Sternenflotte plant Einführung eines neuen Mehrzweckjägers

Bereits seit einigen Jahren ruhen die Pläne für einen neuen Mehrzweckjäger in den Archiven des ASDB. Entwickelt während des Raghdorkrieges in den 2380ern sollte er die Fähigkeiten des Raumüberlegenheitsjägers SF-25 Valkyrie und des Angriffsjägers SF-28 Raptor in einem Raumrahmen vereinen. Nach Ende des Krieges wurden die Pläne auf Eis gelegt, da die Sternenflotte keinen Bedarf mehr für neue Raumjäger sah. Mit der nun aufgekommenen Bedrohung durch das Dominion und der veränderten Situation (Ineffektivität von Schutzschilden, Knappheit an Raumschiffen aufgrund der Ausmusterung alter Schiffsklassen im Rahmen des Flottenmodernisierungsprogramms, reduzierte Konstruktionskapazitäten aufgrund der noch im Wiederaufbau befindlichen Utopia Planitia Flottenwerften), hat die Sternenflotte einen Richtungswechsel in Sachen Raumjägern beschlossen.

Der SF-35 Valkyrie Mk. II stellt eine vergrößerte Version der SF-25 Valkyrie mit deutlich größerer Flügelspannweite dar und wurde technologisch auf den neusten Stand gebracht. Der vergrößerte Rumpf erlaubt die Unterbringung eines für die Größe sehr leistungsfähigen Warpkerns, der genug Energie liefert, um höhere Warpgeschwindigkeiten zu erreichen und zusätzliche Waffensysteme zu versorgen. 2 nach vorne gerichtete Impulsphaserkanonen, 16 Phaserbänke, 2 Mikrotorpedowerfer sowie die Fähigkeit zur externen Anbringung von bis zu 8 Photonen-/Quantentorpedos machen den SF-35 zu einer effektiven Defensivwaffe.

Die neuen Jäger sollen an Bord von Sternenbasen sowie Außenposten der Sternenflotte eingesetzt werden, um Angriffe von Dominionschiffen abzuwehren, sollten keine Großraumschiffe zur Verfügung stehen. Der Gedanke ist, die feindlichen Schiffe aus der Distanz anzugreifen und mit den extern angebrachten Torpedos manövrierunfähig zu machen oder zu zerstören, bevor sie in Waffenreichweite kommen. Dabei sollten die neuen Jäger insbesondere gegen die kleinen Angriffsschiffe der JemHadar gut bestehen können. Nahkämpfe mit anderen Großkampfschiffen sollten trotz der verbesserten Verteidigungsfähigkeiten weiterhin vermieden werden, da die Schilde der Jäger nur wenige Phasertreffer eines solchen Schiffes aushalten. Auch die Computersysteme wurden modernisiert, so dass der Bordcomputer nicht nur als Co-Pilot fungieren kann, sondern den Jäger auch autonom und ohne Piloten ins Gefecht führen könnte, sollte dies notwendig werden.


Mission 140 – „Patrouillendienst“

Missionsdatum: 12.12.2021

Zeit: 10. Mai 2408

 

1,5 Monate nach der Konfrontation bei DS4 und 1 Monat nachdem der Föderationsrat den Nichtangriffspakt mit der Dominion-Breen-Allianz offiziell unterzeichnet hat (s. Logbucheintrag zur aktuellen Lage). Weiterhin fliegen regelmäßig Konvois des Dominions vom Breen-Territorium quer durch den Föderationsraum in den Raum der Ferengi ein. Und weiterhin wissen wir nicht, was es damit auf sich hat. Wachsam, aber aufgrund des Nichtangriffspaktes unfähig zum Handeln beobachtet die Sternenflotte das Geschehen, jederzeit damit rechnend, dass die JemHadar versuchen könnten, das Abkommen heimlich zu verletzen und gegen die Föderationskolonien in der Region vorzugehen. Bisher verblieb diese Befürchtung jedoch unerfüllt. Während die Odyssey selbst direkt an der Breen-Grenze Wache schiebt, um dort auch als Machtdemonstration zu fungieren, werden wenige kleine Schiffe an der Ferengi-Grenze eingesetzt, um dort die Aktivitäten des Dominions zu verfolgen. Eines dieser Schiffe ist die U.S.S. Sanders NCC-61822, ein Raumschiff der Saber-Klasse. Um abseits der großen Odyssey den jüngeren Offizieren Raum zur Entwicklung zu geben, wurde das Schiff für diese Patrouille unter das Kommando von Commander Marterer gestellt. Ltjg. Nenya Plaure wurde vorübergehend der Maschinenraum anvertraut, während Kdt. Keller an der OPS Platz genommen hat.

