den Föderationsraum geflohen und unzählige Welten verwüstet. Weder die Romulaner, noch die Remaner hätten noch Ressourcen, um sich gegen äußere Feinde verteidigen zu können. Insbesondere stehe zu befürchten, dass die Klingonen diese Situation ausnutzen würden, sobald sie davon erfahren. Daher habe sie – aufbauend auf der jahrelangen Vorarbeit von Botschafter Spock und Botschafter Picard – den Senat davon überzeugen können, dass es an der Zeit sei, sich der Föderation weiter anzunähern und sogar auf eine Mitgliedschaft im Völkerbund hinzuarbeiten. Was, wie Botschafter Spock verrät, ein einmaliger Prozess sein wird, da sich noch nie ein so großes Reich der Föderation angeschlossen habe. Ein Prozess, der sich über Jahre bis Jahrzehnte hinziehen könnte. Doch hoffen alle, das bereits die Ankündigung der Mitgliedschaftsverhandlungen dazu führen werden, dass die Klingonen keinen Angriff auf die Romulaner wagen werden.


Mission 122 – „Zeta Volantis“

Missionsdatum: 09.12.2020

Zeit: 21. April 2407

Als die Remaner ihren Vorstoß gegen die romulanische Verteidigungslinie starten, nutzt die Odyssey die Ablenkung, um hinter die feindlichen Linien zu schlüpfen und ins Zeta Volantis System zu fliegen. Dort befindet sich eine Waffenproduktionsstätte, in der die gestohlenen Thalaronkristalle in Waffensysteme verbaut werden. Während die Odyssey sich in der oberen Atmosphäre eines äußeren Gasriesen versteckt, fliegt ein Außenteam unter LtCmdr. Selok in einem Shuttle zu der Raumstation, auf der die Waffen gefertigt werden. Es gelingt unbemerkt dorthin zu kommen. Die Station befindet sich über einem halb zerstörten Planeten, dessen Kern frei liegt. Der Bereich der Station, in dem die Kristalle gelagert werden, scheint ein Modul zu sein, welches nachgerüstet wurde. Nach einer längeren Diskussion entschließt sich das Team dazu, das Modul mittels Phaserstrahlen vom restlichen Stationskörper abzutrennen und mit einem Traktorstrahl in den Planetenkern zu befördern. Dadurch werden sämtliche Kristalle ohne Kollateralschäden zerstört. Natürlich wird das Sternenflottenshuttle entdeckt und von Abfangjägern verfolgt. Doch gelingt dem Team zusammen mit der Odyssey die Flucht, bevor weitere Verstärkung der Remaner eintreffen kann.


FNN Eilmeldung: Neuer Oberkommandierender der Sternenflotte berufen

San Francisco, Erde, 23.04.2407

Das Sternenflottenkommando hat bekannt gegeben, dass der ehemalige Sternenflottenoffizier und zuletzt Botschafter der Föderation zu Romulus, Jean-Luc Picard, mit sofortiger Wirkung zum Commander-in-Chief der Sternenflotte berufen wurde. Die Vereidigung erfolgte im Beisein des Föderationsrates unter tosendem Applaus. Admiral Picard ist eine der prominentesten Persönlichkeiten in der Sternenflotte und gilt als einer ihrer besten Kommandeure und Diplomaten. Genannt wird er auf einer Stufe mit Jonathan Archer und James T. Kirk. Die Ernennung erfolgte, nachdem Picard in den letzten Wochen maßgeblich daran beteiligt war, im zerrütteten Verhältnis zwischen dem SFC, Föderationsrat und Präsidenten zu vermitteln und die Ordnung wiederherzustellen. Ungewöhnlich dabei ist, dass er als erster neuer Oberkommandierender aus dem Ruhestand reaktiviert wurde. Dies nachdem er über Jahrzehnte als Botschafter an der Vertiefung des Verhältnisses zwischen der Föderation und der Romulanischen Republik mitwirkte. Dabei arbeitete er intensiv mit dem namhaften Botschafter Spock zusammen, der seit den 2360ern darum bemüht ist, die Wiedervereinigung der vulkanischen und romulanischen Völker herbeizuführen.

Admiral Picard ließ im Rahmen einer inspirierenden Rede verlauten, dass er alles daran setzen werde, den Frieden im romulanischen Imperium wiederherzustellen. Zusammen mit Botschafter Spock und Praetorin Donatra wolle er daran arbeiten, die Distanz zwischen den Remanern, Romulanern und der Föderation zu verringern. Nie zuvor sei es notwendiger gewesen, dass die Föderation entschlossen auftrete, um für Frieden in unserem Teil der Galaxie zu sorgen. Und richtig angegangen erwarte er, dass aus der bisherigen Partnerschaft zwischen Föderation und Romulanern eine innige Freundschaft werden könne. Sofern die Föderation sich nun als verlässlicher Partner erweise.


FNN News: Die religiösen Hardliner hinter Oh

Auch Monate nach der Aufdeckung eines der größten Skandale der Sternenflottengeschichte, bestehen noch unzählige offene Fragen bezüglich der Motive der mittlerweile verstorbenen Praetorin und ehemaligen Sicherheitschefin der Sternenflotte, Admiral Oh. Warum es ihr und ihren Mitverschörern vom Tal’Shiar so wichtig war, die Kontrolle über die romulanische Volk zu übernehmen und es in einen Krieg mit der Föderation zu führen. Und warum es ihnen so wichtig war, auf ihrem Weg dorthin ein Verbot künstlicher Intelligenz herbeizuführen.

Eine der umstrittensten Theorien, nach der die Praetorin eine religiöse Sekte anführte, scheint dabei gar nicht so weit von der Realität entfernt gewesen zu sein, wie es die meisten vermutet haben. Uns zugespielten Informationen zufolge hört diese Gruppe auf den Namen Zhat Vash und soll jede Form von künstlicher Intelligenz vehement ablehnen. Dies aus der Überzeugung heraus, dass alles Leben in der Galaxie ausgelöscht wird, sobald sie einen bestimmten Entwicklungsstand überschritten haben. Doch inwiefern dieser aberwitzige Glaube mit den verheerenden Ereignissen der letzten Monaten zusammenhängt, die durch Oh losgetreten wurden, ist noch unbekannt. Und es erscheint fraglich, ob dieses Rätsel jemals gelöst werden wird. Denn während das Sternenimperium im Chaos versinkt, sollen die Anhänger des Zhat Vash ihre Pläne aufgegeben und sich an Bord eines Raumschiffes auf den Weg gemacht haben, um unsere Galaxie zu verlassen. Eine Pilgerreise in die unendliche Leere zwischen den Galaxien, welche als Grab für die hunderten romulanischen Seelen dienen dürfte, die an diesen Unsinn glauben. Vorausgesetzt ihnen gelingt es, die galaktische Barriere zu überwinden.


Computerlogbuch, Rear Admiral Nadine S. Keller, Sternzeit 84261 (06.04.2407)

Von Tag zu Tag strömen mehr und mehr romulanische Flüchtlinge in den Föderationsraum. Wenn gleich die taktischen Karte einem das Gefühl vermittelt, dass es eine klare Front in diesem Bürgerkrieg gibt, scheint das Chaos allgegenwärtig zu sein. Auf jedem Planeten, wo Remaner gelebt haben, kam es auf die eine oder andere Weise zu Verwüstungen. Zivilisten und Familien, die sich nicht mehr sicher fühlen, erhoffen in der Föderation Zuflucht zu finden… Der Gewalt zu entgehen, die allgegenwärtig ist. Jede Sternenbasis an der Grenze hat mittlerweile Auffanglager eingerichtet, doch wird man den stetig wachsenden Zahlen kaum gerecht. Alleine bei uns auf Sternenbasis 11 sind es mittlerweile mehrere zehntausende Romulaner. Tendenz steigend.

Zahlenmäßig mögen die Remaner deutlich in der Minderzahl sein, doch ihre Entschlossenheit, Stärke und Widerstandsfähigkeit machen sie zu den perfekten Kriegern. Rückzug ist kein Wort, welches die Remaner zu kennen scheinen. Es dürfte also nun mehr genau das eingetreten zu sein, was die Romulaner immer befürchtet haben… Warum sie die Remaner über all die Jahrhunderte unterdrückt haben. Jetzt wo sie an einem Strang ziehen, sind sie eine Kraft, die kaum zu stoppen ist. Noch weniger, solange das romulanische Militär gespalten ist.

Aktuell gibt es hier zwei Seiten. Die Admiral Sela und Praetorin Donatra unterstützende imperiale Marine. Und der konservative Teil, der sich hinter Admiral Trumpor vereinigt hat. Der ohne jede Gnade die remanische Bedrohung auslöschen möchte, vor allem, solange diese im Besitz einer Thalaronwaffe sind. Eine Waffe, die ihnen Motiv und Rechtfertigung gibt, diplomatische Lösungen abzulehnen. So wie ich es verstehe, ist der Besitz der Thalaronwaffe für Trumpor eines der Hauptargumente, um den weniger aggressiven Weg Donatras abzulehnen. Und nach dem Desaster von Xi Hydrae haben sich beide Parteien nur noch weiter entfremdet. Die Lösung, die sie nun mehr gewählt haben, erscheint mir etwas kindisch und wenig zielführend. Doch könnten sie so zumindest vermeiden, aneinander zu geraten. Trumpors Kräfte haben sich bei Gamma Crucis und Delta Hydri gesammelt und konzentrieren sich auf die Verteidigung der nördlichen Sektoren. Die imperiale Navy konzentriert sich auf die Verteidigung der Sektoren um Beta Volantis und Mu Horologii. Alles, was die Romulaner haben, wird nun dort gebunden. Wenn die romulanischen Flotten denen der Remaner jetzt unterliegen, wird es nichts mehr geben, was die Remaner aufhält.

Es fällt mir weiterhin schwer zu akzeptieren, dass wir uns in dieser Sache nicht einmischen können. Würde die Sternenflotte die romulanische Verteidigung verstärken, würden wir den remanischen Fortschritt zumindest aufhalten können. Und somit Zeit gewinnen, um an einer diplomatischen Lösung zu arbeiten. Doch solange die Remaner die Oberhand haben und die Romulaner zerstritten sind, werden wir sie kaum an den Verhandlungstisch bekommen. Erst recht nicht, solange die Remaner noch ein weiteres Ass in der Hinterhand haben: Die gestohlene Thalaronwaffe. Wenn gleich die Remaner sie bisher noch nicht eingesetzt haben, gibt es ihnen doch ein Instrument der Abschreckung. Eine Massenvernichtungswaffe, die nicht nur durch ihre bloße Zerstörungskraft ein Problem für uns darstellt, sondern auch durch ihre symbolische Wirkung. Durch die Tatsache, zur Spaltung der Romulaner beizutragen, indem sie Trumpor ein nicht von der Hand zu weisendes Argument verschafft, seinen Weg zu verfolgen.

Ich habe die letzten Tage intensiv über dieses Problem nachgedacht. Habe mir den Kopf darüber zerbrochen, was hier das Richtige ist. Ich bin davon überzeugt, dass es falsch ist, sich aus diesem Konflikt rauszuhalten. Dass es falsch ist, den Remanern zu erlauben, weiterhin im Besitz einer solchen Waffe zu sein. Vor allem, da indirekt wir dafür verantwortlich sind, dass es ihnen gelungen ist. Daher habe ich einen Entschluss gefasst, der möglicherweise meine Karriere beenden könnte… Aber zumindest mein Gewissen beruhigen wird. Ich habe mich entschlossen, die Bedrohung durch Thalaronwaffen ein für allemal zu beenden.

Nach einem längeren Gespräch mit Praetorin Donatra ist sie damit einverstanden, das Endlager auf Devoras endgültig zu zerstören. Und damit alle Thalaronemitterkristalle, die im Imperium existieren. Um das sicherzustellen, werde ich die Vengeancen dorthin beordern, um die Vernichtung des Endlagers zu überwachen. Im Gegenzug werde ich mit der Odyssey ins remanische Gebiet vorstoßen, um die remanische Thalaronwaffenfertigungsanlage zu zerstören. Geheimdienstinformationen zufolge befindet sich diese im Zeta Volantis System. In einer unterirdischen Anlage, die unterhalb einer von den Remanern besetzen romulanischen Siedlung liegt. Wenn es uns gelingt, die Thalaronwaffe zu zerstören, wird dies Trumpor den Wind aus den Segeln nehmen. Und Donatra die Chance geben, ihr gespaltenes MIlitär wieder zu einen. Doch wird das Timing entscheidend sein. Wir müssen abwarten… Warten bis die Remaner ihre nächste Großoffensive starten. Sobald ihre Streitkräfte im Gefecht gebunden sind, dürfte die Gegenwehr bei Zeta Volantis minimal sein. Hoffen wir nur, dass ich diese Entscheidung nicht bereuen werde. Und dieser Bürgerkrieg endet, bevor nichts mehr vom einst so stolzen romulanischen Sternenimperium übrig ist.

 

Logbuch Nachtrag, 09.04.2407

Auf Anraten von Bastian Erricson habe ich zwischenzeitlich mit Admiral Riker auf der Erde gesprochen. Er kann offenbar meinen Wunsch einzugreifen nachvollziehen, kann mich in meinem Vorhaben allerdings nicht unterstützen, da es aktuell außerhalb seiner Zuständigkeit liegen würde. Als Verantwortliche vor Ort sei das viel mehr meine Entscheidung, die ich später gegenüber dem Sternenflottenkommando rechtfertigen muss. Er hat mir geraten, die geplante Intervention aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Nicht als Eingriff in den internen Konflikt einer souveränen Nation. Sondern als Neutralisierung einer illegalen Waffentechnologie, die die Sicherheit der Föderation bedroht. Unter dem Aspekt würde ich die Oberste Direktive nicht verletzen, auch wenn eine solch… militärische Herangehensweise wohl kaum bei allen gut ankommen wird. Und zumindest würde ich meine Karriere nicht gegen die Wand fahren.

Erfreulich ist, dass die internen Untersuchungen im Sternenflottenkommando keine weiteren Verbindungen zum Tal’Shiar aufgezeigt haben. Der Neuaufbau der Führungsebene des SFC kommt wohl in die heiße Phase und wie mir Will verraten hat, scheint der Präsident Botschafter Picard als neuen Oberkommandierenden ins Auge gefasst zu haben. Dies nicht nur wegen seiner Leistungen in der Vergangenheit, sondern vor allem, weil er entscheidend dazu beigetragen hat, Ordnung in das Chaos auf der Erde zu bringen. Noch steht nicht fest, ob er tatsächlich reaktiviert und auf den höchsten Posten in der Sternenflotte gesetzt wird. Aber ich muss sagen, dass ich eine der ersten wäre, die seine Ernennung begrüßen würde.


Mission 121 – „Konfrontation bei Xi Hydrae“

Missionsdatum: 25.11.2020

Zeit: 25. März 2407

Als die USS Odyssey den Planeten Xi Hydrae III erreicht, sieht sich das Sternenflottenschiff zwei sich entgegenstehenden romulanischen Kontrahenten entgegen: Einem Warbird der D’Deridex-Klasse, der von Admiral Sela geschickt wurde, um die Kolonie zu evakuieren. Und drei Warbirds von Admiral Trumpor, der entschlossen scheint, die Welt zu verteidigen, statt sie den Remanern zu überlassen. Während Admiral Keller mit beiden Parteien in Verhandlungen tritt, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, beamen Außenteams hinab, um die Evakuierung der Kolonisten auf die Odyssey vorzubereiten.

Das Team von Commander Selok, dem neuen taktischen Offizier der Odyssey, beamt hinab und beginnt mit dem Aufbau von Musterverstärkern, um die Massenevakuierung zu beschleunigen. Dabei werden Lt Evans, Brown und Plaure auf ein Kind aufmerksam, das sich in einer Seitengasse versteckt. Wie sich herausstellt, handelt es sich um ein remanisches Mädchen namens Mora. Es läuft weg. Evans und Plaure verfolgen es in einen Keller, in dem sich eine ganze Gruppe von Remanern versteckt. Alle scheinen misshandelt oder verletzt worden zu sein, wie der Anführer preisgibt, von den Romulanern, denen die Kolonie gehört.

Evans informiert umgehend Selok über die Entdeckung, der den Anführer der romulanischen Siedlung damit konfrontiert. Dieser behauptet, es handle sich um Rebellen, die gewalttätig geworden seien, als sich die Remaner im Imperium erhoben hätten. Man habe nicht gewusst, dass es noch welche in der Siedlung gäbe. Zudem seien nicht alle Kolonisten damit einverstanden, auf ein Schiff der Sternenflotte zu gehen. Wer gehen wolle, dürfe das, doch würde der Rest hierbleiben, um die restlichen Remaner auszulöschen und die Angreifer zu abzuwehren, wenn diese kommen.

Wenige Minuten später wird das Sternenflottenpersonal zurück an Bord geholt, da mehrere remanische Schiffe in das System eindringen. Admiral Kellers Versuch, eine diplomatische Lösung herbeizuführen, verpufft jedoch schnell, da die Schiffe von Trumpor das Feuer eröffnen, um die Remaner zu vertreiben. Es entbrennt ein Feuergefecht, in dessen Rahmen der imperiale D’Deridex ins Kreuzfeuer gerät und sich zurückzieht. Und entsprechend der Befehle des Sternenflottenkommandos, nicht militärisch involviert zu werden, zieht auch die Odyssey sich zurück. Mit nur 800 evakuierten Romulanern an Bord.

 

Nachtrag:

Computerlogbuch, Rear Admiral Nadine S. Keller, Sternzeit 84230 (26.03.2407)

Die Evakuierungsmission von Xi Hydrae verlief bedauerlicherweise nicht wie erwartet. Insgesamt konnten lediglich 1340 Romulaner von uns und dem D’Derideck evakuiert werden. Der Ausbruch des Kampfes zwischen den Schiffen von Trumpor und denen der Remaner hat uns einen ziemlichen Strich durch die Rechnung gemacht… Verblüfft daran hat mich vor allem, dass die Remaner offenbar gewillt waren, uns eine Frist zu gewähren, um die Evakuierung abzuschließen. Umso mehr hat mich die neuste Meldung des Geheimdienstes überrascht, dass die Remaner nach Zerstörung von Trumpors Schiffen nicht etwa die Bevölkerung des Planeten ausgelöscht haben… Sondern sie den Planeten haben verlassen lassen.

Das wirft für mich ein völlig neues Licht auf die remanische Rebellion. Sie mögen aggressiv und entschlossen vorgehen, aber sie sind nicht skrupellos… Und richten nicht unschuldige Zivilisten hin. Vielleicht also wird es doch möglich sein, vernünftig mit Obisek zu reden. Und den Konflikt irgendwie friedlich beizulegen.