Während des Patrouillenfluges beobachtet die Sanders einen weiteren Konvoi des Dominions, der sich dem Ferengiraum nähert. Eines der JemHadar-Angriffsschiffe bricht jedoch aus, um einen zivilen Frachter abzufangen, dessen Kurs sich mit dem des Konvois kreuzt. Die Sanders ändert ihren Kurs, um sich der Situation anzunehmen. Das JemHadar-Schiff hat den Frachter in einem Traktorstrahl gefangen und scannt ihn intensiv. Der Erste des JemHadar-Schiffes erklärt, dass sie herausfinden wollen, warum dieses Schiff sich dem Konvoi nähert und Commander Marterer gelingt es gerade noch, die Situation zu entschärfen, bevor sie eskaliert. Der Frachter wird umgeleitet, nachdem dessen Captain erklärt hat, dass sein Unternehmen nicht über die Routen der Dominionkonvois informiert wurde. Die Sanders schickt eine Nachricht mit dieser Information an DS4, so damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt.

Im weiteren Verlauf der Patrouille entdeckt die Sanders ein kleines Ferengischiff innerhalb des Ferengiraums, welches sich der Grenze nähert und von einem JemHadar-Schiff verfolgt wird. Wenn gleich die Sternenflotte keine Jurisdiktion im Ferengiraum hat, entschließt sich die Sanders beide Schiffe abzufangen. Das Ferengischiff sendet eine kaum verständliche Nachricht, die darauf hinweist, dass sie über wichtige Informationen verfügen. Es wird jedoch kurz nach der Ankunft der Sanders jedoch zerstört und das JemHadar-Schiff dreht bei. Die Sanders findet eine kleine Boje der Ferengi, welche einen Koordinatensatz ohne weitere Hinweise zu den Hintergründen der Verfolgungsjagd oder zum Sinn der Koordinaten enthält.


Mission 139 – „Infiltriert“

Missionsdatum: 28.11.2021

Zeit: 26. März 2408

 

Einen Tag nachdem die Odyssey zu Deep Space 4 zurückgekehrt ist, wird diese von Admiral Keller losgeschickt, um die Sternenflotte über die Vorgänge an der Breen-Grenze zu informieren und Verstärkung anzufordern. Einige Offiziere der Odyssey verbleiben an Bord der Raumstation, um Admiral Keller bei der Planung der nächsten Schritte zu unterstützen. Als die von dem JemHadar-Kreuzer gestohlene Datenbank auf der OPS an den Computer angeschlossen werden musste, wofür sie aus einer gesicherten Aufbewahrungsbox genommen werden muss, verflüssigt sich das fremde Gerät und verschwindet durch Schlitze im Boden. Offenbar hat das Dominion die Gelegenheit genutzt, um einen Gründer an Bord zu schmuggeln. Es beginnt eine Hexenjagd durch die Station, wobei mehrfach ein Dilemma entsteht, da unklar ist, ob angetroffene Personen die sind, die sie zu sein scheinen. Am Ende gelingt es den Offizieren, den Gründer auszuschalten, doch gelang es ihm zuvor, die Energieversorgung der Station zu sabotieren.