Was mich jedoch beunruhigt ist der Zustand der Remaner, die eines unserer Außenteams geborgen hat. Gemäss meiner Chefärztin sind ihre Verletzungen teils Monate bis Jahre alt. Die schwereren Verletzungen scheinen ihnen im Kampf zugefügt worden zu sein… Auf mehr als brutale Art und weise. Es wurde sogar ein kleines Mädchen geborgen, welches… Ich wage es kaum auszusprechen… von einem Romulaner geschwängert wurde. Es scheint so, als hätten einige Remaner trotz der neuen liberalen Ausrichtung der Romulanischen Repbulik weiterhin Sklaverei und Missbrauch in den entlegeneren Kolonien erfahren, von der die Zentralregierung nichts wusste. Ich muss gestehen, dass ich die Motivation der Remaner nun besser nachvollziehen kann als zuvor. Und mich frage, ob unser bisheriges Schwarz-Weiß-Denken bezüglich des Bürgerkrieges nicht etwas zu vereinfacht gewesen ist…


Computerlogbuch, Rear Admiral Nadine S. Keller, Sternzeit 84225 (24.03.2407)

Mit Besorgnis verfolge ich, wie das romulanische Sternenimperium von Tag zu Tag dem Abgrund näher kommt. Während die Remaner geschlossen die Front tiefer und tiefer in das Innere des Territorium ihrer einstigen Unterdrücker treiben, sind die romulanische Regierung und deren Militär zerrütteter denn je. Donatra wurde zwar erneut als Praetorin vom Senat akzeptiert, doch wollen dies die konservativen Kräfte im Imeprium nicht akzeptieren. Zahlreiche Provinzen in der Nähe der remanischen Besatzungszone und einige Admiräle der imperialen Navy verweigern die Anerkennung von Donatras Autorität und Verweigern die Zusammenarbeit mit dem Flottenkommando. Insbesondere weil Donatra versuchen will, eine friedliche Lösung herbeizuführen. Alles andere als ideale Voraussetzungen, um einen so motivierten Feind abzuwehren, wie es die Remaner sind.

Ebenso schwer fällt es mir, einfach an der Seitenlinie zu stehen und nicht unternehmen zu können, was diesen Konflikt beenden könnte. Während immer mehr Flüchtlinge Zuflucht in der Föderation suchen wollen, konzentrieren sich unsere Bemühungen aktuell vor allem auf Hilfsmissionen im grenznahen Raum. Konzentriert auf die Welten, die unter dem Staatsstreich des Tal’Shiar besonders gelitten haben. Die Vengeance konzentriert sich auf Hilfsmissionen, die tiefer in das romulanische Gebiet führen, da sie dank ihres Quantenslipstreamantriebes als Rapid-Responder agieren kann. Die Odyssey hingegen hat sich bislang bei Sternenbasis 11 aufgehalten. Was sich nun ändern wird.

Xi Hydrae III, eine romulanische Kolonie an der Grenze zur remanischen Besatzungszone, beherbergt rund 60.000 Kolonisten. Und wenn die Remaner im bisherigen Tempo weiter expandieren, wird die Kolonie bereits in wenigen Tagen fallen. Aus diesem Grund soll sie evakuiert werden. Gemäss Admiral Sela besteht jedoch zurzeit das Problem, dass der Kommandeur des Sektors, Admiral Trumpor, ein konservativer Hardliner ist. Er sowie die meisten Kolonien in diesem Sektor verweigern die Zusammenarbeit mit Sela, die nun wieder für Donatras Regierung arbeitet. Xi Hydrae III ist als größte Kolonie des Sektors und deswegen äußerst gefährdet. Sela hat einen Warbird der D’Deridex-Klasse entsandt, um entgegen des Willens von Admiral Trumpor die Evakuierung zu starten. Transportschiffe sind unterwegs, werden aber wahrscheinlich viel zu spät ankommen. Und da sie mehr Schiffe zurzeit nicht entbehren kann, habe ich angeboten, mit der Odyssey auszuhelfen. Dank unseres Slipstreamantriebes und der großen Evakuierungskapazität, können wir hoffentlich die gesamte Kolonie evakuieren, noch bevor die Remaner ankommen. Sofern uns Trumpor und die Kolonisten selbst da keinen Strich durch die Rechnung machen.


Computerlogbuch, Rear Admiral Nadine S. Keller, Sternzeit 84198 (14.03.2407)

Nach der Rückkehr des Infiltrationsteams von Romulus war ich froh, Commander Marterer und seinen Leuten gratulieren zu können. Wenn gleich die Mission einen etwas anderen Verlauf nahm als erwartet, ist das Ergebnis als durchaus positiv zu werten. Der Tod von Praetorin Oh hat dazu geführt, dass sich die Föderation nun nicht länger über einen Angriff der Romulaner Sorgen machen muss. Allerdings fürchte ich, dass die Enthüllungen über Oh und den Tal’Shiar ein eher schwieriges Nachspiel haben werden.

Der Senat hat die Rückkehr von Praetorin Donatra zwar akzeptiert, doch sieht diese sich nun gleich dreierlei Problemen ausgesetzt, die die Existenz des Imperiums bedrohen könnten. Und ja, offenbar hat Donatra entschieden, ihre Nation nicht ein weiteres Mal umzubenennen: Es bleibt also vorerst beim Romulanischen Sternenimperium.

Auf der einen Seite strebt sie nun mehr die endgültige Auflösung des Tal’Shiar an, was sich jedoch als schwieriger erweisen dürfte als erhofft. Denn der Tal’Shiar hat tief verwurzelte Verbindungen in alle Bereiche des Sternenimperiums. Sie hat befohlen, dass alle Mitglieder des Tal’Shiar als potentielle Mitverschwörer inhaftiert und befragt werden. Mit der Ausnahme der Frau, die wir als Lizza Peyton kennen. Aufgrund ihrer entscheidenden Rolle beim Sturz von Oh wurde sie von Donatra begnadigt. Und da sie unseren Leuten das Leben gerettet hat, neige ich dazu, auch von Seiten der Sternenflotte keine weitere Strafverfolgung anzustreben. Ich hoffe nur, dass sie den Neuanfang erhalten wird, den sie verdient.

Abgesehen vom Tal’Shiar hat Donatra aber auch mit Unruhen in der eigenen Bevölkerung zu kämpfen. Bedauerlicherweise nicht länger in Form von friedlichen Demonstrationen gegen den remanischen Genozid. Die Explosion einer Bombe auf dem Vorplatz des romulanischen Senats hat hunderte Todesopfer gefordert. Und die Untersuchungen deuten eindeutig auf einen remanischen Ursprung hin. Was mir nur bedingt glaubwürdig erscheint. Ich halte es vielmehr für wahrscheinlich, dass Oh uns ein letztes Abschiedsgeschenk hinterlassen hat. Es ist doch ein großer Zufall, dass diese Bombe während der Sitzung explodiert ist. Ich denke, sie hat die Explosion arrangiert, um Unterstützung für ein härteres Vorgehen gegen die Remaner zu gewinnen. Sowas nannte man auf der Erde einst einen Angriff unter falscher Flagge. Es scheint ihr auf jeden Fall gelungen zu sein, denn die Bevölkerung fordert in dem Glauben an die Schuld der Remaner Vergeltung. Mehr denn je ist die Stimmung aufgeheizt und selbst die liberalsten Romulaner fordern das Ende der remanischen Rebellion mit aller Härte zu erzwingen.

Die remanische Bedrohung für die Romulaner hat sich jedenfalls auch ohne die Bombe weiter zugespitzt. Unzählige Welten wurden im Rahmen der Ausschreitungen verwüstet. Und was als eher unkoordinierter Protest begann, hat sich nun mehr zu einer organisierten Revolution weiterentwickelt. Die Remaner gehen mittlerweile allem Anschein nach äußerst organisiert vor, angeführt von Obisek. Sie konsolidieren ihre Kräfte am äußeren Rand des romulanischen Gebietes und Geheimdienstberichten zufolge ist es ihnen sogar gelungen, romulanische Kriegsschiffe zu erbeuten. Obisek baut sich allem Anschein nach eine eigene Flotte auf. Und irgendetwas sagt mir, dass er damit keinen Friedensmarsch anführen will.

Der Föderationsrat hat zu allem Überfluss nun mehr entschieden, dass sich die Sternenflotte nicht weiter in den romulanischen Bürgerkrieg einmischen wird. Zumindest nicht militärisch, denn Hilfslieferungen und Unterstützung der zivilen Bevölkerung sind uns erlaubt geblieben. Bedauerlicherweise heißt das aber auch, dass Donatra mit einem zerrütteten Militär gegen einen überaus motivierten Feind ankämpfen muss, der nicht ruhen wird, bis er den Krieg gewonnen hat. Hoffen wir nur, dass sich alle Beteiligten überwinden können, sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Denn sonst ahne ich nichts Gutes für die Zukunft unserer romulanischen Alliierten.


Mission 120 – „Vor dem Senat“

Missionsdatum: 11.11.2020

Zeit: 10. März 2407

Ein Infiltrationsteam der Sternenflotte, dem Commander Marterer, Lieutenant Muller, Centurion Lareth und Lieutenant T’Mira angehören, erreicht auf einem von Admiral Sela bereitgestelltem Scoutschiff Neu Romulus und wird in die Hauptstadt gebeamt. Dort wollen sie sich als romulanische Offiziere getarnt Zugang zum Senatsgebäude verschaffen, vor dem eine große Demonstration stattfindet, welcher den Genozid an den Remanern anprangert. Am Haupteingang schöpft der Wachoffizier jedoch verdacht und bringt das Außenteam in eine Überprüfungsstation in der Nähe.

Dort treffen sie auf Lizza Peyton, die tatsächlich Centurion List ist, eine Agentin des Tal’Shiar. Nach einer längeren Diskussion gelingt es dem Team, sie von Praetorin Oh’s falschem Spiel zu überzeugen. Sie bringt sie daraufhin in das Gebäude und den Senatssaal, wo sie mitten in eine Sitzung des Senats stürmen. Marterer nutzt ein PADD mit Holoprojektor, um die Beweise der Sternenflotte gegen Oh und den Tal’Shiar in den Raum zu projizieren. Colonel Narissa – die Schwester von Lizza – versucht dies mit Waffengewalt zu verhindern, doch erschießt Lizza sie kurz bevor sie Colonel Marterer ausschalten kann. Praetorin Oh hetzt daraufhin ihre Wachen auf die Gruppe, doch gebietet eine Senatorin dem Einhalt. Sie und ein weiterer Senator, der sich später als Senator Tomalak vorstellen wird, fordern eine Stellungnahme von Oh zu den Informationen, die sie gerade vor sich sehen. Oh befiehlt jedoch – als eine Explosion vor dem Gebäude alle ablenkt – die sofortige Exekution der Senatoren. Bevor die Soldaten des Tal’Shiar dies umsetzen können, erschießt die von Trauer über das Schicksal ihrer Schwester gepackte Lizza die Praetorin mit ihrem Disruptor und vaporisiert sie. Senator Tomalak erreicht daraufhin, dass alle Beteiligten ihre Waffen niederlegen, bevor weiteres Blut vergossen wird.


Computerlogbuch, Rear Admiral Nadine S. Keller, Sternzeit 84165 (02.03.2407)

Wenn gleich wir die Unterstützung von Admiral Sela im Kampf gegen Praetorin Oh gewonnen haben, scheint es so, als wären wir dem Sieg kein Stückchen näher gekommen. Obisek hat erst vor kurzem eine Ansprache via Subraum ausgestrahlt, durch die nun alle im Sternenimperium sowie in der Föderation davon wissen, dass die Bevölkerung von Crateris auf Befehl von Praetorin Oh mit einer Thalaronwaffe ausgelöscht wurde. Gefolgt von einer Aufforderung an alle verbliebenen Remaner im Imperium, sich gegen ihre Unterdrücker aufzulehnen. Die Ansprache war tatsächlich inspirierend und erinnerte mich an zahlreiche andere Aufrufe zur Revolution in der Geschichte. Wenn es sein Ziel war, eine solche auszulösen, so war er damit erfolgreich. Der Geheimdienst der Sternenflotte berichtet, dass im gesamten Sternenimperium Unruhen und Ausschreitungen ausgebrochen sind. Dabei sind es nicht nur die Remaner, die sich auflehnen, die Wut über das Schicksal ihrer Brüder und Schwestern rächen wollen und in diesem Rahmen ganze Städte verwüsten. Es scheinen sich auch immer mehr Stimmen liberaler Kräfte in der romulanischen Bevölkerung zu erheben, die die Rückkehr zu den konservativen Werten nicht gutheißen. Und für die das Schicksal von Crateris das Fass hat überlaufen lassen.

Unseren Bemühungen jedoch, gegen Praetorin Oh vorzugehen, kommt das nicht entgegen. Admiral Sela hat uns gegenüber erklärt, dass der Senat aktuell hinter Oh stehe, da sie die Föderation und Donatra durch geschickte Manipulationen als Feind deklariert hat. Und die Bedrohung durch die Rentner scheint ihre Haltung zu bekräftigen. Doch habe Sela aufgrund der sich zuspitzenden remanischen Situation nicht die Ressourcen, parallel gegen Oh vorzugehen. Obisek und die Aufstände zu stoppen hat für sie zurzeit oberste Priorität. Ich sehe eine düstere Zukunft vor uns, sollte die Lage weiter eskalieren. Es wird zu einem Bürgerkrieg kommen, der das romulanische Volk tief spalten und die remanische Rasse möglicherweise auslöschen wird. Und um das gespaltene Volk zu einen, wird Oh nichts anderes übrig bleiben, als einen neuen Feind in dessen Fokus zu rücken. Und das wird die Föderation sein.

Der Föderationsrat hat nach wie vor keine Entscheidung bezüglich unserer Rolle in diesen historischen Tagen getroffen. Zu weit scheint das Chaos im Sternenflottenkommando seine Schatten zu werfen. Weshalb ich selbst entscheiden muss, wie wir in dieser Sache vorgehen wollen. Den Direktiven und Richtlinien der Sternenflotte folgend dürfen wir uns in dieser Sache nicht einmischen. Streng genommen handelt es sich um einen internen Konflikt, egal ob dies in Zukunft für uns gefährlich werden könnte oder ob der Tal’Shiar uns angegriffen hat. Ich wäre eigentlich dazu verpflichtet abzuwarten und lediglich unsere Grenzen zu verteidigen. Doch muss ich gestehen, dass ich das nur wider besseren Wissens tun könnte. Historisch gesehen mag im kleinen Kontext die Nichteinmischungsdirektive stehts von Vorteil für uns und andere gewesen zu sein. Doch wenn es um die galaktische Politik geht, führte unsere Zurückhaltung immer dazu, dass entweder der Status quo erhalten blieb oder sich ein Abgrund auftat, der am Ende allen schadete. Dies wird auch hier der Fall sein. Wenn wir nichts tun, wird den romulanischen und remanischen Völkern ein großes Leid bevorstehen, Praetorin Oh wird wahrscheinlich gewinnen und die Föderation sich wieder einem ihr feindlich gesinnten Sternenimperium gegenüber sehen. Und selbst wenn Donatra die Macht wieder übernehmen kann: Was wird sie über einen Alliierten denken, der tatenlos zugesehen hat, als ihr Volk in der Dunkelheit versank? Wie sollen die Romulaner uns jemals als Partner vertrauen? Nein, das kann nicht der Weg sein, der uns in die Zukunft führt. Denken wir in der Geschichte zurück, so entdecken wir, dass die großen Schritte immer den Mut weniger erforderten. Ich denke hierbei beispielsweise an das Opfer der Enterprise-C, welches zum Frieden mit den Klingonen führte. Auch sie hätten sich zurückhalten müssen, als die Klingonen um Hilfe riefen. Doch sie taten es nicht… Und nun ist es die legitime Führerin des romulanischen Volkes, die uns um Hilfe ruft. Und ich werde die Augen nicht davor verschließen können.

Ich habe entschieden, ein Infiltrationsteam nach Romulus zu entsenden. Dieses soll dem Senat die uns zur Verfügung stehenden Beweise vorlegen, um ihnen und den Admirälen und Generälen des romulanischen Militärs aufzuzeigen, wer Oh wirklich ist. Und was für ein falsches Spiel sie und der Tal’Shiar spielen, nur um an der Macht zu sein. Admiral Sela hat uns freundlicherweise ein kleines Schiff zur Verfügung gestellt, das das Team nach Romulus bringen wird. Da bedauerlicherweise meine Leute mit dem Bombenanschlag auf das Flotten-HQ in Verbindung gebracht wurden, bleibt mir nur übrig, diese schwierige Aufgabe an Bastian und seine Leute zu delegieren. Es bleibt nur zu hoffen, dass sie erfolgreich sein werden. Und dass die Geschichte zeigen wird, dass auch wir zu diesen wenigen gehört haben, die mit ihrem Mut die Zukunft positiv prägen konnten.


Persönliches Logbuch, Admiral Sela

Dieser Eintrag ist zu verschlüsseln.

Nach Auswertung der Daten, die mir Captain Erricson hat zukommen lassen, muss ich mir wohl eingestehen, einer der größten Täuschungen in unserer Geschichte zum Opfer gefallen zu sein. Ich komme nicht umher festzustellen, dass die Beweise gegen Praetorin Oh und den Tal’Shiar unwiderlegbar sind. Die Tatsache, dass der Tal’Shiar das romulanische Volk getäuscht, einen unauthorisierten Erstschlag gegen die Föderation unternommen und uns an den Rand eines Krieges geführt hat… Nur um die Macht zu übernehmen. Ein wahrhaft beispielloser Verrat an unserer Nation. Doch wird auch mir eine große Schande zuteil durch die Tatsache, dass ich mich habe von Oh instrumentalisieren lassen. Ich bin Donatra immer kritisch gegenüber gestanden, wie auch der neuen Richtung des Imperiums, die von Toleranz, Offenheit und Partnerschaftlichkeit geprägt war. Werte, die die Föderation hochhalten mag, ich jedoch verabscheue. Denn war das romulanische Imperium einst an der Spitze des Quadranten, ist es nun nur noch ein Schatten seiner selbst. Der Dominionkrieg, der Putsch durch Shinzons, die Zerstörung von Romulus, der Geierkrieg… Die verdammte Reform zur Republik. Ich habe mich wohl zu sehr von der Hoffnung leiten lassen, das Imperium wieder erstarken zu sehen. Mich von den Versprechen beeinflussen lassen, die glorreichen alten Tage wieder zu erleben. Ich habe Captain Erricson bei unserem Gespräch Naivität vorgeworfen. Doch bin ich es, die naiv gewesen ist.