Das Dominion nutzt diesen Moment der Schwäche, um eine Flotte in der Nähe von DS4 zu enttarnen und eine Kapitulation zu erzwingen, da die Sternenflotte nicht über die Feuerkraft verfügt, um den drohenden Kampf zu gewinnen. Zur Überraschung der Offiziere verlangt Weyoun, der die Flotte anführt, jedoch keine bedingungslose Kapitulation, sondern bietet viel mehr einen Nichtangriffspakt an. Den Admiral Keller vorerst akzeptieren muss, auch wenn allen bewusst ist, dass das Dominon mit größter Wahrscheinlichkeit einen Hintergedanken hierbei verfolgt.


Logbuch Admiral Nadine S. Keller (09.05.2408)

Computerlogbuch Rear Admiral Nadine S. Keller, 09. Mai 2408.

Es sind 1,5 Monate seit dem Vorfall mit dem auf DS4 eingeschleusten Gründer vergangen. Und 1 Monat seitdem der Nichtangriffspakt mit dem Dominion und den Breen offiziell vom Föderationsrat anerkannt wurde. Bis heute frage ich mich, wie es möglich war, dass uns das Dominion immer einen Schritt voraus gewesen ist. Ohne Zweifel waren die letzten 3 Monate nicht gerade die Sternstunde meiner Karriere in der Sternenflotte.

Der Nichtangriffspakt ist für mich ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite stellt er für den Moment sicher, dass uns kein direkter militärischer Konflikt mehr mit der Dominion-Breen-Allianz droht. Ferner hat er verhindert, dass wir Teile unseres Territoriums an der Breen-Grenze aufgeben mussten. Auf der anderen Seite bin ich mir sicher, dass wir dem Dominion damit direkt in die Hände gespielt haben. Denn im Gegenzug mussten wir Ihnen freie Passage durch den Föderationsraum zwischen den Territorien der Breen und der Ferengi-Allianz zusichern. Und haben uns verpflichtet, uns nicht in die Aktivitäten des Dominions einzumischen, solange sie nicht innerhalb des Föderationsraums stattfinden. Es ist mir schleierhaft, warum dem Dominion die Zusammenarbeit mit den Ferengi so wichtig ist. Doch fliegen mittlerweile mehrmals pro Woche Konvois in das Gebiet der Ferengi ein und ich glaube kaum, dass es Latinum ist, nach dem es den Gründern sinnt. Auf welche Art profitieren sie von all dem Aufwand und was befindet sich in diesen Konvois? Bedauerlicherweise hat die Regierung der Ferengi bisher jede Auskunft über ihre Beziehungen zur Dominion-Breen-Allianz verweigert. Ich muss gestehen, dass mich das Gefühl nicht loslässt, dass wir den unausweichlichen Konflikt nur hinausgezögert haben.

Manch einer mag sich fragen, weshalb der Föderationsrat diesen aus der Not geborenen Nichtangriffspakt unterzeichnet hat. Bedenkt man unsere früheren Erfahrungen mit dem Dominion. Ehrlich gesagt glaube ich, dass Angst einer der großen Motivatoren hinter diesem Entscheid darstellt. Angst davor was passieren wird, wenn das Dominion erneut einen Krieg gegen den Alpha-Quadranten beginnt. Denn während sie zweifellos die letzten Jahrzehnte mit der Aufrüstung verbracht haben, steht der Alpha-Quadrant heute verletzlicher da denn je. Das romulanische Militär liegt am Boden. Die Klingonen sind mit internen Konflikten beschäftigt und zurzeit alles andere als gute Freunde der Föderation. Die Cardassianer haben sich wieder mehr radikalisiert und von uns distanziert. Und die Sternenflotte befindet sich mitten im Umbau, nachdem Utopia-Planitia verloren ging, das gesamte SFC umstrukturiert wurde und zahlreiche alte Schiffe ausgemustert wurden zugunsten von moderneren Raumschiffen, die noch gar nicht fertiggestellt sind.