In dem Zusammenhang muss ich mich auch einem sehr unangenehmen Gedanken stellen: Waren die Werte, Tugenden und Überzeugungen meiner Generation wahrhaftig so ideal, wie wir immer glaubten? Nur zu oft haben uns Intrigen bereits an den Rand eines Bürgerkrieges geführt, haben machthungrige Senatoren oder Militärs nur in ihrem eigenen Interesse gehandelt und die Staatsmacht missbraucht, um Furcht zu verbreiten… Vielleicht wird es tatsächlich Zeit, uns neu zu orientieren und nach nachhaltigeren Wegen zu suchen.

Die Überprüfung der Datenbank des Thalaronkristall-Endlagers hat bestätigt, dass ein Kristall kurz nach der Machtübernahme durch Praetorin Oh aus dem Lager entfernt wurde. Dies auf Befehl der Praetorin. Ich muss also davon ausgehen, dass die Blockade um Crateris dem Zweck diente, den Genozid am remanischen Volk geheim zu halten. Das Schiff, das unter der Flagge des Senats zwecks angeblicher Verhandlungen nach Crateris flog, muss die Thalaronwaffe an Bord gehabt haben. Wenn gleich viele Romulaner die Remaner als eher niedere Spezies betrachten mögen, war mir stets der Wert der Remaner bewusst… Und die Gefahr, die von ihnen ausgeht. Der Hauptgrund, weshalb wir sie all die Jahrhunderte unterdrückt haben war die Furcht davor, was sie tun könnten, wenn sie an Stärke gewinnen. Denn Ihr Intellekt ist dem unseren keineswegs unterlegen… Nein, sie sind hervorragende Krieger und Konstrukteure. Das ist mir spätestens während des Dominionkrieges bewusst geworden. Und nun ist der schlafende Drache erwacht… Und auf Rache gegen seine Unterdrücker aus. Vielleicht hat Oh deswegen versucht, sie mit einem Schlag loszuwerden. Weil sie wusste, dass die Remaner niemals zu den alten Wegen zurückkehren werden.

Ich sehe mich nun also zwei Problemen gegenüber gestellt: Einerseits Obisek, der aufgehalten werden muss, bevor es ihm gelingt, die Thalaronwaffe einzusetzen. So sehr ich auch seine Motivation nachvollziehen kann, ist es mir nicht möglich zuzulassen, dass er gegen das romulanische Volk aktiv wird. Diesbezüglich werde ich veranlassen, dass die imperialen Streitkräfte alles daran setzen, ihn aufzuspüren. Doch schwerwiegender noch ist der Umstand, dass mich mein Eid an das romulanische Volk dazu verpflichtet, die illegitime Herrschaft von Oh und dem Tal’Shiar zu beenden.  Doch ich werde vorsichtig vorgehen müssen, sonst werde ich wahrscheinlich ebenso verschwinden wie viele der Admiräle und Generäle, die der Repbulik gegenüber treu geblieben sind. Ich werde noch heute verschlüsselte Botschaften an alle Admiräle senden, die mir gegenüber loyal sind. Sie über alles informieren, was ich erfahren habe. Und wenn der Zeitpunkt gekommen ist, werden wir den Tal’Shiar ein für allemal vernichten. Dann wird sich uns allen die Frage stellen, welche Art von Nation wir Romulaner in Zukunft sein wollen.


Nebenmission 119.1 – „Gespräch zwischen Cpt. Erricson und Adm. Sela“

Wenige Stunden, nachdem Obisek geflohen ist, befindet sich die Vengeance noch immer im Orbit des Planeten. Der D’Deridex sowie die zwei leichten Warbirds der Aelahl-Klasse stehen dem Raumer der Sovereign-Klasse noch immer gegenüber. Doch sind die Waffen aller Schiffe für den Moment deaktiviert. Auf der Vengeance herrscht wieder Alarmstufe Gelb, den nach einem langen, geduldraubenden Gespräch ist es Captain Erricson gelungen, Admiral Sela davon zu überzeugen, ihm eine Chance zu geben, die ganze Situation ausführlicher zu erklären. Wenn gleich der romulanische Admiral bis zum Ende entschlossen wirkte, die Crew für ihr Eindringen in den romulanischen Raum zur Rechenschaft zu ziehen. Und dennoch scheint das Mysterium um den Thalaronwaffeneinsatz bei Crateris ihr Interesse soweit geweckt zu haben, dass sie mehr über das erfahren möchte, was der Captain zu sagen hat. Sie betritt in Begleitung zweier Soldaten die Beobachtungslounge des Schiffes. Noch immer trägt sie dieselbe kurze, blonde Frisur wie vor fast 40 Jahren. Und dennoch hat sie sich trotz ihrer nun mehr 62 Lebensjahren eine rechte Jugend und Anmut bewahrt, die auch nach außen strahlt. Alle drei tragen wieder die klassische Uniform des Sternenimperiums, nicht die neuere der Republik.

Bastian steht bereits in der Beobachtungslounge und wendet seinen Blick vom Fenster ab und den Gästen zu. „Willkommen an Bord der Vengeance, Admiral. Bitte nehmen Sie drei doch Platz.“ Er deutet auf die Stühle rund um den Besprechungstisch. „Möchten Sie und Ihre Begleiter etwas trinken?“
Mit ruhigen Schritten geht er auf den Replikator zu, der in der Wand des Raumes eingelassen ist. „Wissen Sie, die Vengeance war das Schiff auf dem meine Karriere begann. Sie war nicht mein erstes Schiff, aber sie war für meine berufliche Entwicklung sicher das entscheidende. Wahrscheinlich werden Sie sich daran nicht erinnern, aber als das Schiff damals unter dem Kommando von Captain Lucas Draxo stand, sind Sie diesem Schiff bereits einmal begegnet. Damals diente ich noch an der Taktik. Heute ist das alles längst Geschichte. Aber es ist irgendwie ironisch, dass mein Handeln letztlich dazu führt, dass meine Karriere auch auf diesem Schiff endet.“

Bastian hat sich derweil einen Raktajino repliziert und stellt diesem an seinem Platz ab. Er blickt seine Gäste an und fixiert dann den Admiral. „Wir sind ohne Befugnisse in Ihren Raum eingedrungen. Wir glaubten einen Genozid auf die Föderation verhindern zu müssen und zu können. Es stellt sich jedoch raus, dass wir auf einen der ältesten Tricks reingefallen sind. Und das habe ich zu verantworten. Ich hätte die Aussagen der Remaner prüfen müssen. Ich hätte sicherstellen müssen, dass die Aussagen valide sind. Das habe ich nicht und das waren sie nicht. Und jetzt sind Sie hier.“ Er wartet die Antwort der Romulanerin ab, bevor er weiter spricht.

Der romulanische Admiral hört dem SF-Captain geduldig zu. Ihr ist schon vor langer Zeit bewusst geworden, dass diese Menschen es nicht lassen können, jedes Gespräch mit irgendwelchen Anekdoten zu beginnen. Aber wenigstens kommt er im Anschluss gleich auf den Punkt. Sie nimmt an einer Spitze des Konferenztisches Platz, die beiden Soldaten bleiben hinter ihr stehen. So will sie gleich festlegen, dass sie hier das Sagen hat. Und nicht als bloßer Gast an Bord gekommen ist. Sie entschließt sich auch nicht weiter auf seine Geschichte einzugehen, denn wenn er sich durch Smalltalk nahbar machen will, soll er gar nicht erst die Gelegenheit dazu bekommen. „Ich komme gleich zum Punkt, Captain. Der einzige Grund, warum wir ihr Schiff noch nicht in tausend Stücke geschossen haben ist die Tatsache, dass sie wegen der Remaner auf der Oberfläche ehrlich waren. Und ich ihnen glaube, dass sie von ihrer menschlichen Naivität in die Irre geführt wurden.“ Sie legt die Hände gefaltet auf den Tisch. „Wieso erzählen sie mir nicht genauer von diesen Aussagen, die angeblich nicht valide sind?“

Bastian lässt die Frage einen Augenblick im Raum stehen. Er nimmt Platz, trinkt einen Schluck seines Raktajinos und blickt für einen Moment auf die Sterne da draußen. Dann wendet er sich der Admiral wieder zu und schaut sie direkt an.

„Sie und ich sind beide Opfer der Systeme, in denen wir leben. Das Verhältnis zwischen den Menschen und den Romulanern war schon immer von Spannungen geprägt. Und ich bin mir sicher, dass Ihr Geheimdienst mindestens so viel über mein Leben ans Tageslicht geführt hat, wie unser Geheimdienst über das Ihre.“ Er nimmt erneut einen Schluck von seinem Raktajino und fährt dann fort. „Dennoch möchte ich offen mit Ihnen sprechen. Ich habe meine Zweifel, was Praetorin Oh angeht. Sie war undercover im Sternenflottenkommando. Das war sicher nicht das erste und sicher nicht das letzte Mal, dass dem Tal’Shiar eine solche Aktion geglückt ist. Es geht mir auch nicht darum, was Oh in dieser Zeit getan hat oder um verletzten Stolz oder dergleichen. Vielmehr macht mir Sorge, wie sie die Dinge angegangen ist. Und ich habe meine Zweifel, wie lange ihre Taten als Praetorin ausschließlich zum Wohle des romulanischen Volkes sein werden. Klar haben sich viele Romulaner wieder nach einem starken Imperium gesehnt. Aber Sie haben auch in Zeiten der Republik für die Romulaner Ihr Leben eingesetzt. Sie haben entscheidend zum Gelingen der Republik beigetragen. Und jetzt kommt Oh, ihr Putsch gelingt ihr und Sie folgen und dienen weiter Ihrem Volk. Das kann ich sogar bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen. Aber ich befürchte, dass Oh Ihre Einstellung ausnutzen wird. Und ehrlich gesagt, hielt ich einen Angriff der Romulaner mit einer Thalaronwaffe auf Crateris für absolut möglich. Es ist noch nicht lange her, da wollte Praetor Shinzon genau das selbe mit einem Schiff der Sternenflotte machen. Und wenn man ihm nicht Einhalt geboten hätte, wäre er vermutlich auch fähig gewesen, mit dieser Waffe ganze Zivilisationen auszurotten. Vor diesem Hintergrund fiel es mir nicht schwer zu glauben, dass die Romulaner eine Thalaronwaffe auf die Remaner abgefeuert hätten. Mit einem Schlag wären damit die Remaner keine ernst zu nehmende Gefahr mehr gewesen und Oh hätte noch freier handeln und verfügen können. Außerdem hätte sie eine Werft gehabt, die an Bedeutung im Imperium ihres Gleichen sucht. Was hätten Sie an meiner Stelle geglaubt?“

Sela nimmt seine Ausführung aufmerksam auf. Sie versucht zu selektieren, was er ihr da sagt. Einerseits lässt er Zweifel an der aktuellen Praetorin verlauten, was sie nicht überrascht. Dass die Sternenflotte lieber Donatra an der SPitze hätte, ist wohl keine Überraschung. Den Part über Shinzon verwirft sie hingegen, da eine Geschichtsstunde sie in diesem Fall nicht weiterbringen würde. Viel mehr überrascht sie etwas anderes. „Sie haben also ohne Beweise dafür den Worten eines Remaners geglaubt, der behauptet hat, seine Welt sei von einer Thalaronwaffe vernichtet worden? Ich muss sagen, dass es mir schwer fällt zu glauben, dass sie so leichtgläubig sind. Ein derartiger Anfängerfehler beim Kommandanten einer Sovereign-Klasse… Schwer vorstellbar.“

Bastian trinkt einen weiteren Schluck aus seiner Tasse. „Admiral, es geht hier nicht um Leichtgläubigkeit, es geht hier um eine Risikoabwägung. Und das Risiko war anhand der Indizien für mich ausreichend groß, um die Mission einzugehen. Dafür, dass ich einzig die Reststrahlung einer Thalaronwaffe auf Crateris als zwingenden Beweis als Grundlage meiner Entscheidung hatte, können Sie mich anklagen. Aber es bleibt letztlich dabei, dass ich jetzt nichts mehr an der Situation ändern kann.“ Er leert nun seine Tasse und blickt die Admiral ernst an. Ich stehe zu meinem Wort. Ich habe einen Fehler gemacht und bin bereit die Konsequenzen zu tragen. Meine Crew und mein Schiff haben alleine nach meinem Kommando gehandelt. Ich erwarte, dass Sie sie gehen lassen.“

Die Romulanerin sieht ihn skeptisch an. „Ihre Ausflüchte interessieren mich nicht, Captain. Nur die Fakten.“ erwidert sie ernst. „Und sie sagen mir tatsächlich, dass Sie selbst diese Strahlung gemessen haben?“ Sie faltet nachdenklich die Hände. „Das ist allerdings unmöglich. Denn die Remaner haben und hatten nie Zugang zu Thalaronwaffen. Niemand hat das, außer der Praetor selbst authorisiert die Entnahme der Kristalle… Und die einzige bekannte Quelle für Thalaronstrahlung sind die Kristalle, die wir in dem Lager auf der Oberfläche lagern. Dafür haben wir nach Shinzons Putsch gesorgt.“

„Wir stellen Ihnen unsere Sensordaten zu Crateris gerne zur Analyse zur Verfügung und Sie können sicherlich eigene Scans anfertigen, die unsere Daten bestätigen können. Und was den Zugang der Remaner zu Thalaronwaffen angeht: ich bin mir nicht sicher, ob diese Daten bei all dem Trubel nach Shinzons Sturz nicht doch irgendwie in die Hände der Remaner gelangt sein können. Aber sollte die Remaner keinen Zugriff auf diese Technologie haben und Sie nichts von ihrem Einsatz wissen, dann frage ich mich, ob Praetorin Oh Sie wirklich in alles für Sie relevante einweiht.“

Sela schweigt einen Moment lang und scheint über ihre Worte nachzudenken. Dass die Remaner das tun ergibt keinerlei Sinn… „Ich glaube nicht, dass die Remaner dies getan haben“ erklärt sie mit etwas sanfterer Stimme. „Wieso sollten sie ihre eigene Bevölkerung auslöschen, während eine Blockade besteht, die es unmöglich macht, dass irgendjemand etwas davon mitbekommt? Eine derartige Fehleinschätzung würde Obisek nicht unterlaufen.“ Sie verzieht dann leicht das Gesicht. „Und was die Praetorin betrifft: Ich bin nicht so naiv und glaube einfach, was mir gesagt wird. Die Praetorin hat mich mit genügend Beweisen versorgt, um ihren Worten Glauben zu schenken. Wieso sollte sie mich hintergehen, wenn ich es bin, die das Militär hinter ihr vereint?“

„Ach, ich bitte Sie, Admiral! Gerade Sie sollten doch wissen, dass Interessen in hohen Positionen oft vielschichtig sind und mehrere Motivationen gleichzeitig Einfluß auf die Entscheidungen haben. Sie sagen doch selbst, dass die Praetorin Sie mit ausreichend Informationen versorgt, dass Sie Ihre Mission nach Plan ausgeführt haben. Ihnen ist doch klar, dass die Praetorin Sie nur mit dem Teil der Wahrheit versorgt hat, den Sie wissen mussten und sollten. Aber ich verspreche Ihnen, dass da noch mehr ist, als das was sie Ihnen verraten hat.“

Ihre Mimik spannt sich wieder an. „Ich weiß, wie der Tal’Shiar arbeitet, Captain. Und dass Oh ihre Geheimnisse haben wird, ist mir ebenfalls bewusst. Das liegt uns im Blut. Wir zeigen nie alle unsere Karten. Aber was wollen Sie hiermit unterstellen? Dass Oh mich eine Blockade hat errichten lassen, um dann heimlich das remanische Volk mit einer Thalaronwaffe auszulöschen?“ Sie steht auf und stützt sich auf der Tischplatte ab. „Nein, viel wahrscheinlicher erscheint mir, dass Sie und die Remaner mich zu täuschen versuchen. Schließlich hat die Sternenflotte bereits unser Flotten-HQ angegriffen! Ich habe die Aufzeichnungen des Infiltrationsteams gesehen, das die Bombe im Büro von Admiral Lareth platziert hat. Die Dokumente und Kommuniques, die Ihre Zusammenarbeit mit den Remanern beweisen. Ein Versuch, unsere militärische Führung lahmzulegen, bevor die Invasion mit Hilfe der Remaner beginnen kann. Und statt dagegen anzukämpfen, hatte Donatra nichts besseres zu tun, als vor der Sternenflotte und Ihrer Föderation zu kuschen! Und dem Quadranten erneut zu beweisen, dass wir nur noch ein Schatten unserer selbst sind. Nein… Seit Jahren wird unser Volk schwächer. Alles für so törichte Werte wie Toleranz, Offenheit und Gleichberechtigung. Damit ist jetzt Schluss.“

Bastian bleibt ruhig an seinem Platz sitzen und wartet, bis die Admiral losgeworden ist, was in ihr gebrodelt hat. „Sehen Sie, jetzt sprechen wir wirklich offen miteinander. Die Sternenflotte hat gar nichts mit dem Anschlag auf Ihr Flotten-HQ zu tun. Wir haben keine Bombe platziert und wir haben auch nicht vor, das Imperium anzugreifen. Natürlich kann ich Ihnen dazu jetzt nur mein Wort geben. Aber mehr als Ihr Wort kann ich auch von Ihnen nicht bekommen. Was Praetorin Oh angeht: Ich habe sie persönlich kennen gelernt und wenn Sie wissen wollen, ob ich ihr so einen Angriff auf Crateris zutraue, dann kann ich das nur eindeutig bejahen. Warum sollte die Sternenflotte in irgendwas davon involviert sein, was zum Sturz von Donatra beigetragen hat, wenn wir doch von der Zusammenarbeit mit Donatra genauso profitiert haben, wie das romulanische Volk? Das ergibt ja gar keinen Sinn. Ich bedauere, dass Sie Ihr Volk nur als stark empfinden, wenn es territoriale Kämpfe führt und Machtdemonstrationen übt. Aber ich verstehe, dass Sie Ihr Volk schützen wollen und dazu zu vielem bereit sind. Ich gebe Ihnen mein Wort, dass wir nicht hinter dem Rücken der Republik gearbeitet haben. Und was den Diebstahl der Kristalle durch Obisek angeht, so habe ich meine Beteiligung und meine Fehleinschätzung bereits eingeräumt.“ Bastian bleibt während seiner Aussage ruhig und sachlich im Tonfall und macht keinerlei Anstalten aufzustehen oder Drohgeberden einzusetzen.