Zumindest können wir uns mittlerweile glücklich schätzen, dass wir nicht mehr alleine hier draußen an der Breen-Grenze sind. Die Verstärkung der Sternenflotte ist vor einigen Tagen eingetroffen und erlaubt es uns, die Grenze besser abzusichern. Auch wenn es weit weniger Schiffe sind, als ich erhofft habe. Die Sternenflotte möchte weiterhin ihre Kräfte auf das bajoranische Wurmloch konzentrieren und sieht die Breen-Grenze eher als sekundären Schauplatz an. Hinzu kommt, dass vermehrte Aktivitäten entlang der Grenzen einiger unserer Nachbarn dafür gesorgt haben, dass unsere Verteidigungsstreitmacht sich erneut aufteilen musste. Es erscheint zurzeit unmöglich, eine adäquate Verteidigungslinie gegen das Dominion aufzubauen.

Für den Moment bleibt uns also nur übrig auf der Hut zu bleiben, während wir dazu gezwungen sind, den Konvois des Dominions dabei zuzusehen, wie sie unseren Raum durchfliegen. Und zu hoffen, dass wir diesen Nichtangriffspakt nicht bald bereuen werden.


Mission 137 + 138 – „Das Störnetz“

Missionsdatum: 17.10. + 14.11.2021

Zeit: 24. + 25. März 2408

 

Die Odyssey erhält den Auftrag der Störung der ein- und ausgehenden Langstrecken-Subraumkommunikation in Richtung des restlichen Föderationsraumes nachzugehen. Da die Grenze zum Abbruch der Kommunikation auf Höhe der Grenze zur Ferengi-Allianz besteht, bricht die Odyssey in eben diese Richtung auf. Unterwegs begegnet sie der USS Cerberus, einem Raumschiff der Steamrunner-Klasse, welches sich gerade auf dem Weg zu Deep Space 4 befindet. Sie informieren die Odyssey darüber, dass sie eine Art Störboje an der Grenze zu den Ferengi entdeckt haben, deren Technologie vom Dominion zu stammen scheint. Bei Annäherung an die Boje wurde die Cerberus durch einen Verteronen-Impuls vorübergehend ausgeschaltet, weshalb sie die Untersuchung abgebrochen haben. Die Odyssey erhält die Koordinaten.

Nach Ankunft bei der Störboje des Dominions beginnt die Odyssey mit einer Untersuchung der Vorrichtung und stellt fest, dass sie nur Teil eines größeren Netzwerkes ist. Dieses scheint verantwortlich für die Störung der Subraumkommunikation zu sein. Lt. Plaure und Kdt. Keller gelingt es, sich in das Computersystem der Boje zu hacken und einen Weg zu finden, auf einen Schlag das gesamte Netzwerk zu zerstören. Doch bevor sie dies tun können, erscheint ein JemHadar-Schlachtkreuzer wie aus dem nichts. Lt. T’Mira stellt fest, dass die JemHadar offenbar eine Art Refraktionsschild benutzen, welcher die JemHadar-Schiffe unsichtbar für die Sensoren der Sternenflotte machen.

Das JemHadar Schiff kontaktiert die Odyssey. Weyoun, ein Vorta, der zentral am Dominionkrieg beteiligt war, erscheint auf dem Bildschirm. Offenbar wurde er erneut geklont, nachdem sein letzter Klon 2375 erschossen wurde. Eine hitzige Diskussion entbrennt zwischen ihm und Captain Erricson, letzterer zeigt sich schließlich bereit, Weyoun an Bord der Odyssey zu empfangen, um über die gesamte Situation zu sprechen. Lt T’Mira schlägt daraufhin vor, ein kleines Team auf das JemHadar Schiff zu schleusen, um mehr über den Refraktionsschild und die neuen Phasenpolaronwaffen zu erfahren.

Während Weyoun zusammen mit Toth Pran, einem leitenden Militär innerhalb der Breen Konföderation, auf die Odyssey gebeamt wird, beamen drei Besatzungsmitglieder der Odyssey auf das JemHadar-Schiff. Dafür nutzen sie denselben Transporterstrahl, um einer Entdeckung zu entgehen. An Bord der Odyssey stellt sich rasch heraus, dass keine der Seiten einfach kleinbei geben will. Offenbar erachten die Breen  dieses Gebiet (welches ursprünglich zur Föderation gehörte, von den Breen erobert wurde und zum Ende des Krieges wieder zurück an die Föderation fiel) noch immer als Teil ihrer Konföderation und wollen es zurück. Toth Pran fordert die Rückgabe der Region an die Konföderation sowie den Abzug aller Streitkräfte der Sternenflotte. Captain Erricson spielt auf Zeit und kann einen Kompromiss aushandeln: Eine 72 Stunden lange Waffenruhe, während der Erricson Zeit hat mit seinen Vorgesetzten über die Forderung zu sprechen.

Das Infiltrationsteam, zu dem Lt Plaure, Ens Sinclair und Kdt Keller gehören, schafft es in einen Computerkontrollraum des JemHadar-Schiffes einzudringen, wo ihnen ein Vorta unter Androhung von Waffengewalt dabei hilft, die gesuchten Informationen auf eine spezielle mobile Datenbank zu transferieren. Während ihres Rückzugs zum Transporterraum werden sie jedoch entdeckt, Weyoun gestattet es Captain Erricson, seine Leute zurückzuholen, bevor „ein weiteres Missverständnis“ entstehe. Daraufhin trennen sich die Wege beider Schiffe und die Odyssey nimmt Kurs auf Deep Space


Einsatzbefehl an die U.S.S. Odyssey (24.03.2408)

An
Captain Bastian Erricson
U.S.S. Odyssey NCC-81832

Von
Rear Admiral Nadine S. Keller
Deep Space 4

Absenddatum der Nachricht: 24.03.2408

Lieber Bastian.

Gute Arbeit beim Aufspüren der USS Oslo und Phoenix. Die Oslo ist mittlerweile sicher bei DS4 angekommen und wird aktuell auf Folgeschäden der neuen Energiedämpfungswaffe der Breen untersucht. Es ist bedauerlich, dass jedoch jede Hilfe für die Phoenix und ihre 834 Crewmitglieder zu spät kam. Wir sind uns mittlerweile sicher, dass die Breen hinter den Angriffen auf uns stecken. Dass aber offenbar auch das Dominion involviert ist, bereitet mir weit mehr Sorgen.

Tatsächlich fürchte ich, dass diese Aktion seit langer Zeit geplant worden ist. 2404 drang eine Streitmacht des Dominions durch das Wurmloch in den Alpha-Quadranten ein, beschädigte DS9 schwer und zog sich in den Raum der Breen zurück. Der Sternenflottengeheimdienst vermutete damals, dass es sich um Abtrünnige handelte, die versucht haben, die Gründer zu ermorden. Aber offenbar waren das Falschinformationen, denn das zeitgleiche Agieren des Dominions im Gamma- und Alpha-Quadranten spricht eher für einen gemeinsamen Plan. Ich schätze, dass das Dominion die Niederlage von 2375 nicht auf sich beruhen lassen will. Und nun eine Revanche anstrebt.

Wir stehen aktuell vor zwei Problemen: Die weiterhin unterbrochene Subraumkommunikation zum Rest der Föderation. Und die Tatsache, dass wir nur so wenige aktive Schiffe in der Region haben. Wir müssen schleunigst Verstärkung anfordern und das Sternenflottenkommando über unsere Erkenntnisse informieren. Das können wir aber erst, wenn die Langstreckenkommunikation wieder funktioniert. Commander Lareth schließt einen technischen Defekt aus, viel mehr scheint irgendetwas die Subraumsignale zu blockieren, sobald sie den Grenzbereich verlassen. Etwa auf Höhe von Zeta Aquilae und Gamma Coronae brechen die Signale ab, ebenso an der Grenze zu den Ferengi. Ich möchte, dass die Odyssey dies untersucht. Findet heraus, was unsere Langstreckenkommunikation unterbricht. Und neutralisiert diesen Effekt wenn möglich.