Sela lässt sich einen Moment, um alles aufzufassen, was Erricson ihr gerade gesagt hat. Sie würde es nach und nach durchgehen müssen… Aber irgendwas ist hier einfach nicht richtig. „Dann erklären Sie mir doch Mal, wieso sich ein Team von Sternenflottenoffizieren mit gefälschten Ausweisen des Tal’Shiar Zugang zum HQ verschafft hat… Und genau in das Büro gegangen ist, in dem später die Überreste der Bombe gefunden wurden? Deren Komponenten klar der Sternenflotte zugeordnet werden konnten? Ich habe meine Leute die Überreste untersuchen lassen… Ebenso die Aufzeichnung des Teams. Ich habe mit den Soldaten gesprochen, die die SF-Offiziere gestellt haben. Erklären Sie mir das, Captain.“

„Das kann ich Ihnen, Stand jetzt, nicht erklären, weil ich es nicht weiß, Admiral. Die Sternenflotte überlässt fremden ihre Technologie genauso wenig, wie das Imperium es tut. Ich kann Ihnen nur sagen, dass wir bei der Untersuchung des Anschlags auf den Mars auf Beweise gestoßen sind, die offenbar romulanische Signaturen trugen. Wie sich im Laufe der Untersuchung heraus stellte, waren diese Beweise gefälscht. Ob das im Fall des Anschlags auf Ihr Flotten-HQ ebenfalls der Fall ist, wage ich nicht zu beurteilen.“

„Eine schwache Erklärung“ erwidert sie skeptisch. „Selbst wenn man den Sprengsatz außer Acht lässt… Ihre Leute waren dort, kurz bevor es passiert ist. Und das lässt sich nicht durch irgendwelche Manipulationen erklären.“

„Ich denke das lässt sich ganz einfach erklären: das waren entweder keine Sternenflottenoffiziere oder sie waren auf einer anderen Mission unterwegs. Nur weil zwei Ereignisse zeitlich und örtlich zusammenhängen, müssen sie nicht auch logisch zusammenhängen, Admiral.“

„Aber um es auf den Punkt zu bringen: Praetorin Oh war damals noch Sicherheitschefin der Sternenflotte. Sie schickte eine vermeintliche Botin, die ein Außenteam in das Flotten-HQ schickte. Dort sollten unter der falschen Identität dieses Teams als Tal’Shiar-Agenten Beweise sichergestellt werden, dass die Romulaner den Angriff auf den Mars zu verantworten hatten. Das Team sicherte auch Beweise, wurde jedoch enttarnt. Diese Beweise stellten sich ebenfalls als fingiert heraus. Schlimmer noch: diese Informationsbeschaffungsmission sorgte für noch größere Spannungen zwischen der Republik und der Föderation. Insofern erzielte Oh damit genau den gewünschten Effekt. Mittlerweile wissen wir das alles, da Oh nicht so ordentlich hinter sich aufgeräumt hat, wie ich es von ihr erwartet hätte, als sie ihre Tarnung aufgab und kurze Zeit später sich selbst zur neuen Praetorin machte. Außerdem war es Oh als Sicherheitschefin der Sternenflotte ein leichtes an die Bauteile für die besagte Bombe heran zu kommen und ihre Beziehungen im Flotten-HQ zu nutzen, um die Bombe zu platzieren.“

Sie scheint nun die Informationen im Kopf zusammenzusetzen, die der Sternenflottencaptain ihr gerade präsentiert hat. „Wenn all das, was sie sagen stimmt, dann wären die Implikationen von all dem katastrophal.“ Sie sieht zu ihren Soldaten und schickt sie raus. Beide verlassen dem Befehl folgend die Beobachtungslounge und Sela sieht wieder zu Erricson. „Wenn das, was sie sagen stimmt, würde das bedeuten, dass Oh und der Tal’Shiar das romulanische Volk getäuscht, einen unauthorisierten Erstschlag gegen die Föderation unternommen und uns an den Rand eines Krieges geführt haben. Nur um die Macht zu übernehmen… Und mich hätten Sie zu einem Instrument gemacht, um die rechtmäßige Regierung zu stürzen…“ Sie sieht zum Fenster raus und atmet tief durch. Sie will sich nicht wieder erlauben, die Kontrolle über den eigenen Ärger zu verlieren. „Können Sie das alles beweisen?“

Bastian blickt zu ihr rüber und nickt. „Die Beweise, die wir gegen Oh gesammelt haben, die sie zum Teil selbst hinterlassen hat, können wir Ihnen zur Verfügung stellen. Vorausgesetzt meine Vorgesetzte Admiral Keller stimmt dem zu. Aber darum werde ich mich kümmern. Dazu gehören dann auch die fingierten Beweise über den Angriff auf den Mars und der Anschlag auf Ihr Flotten-HQ. Außerdem natürlich die Strahlungswerte, die wir auf Crateris gemessen haben. Aber ich gebe Ihnen zu Bedenken, dass ich nicht sicher bin, ob Sie Praetorin Oh mit diesen Fakten absetzen können. Sie hat sich ja auch nicht demokratisch in das Amt der Praetorin wählen lassen. Haben Sie selbst denn nie einen Verdacht gegen Oh gehabt? Nie eine Vermutung oder ist Ihnen nie etwas seltsam vorgekommen?“

Sela geht an das Panoramafenster und sieht hinaus. „Wenn es um den Tal’Shiar geht, bin ich immer auf der Hut. Ich fürchte nur, dass die Täuschung dieses Mal selbst für mich zu gut gewesen ist.“ Sie verschränkt die Arme vor der Brust und seufzt. „Vorausgesetzt, dass es stimmt, was sie mir sagten… Doch sagt mir mein Gefühl, dass es das wahrscheinlich tut. Es wäre nicht das erste Mal, dass der Tal’Shiar versucht hat, die Macht zu übernehmen. Doch noch nie auf eine solche Art.“ Sie sieht zu ihm. „Senden Sie alles, was sie haben, an mein Schiff. Und vergessen sie ihren Admiral, Captain. Jede Transmission kann vom Tal’Shiar abgefangen werden und dann wüssten sie, dass hier etwas los ist. Ich will diese Informationen sofort haben.“ Sie atmet tief durch. „Und in der Zwischenzeit werde ich meine Leute die Datenbank des Endlagers kontrollieren lassen. Sollte ein Kristall auf Oh’s Anweisung entfernt worden sein, werden wir das herausfinden. Und dann werden wir wissen, ob sie für die Auslöschung der Bevölkerung auf Crateris veranwortlich ist.“

Bastian überlegt einen Moment. „Ich kann Ihnen die Beweise übersenden, die wir selbst gesammelt haben. Aber die Beweise, die nur im Sternenflotten-HQ sichergestellt wurden, kann ich Ihnen erst übergeben, wenn wir sie selbst erhalten haben. Und dafür werde ich mit dem SFC vertreten durch Admiral Keller Kontakt aufnehmen müssen.“

Sie nickt. „Ich sehe mir an, was sie haben. Und werde dann entscheiden. Ihr Schiff wird bis dahin die Position halten und sie werden keine Versuche unternehmen, das System zu verlassen. Andernfalls werde ich nicht zögern, sie zu zerstören. Verstanden?“

Bastian tritt neben die Admiral ans Fenster. „Ich bin überrascht, dass Sie nach diesem Gespräch noch glauben, mir mit solchen Drohgebärden gegenüber stehen zu müssen, Admiral. Ich habe keineswegs geplant, mich aus dem Staub zu machen. Ich werde meine Crew anweisen, Ihnen die nötigen Informationen umgehend zukommen zu lassen. Und dann warten wir auf Ihre Auswertung.“

Die Admirälin wendet sich ihm zu. „In Ordnung. Als Zeichen des guten Willens könnten Sie uns zusätzlich alle Informationen geben, die Sie über Obiseks Shuttle und die remanischen Aktivitäten haben. Neben all dem dürfen wir nicht vergessen, dass ein Remaner mit einer der gefährlichsten Waffen, die wir kennen, unterwegs ist und plant, sich an uns für den Angriff auf Crateris zu rächen. Obisek muss aufgehalten werden.“

„Da stimme ich Ihnen zu. Aber in Anbetracht der Gefahr, die auch für die Sternenflotte besteht, möchte ich Sie bitten ebenfalls alle Ihnen bekannten Informationen zu den Remanern mit uns zu teilen. Gemeinsam sind wir eher in der Lage, diese Gefahr abzuwenden. Insbesondere falls Obisek versuchen sollte, sich im Föderationsraum zu verstecken.“

„Sofern ich zu dem Entschluss komme, Ihnen zu glauben, werde ich Sie mit den nötigen Informationen versorgen.“ Sie wendet sich ab und geht ein paar Schritte in Richtung Ausgang, ehe sie stehen bleibt und sich wieder umwendet. „Eine Frage habe ich aber noch, Captain… Wie ist es Ihrem Schiff gelungen, Crateris und Devoras in so kurzer Zeit zu erreichen, ohne von uns entdeckt zu werden?“

Bastian ist ihr die paar Schritte bis zur Tür gefolgt und bleibt dann ebenfalls stehen. „Nun, Admiral, ein paar Geheimnisse behalten wir beide wohl besser für uns. Oder wollen Sie mir erzählen, wie Sie uns so kurz nach Ankunft in dem System orten und bei uns sein konnten?“

Sela muss schmunzeln, als er das sagt. Ein guter Konter. „Sagen wir es so, Captain. Gewisse Antriebstechnologien, über die die Sternenflotte neuerdings verfügt, sind uns dank Praetor Oh bekannt geworden. Und so wie es aussieht, dürfte Ihr Schiff über einen solchen Antrieb verfügen… Was ein Grund mehr wäre, Ihr Schiff zu übernehmen. Dass ich es aber nicht tue, können Sie Ihrer Überzeugungskunst zuschreiben. Denn wenn Ihre Behauptungen wahr sind, habe ich ebenso ein Interesse daran Oh und den Tal’Shiar zu stoppen wie Sie.“

„Ich weiß durchaus zu schätzen, dass wir von Ihnen noch nicht pulverisiert wurden. Melden Sie sich, wenn Sie die Daten überprüft haben. Wir sind hier und warten auf Ihre Rückmeldung und auf Ihre Daten zu Obisek und seinen Leuten.“ erklärt Erricson.