Viel Erfolg.

Gez. RAdm. Nadine S. Keller


Ablativpanzerung

Die Ablativpanzerung der dritten Generation besteht aus einer transparenten Denomium-Molybdenum-Legierung. Beide Bestandteile dieses Zweikomponenten-Materials können repliziert und im flüssigen Zustand auf die Außenhülle aufgetragen werden. Erst beim Kontakt miteinander härten sie aus und haften an der Außenhülle. Das erlaubt eine vergleichsweise schnelle und unkomplizierte Reparatur im Feld nach einem Gefecht. Die Schutzwirkung basiert auf einem dreistufigen Prinzip:

Auftreffende Energie von Richtenergiewaffen wird über die gesamte Hüllenoberfläche verteilt, was den punktuellen Stress drastisch reduziert.
Die von der Armierung aufgenommene Energie wird anschließend von den in den Außenhüllenplatten enthaltenen Molybdenum-Wellenleitern aufgenommen und dem taktischen Defektorschildsystem zugeführt, um die Schildgeneratoren partiell wieder aufzuladen.
Übersteigt die auftreffende EM-Energie die Kapazität der Wellenleiter, so wird der Energieüberschuss in den Weltraum reflektiert.

Erst wenn die energetische Leit- und Deflektionsfähigkeit der Ablativpanzerung überschritten wird, beginnt das Material zu vaporisieren. Durch die freiwerdende Streuenergie schmilzt die umliegende Ablativpanzerung und verschließt die entstandene Lücke binnen weniger Sekunden. Die nun entstandene dünnere Schicht hat nur noch einen Bruchteil der energetischen Deflektionsleistung und vaporisiert für gewöhnlich bei einem weiteren Treffer vollständig. Allerdings gilt zu beachten, dass keine Schutzwirkung gegenüber direkten Treffern durch kinetische Waffen wie Photonentorpedos besteht. Diese können bei ausreichender Geschwindigkeit die Ablativschicht durchschlagen und somit direkt an der Außenhülle wirken.

Historisch gesehen handelt es sich bei dieser Technologie um eine Entwicklung aus dem Paralleluniversum, aus dem die USS Allende NCC-88942 stammt. In unserem Universum wurde die Forschung an der Ablativpanzerung hingegen 2382 aufgrund des vermeintlich ungünstigen Kosten-Nutzen-Verhältnisses aufgegeben. Zudem war die Anwendung in der Vergangenheit sehr aufwendig, da frühere Ablativarmierungen in Form von kleinen Kacheln mit der Außenhülle gamma-verschweißt werden mussten.


Mission 136 – „Erstschlag“

Missionsdatum: 10.10.2021

Zeit: 23. März 2408

Dem Einsatzbefehl folgend erreicht die Odyssey nach einem kurzen Slipstreamflug Deep Space 4. Die Station, die sich eigentlich gerade im Umbau befindet, wurde angegriffen und konnte gemäss der Zweiten Offiziers, Cmdr. Fuller, den Angriff nur knapp abwehren. Eine Identifizierung des Feindes war nicht möglich, die Trümmerreste weisen jedoch auf organische Komponenten hin. Kurz darauf erreichen zwei Schiffe der Saber-II-Klasse den Ort, die USS Saber und Peterson. Beide Schiffe wurden so kurzfristig losgeschickt, dass sie über keine vollständigen Besatzungen verfügen. Die Odyssey entsendet technische und medizinische Entlastungsteams auf die Sternenbasis. Admiral Keller beamt rüber, um vor Ort das Kommando zu übernehmen, während Commander Frey das Kommando über die USS Peterson übernehmen soll. Centurion Lareth begleitet den Admiral, um die Reparaturen der Station zu leiten.