Sela nickt und verlässt daraufhin die Beobachtungslounge ohne ein weiteres Wort


Mission 119 – „Obisek“

Missionsdatum: 28.10.2020

Zeit: 25. Februar 2407

Die USS Vengeance erreicht den Planeten Crateris, die Heimatwelt der Remaner, die seit Beginn des Staatsstreichs durch eine Blockade vom restlichen Imperium abgeschotten ist. Diese konnte das Schiff dank seines Quantenslipstreamantriebes unbemerkt umgehen. Der Auftrag lautet Kontakt zu Obisek aufzunehmen, dem Führer der Remaner. Doch muss die Besatzung bei Ankunft feststellen, dass die der Planet und die orbitale Schiffswerft völlig leblos sind. Restspuren von Thalaronstrahlung deuten auf das Schicksal der Bevölkerung hin. Es liegt nahe, dass die Romulaner die Blockade errichtet haben, um zu verhindern, dass der restliche Quadrant von einem Genozid am remanischen Volk erfährt. Einem gerichteten Peilstrahl folgend fliegt die Vengeance in den Asteroidengürtel des Systems, wo sie einem Warbird der Aelahl-Klasse begegnet. An Bord befindet sich Obisek, der die Befürchtung der Sternenflottencrew bestätigt. Er habe jedoch Teile der Bevölkerung in Transportschiffe evakuiert, als die Blockade errichtet wurde, da er aufgrund dieser mit einem Angriff gerechnet habe. Die Schiffe verstecken sich angeblich im Inneren des Asteroidengürtels und ihm sei es gelungen, jenes romulanische Schiff zu zerstören, welches die Thalaronwaffe abgefeuert habe.

Obisek willig nach einer kurzen Unterredung mit Captain Erricson in Gespräche mit Praetorin Donatra ein. Allerdings nur, wenn er ihm zuvor helfen würden, eine geheime Anlage des Tal’Shiar im Devoras-System zu zerstören. Er behauptet, dass dort an weiteren Thalaronwaffen gearbeitet werde, die gegen die Föderation eingesetzt werden sollen. Da sein Bericht glaubhaft erscheint, willigt der Captain ein. Ein remanisches Angriffsshuttle wird an Bord geholt, in dem sich eine Stoßtrupp befindet, der von Obisek angeführt wird. Während der Reise ins Devoras-System geraten Commander Marterer und Obisek jedoch aneinander. Auf Befehl von Captain Erricson beabsichtigt er, zusammen mit Lieutenant Muller und Centurion Lareth den Stoßtrupp zu begleiten. Obisek lehnt dieses jedoch vehement ab mit der Begründung, dass das SF-Personal seinen Leuten nur im Weg stehen würden. Ferner warnt er ausdrücklich, dass Marterer und seine Leute nicht überleben werden, wenn sie ihn begleiten. Nach einer hitzigen Debatte, in der Marterer versäumt, den Captain in diese Entscheidung einzubeziehen, lässt Obisek widerwillig die unerwünschten Begleiter in sein Shuttle.

Als die Vengeance den Slipstream im Orbit des Zielplaneten verlässt, wird das Schiff kurz durch die gravimetrischen Kräfte des Vierfach-Sternensystems erschüttert. Nach Stabilisierung der Fluglage startet das remanische Shuttle zur Oberfläche. Gewaltsam verschafft es sich Zugang zu einer Shuttlerampe der unterirdischen Anlage. Nach der Landung stürmen die Remaner sofort los und drängen die Romulaner in einem blutigen Kampf zurück. Marterer und sein Team folgen zwar, doch dringen die Remaner so schnell vor, dass die Sternenflottenoffiziere nicht in die Kämpfe involviert werden. Nachdem die Ebene gesichert wurde, findet das Außenteam einen Frachtraum mit Containern, in denen offenbar Thalaronemitterkristalle gelagert werden. Doch scheint es sich bei dieser Einrichtung weder um eine Waffenfabrik noch Waffenforschungseinrichtung zu handeln. Die Remaner beginnen damit, die Container mittels Antigrav-Schlitten zu verschieben. Auf Nachfrage erklärt Obisek, dass man beabsichtige, die Container zusammenzutragen und mittels Sprengladungen zu zerstören. Er bittet Marterer darum, mit seinen Leuten noch die Kommandozentrale ein Deck über ihnen zu sichern. Doch Marterer lehnt ab und ordnet stattdessen die Rückkehr zum Shuttle an. Obisek merkt in diesem Moment, dass die SF-Offiziere Verdacht geschöpft haben.

Im Orbit wird die Vengeance unterdessen von drei romulanischen Warbirds gestellt, einem Schiff der D’Deridex sowie zweien der Aelahl-Klasse. Admiral Sela, die sich an Bord des Führungsschiffes befindet, fordert von Erricson eine Erklärung, wieso das Sternenflottenschiff sich so tief im romulanischen Gebiet befindet. Das Gespräch der beiden führt zutage, dass Sela offenbar keine Kenntnis darüber hatte, dass die Bevölkerung von Crateris ausgelöscht wurde. Gemäss ihr habe zum Inneren des Sternensystems kein Kontakt mehr bestanden, seitdem ein Schiff im Auftrag von Praetorin Oh zum Planeten geflogen sei. Ihrer Kenntnis nach mit dem Auftragen, mit den Remanern über die Zukunft beider Völker zu sprechen. So sei Sela bewusst, dass die Remaner eine wichtige Ressource für das Imperium seien. Auch handle es sich bei der Einrichtung auf der Oberfläche nicht um eine Waffenfabrik, sondern um ein Endlager für alte Thalaronemitterkristalle. Erricson glaubt ihr das und vermutet, dass die Remaner planen könnten, die Kristalle zu stehlen, um selbst Thalaronwaffen herzustellen. Er gibt daraufhin gegenüber Sela zu, dass sich ein gemeinsames Außenteam auf der Oberfläche befindet. Sela entsendet umgehend Shuttles zur Oberfläche, erklärt allerdings klar, dass dies nicht entschuldige, dass ein Raumschiff der Sternenflotte die Souveränität des Imperiums verletzt und eine ihrer Einrichtungen infiltriert habe.

Zurück in der Anlage werden Marterer, Muller und Lareth von mehreren Remanern empfangen, als diese die Shuttlerampe betreten. Die Remaner haben ihre Waffen auf sie gerichtet, schießen aber nicht auf die exponierten Sternenflottenoffiziere. Diese jedoch eröffnen sofort das Feuer und bringen zwei Remaner zu Boden. Die Folge ist ein schweres Feuergefecht, in dessen Rahmen die SF-Offiziere eingekesselt werden. Commander Marterer wird von einem Disruptorstoß am linken Bein getroffen, welches er sofort verliert. Lieutenant Muller erleidet leichte Verbrennungen, da vorbeiziehende Disruptorstöße ihre Uniform in Brand setzen. Die thermische Isolationsschicht verhindert aber schlimmeres und Muller kann das Feuer rechtzeitig ersticken. Schließlich sind Muller, Lareth und der mittlerweile bewusstlose Marterer dazu gezwungen, ihre Waffen niederzulegen.

Obisek erklärt vor dem Abflug seine Motive gegenüber Muller. Er habe nichts gegen die Sternenflotte und habe auch nicht beabsichtigt, dass die drei in diese Aktion mit hineingezogen werden. Er habe Marterer ausdrücklich gewarnt, er habe aber nicht auf ihn hören wollen. Die Romulaner hätten sein Volk über Jahrhunderte versklavt, als billige Arbeiter und entbehrliche Kämpfer in ihren Kriegen missbraucht. Als die Zerstörung von Romulus und Remus gedroht habe, habe man nichts getan, um Remus zu evakuieren, weshalb ein großer Teil seines Volkes damals ausgelöscht wurde. Übrig geblieben sind vor allem die Soldaten und Techniker, die zu jener Zeit außerhalb des Heimatsystems eingesetzt wurden. Und nachdem man vor wenigen Jahren durch die Umstrukturierung des Imperiums zur Republik endlich mehr Freiheiten gewonnen habe, sei sein Volk nun wieder Opfer der Romulaner geworden. Man habe ihre neue Welt abgeschottet, die Bevölkerung brutal mit der Thalaronwaffe ausgelöscht. Und all das würde man den Romulanern nun zurückzahlen.

Nachdem Obisek und seine Männer abgeflogen sind, werden Marterer, Muller und Lareth von den romulanischen Shuttles, die Sela geschickt hat, gefunden und zurück zur Vengeance gebracht. Obisek ist jedoch die Flucht gelungen und die Vengeance sieht sich noch immer den drei Warbrids gegenüber gestellt.