Die Odyssey beginnt einen Patrouillenflug entlang der Breen-Grenze. Unterwegs empfangen sie einen schwachen Notruf und folgen diesem zur Quelle. Sie finden die USS Oslo, ein Raumschiff der Norway-Klasse, treibend im Raum. Gemäss Captain T’Vol wurde das Schiff durch einen Verteronen-Impuls ausgeschaltet, als sie einem möglicherweise fingiertem Notruf der USS Phoenix gefolgt sind. Der Impuls hat die Warpspulen überlastet und Energiesysteme ausgeschaltet. Der Angreifer konnte nicht identifiziert werden. Da die Energiesysteme der Oslo in 30 Minuten wieder online sein werden, bittet Captain T’Vol die Odyssey darum, noch der Phoenix zu suchen. Während die Oslo selbst zur Inspektion zu DS4 zurückkehren würde.

Die Odyssey entdeckt 1 Lichtjahr entfernt ein inaktives Raumschiff. Als sie vor Ort ankommen, kann das Schiff als die USS Phoenix NCC-65420 identifiziert werden, ein altes Raumschiff der Nebula-Klasse. Das Schiff wurde so schwer beschädigt, dass eine Bergung unmöglich ist. Die Besatzung – bestehend aus über 800 Personen – ist umgekommen. Einem Außenteam gelingt es, die Logbücher des Schiffes zu bergen, welche offenbaren, dass es von einem gemischten Geschwader aus Schiffen der Breen und JemHadar angegriffen wurde. Die Aufzeichnungen brechen ab, als die Phoenix von einem blauen Impuls getroffen wird. Wahrscheinlich kamen sie von einem nahe befindlichen Nebel jenseits der Grenze zu den Breen. Captain Erricson setzt sich umgehend mit DS4 in Verbindung, um Admiral Keller über die bisherigen Erkenntnisse zu informieren.


Einsatzbefehl an die U.S.S. Odyssey (22.03.2408)

An
Rear Admiral Nadine S. Keller
&
Captain Bastian Erricson
U.S.S. Odyssey NCC-81832

Von
Fleet Admiral Jean-Luc Picard
Commander-in-Chief
Sternenflottenkommando

Absenddatum der Nachricht: 22.03.2408

Liebe Nadine, lieber Bastian.

Wir haben vor 12 Stunden den Kontakt zu Deep Space 4 zwischen den Territorien der Breen Konföderation und Ferengi-Allianz verloren. Da wir momentan nur wenige Raumschiffe an der Grenze zum Breen-Raum haben und auch mit diesen keinen Kontakt herstellen können, müssen wir ein anderes Schiff entsenden, um die Situation zu klären. Das nächste Raumschiff der Sternenflotte im nördlichen Bereich des Föderationsraums würde rund 2 Wochen brauchen, um vor Ort anzukommen, weshalb diese Aufgabe der Odyssey zukommt. Admiral Ross, der mittlerweile auf DS9 angekommen ist, wird das Kommando im bajoranischen Sektor übernehmen.

Euer Befehl lautet, die Ursache für das Verstummen von DS4 aufzuklären und den Status unserer Streitkräfte an der Breen-Grenze zu klären. Sofern notwendig bist du autorisiert das Kommando vor Ort zu übernehmen, Nadine. Wir werden die ersten beiden kürzlich fertiggestellten Raumschiffe der Saber-II-Klasse entsenden, sobald sie abflugbereit sind. Sie sollten dank ihres Slipstreamantriebes kurz nach der Odyssey vor Ort ankommen.

Ich bitte euch vorsichtig zu sein. Aufgrund des drohenden Konflikts mit dem Dominion können wir uns keinen weiteren Konflikt mit den Breen leisten. Doch wäre es durchaus im Bereich des möglichen, dass sie mit dem Dominion sympathisieren, wenn man ihre gemeinsame Vergangenheit bedenkt. Ich hoffe, dass es sich lediglich um eine Subraumstörung handelt, die die Kommunikation unterbrochen hat. Aber wir müssen bis zum Beweis des Gegenteils vom Schlimmsten ausgehen.

Gez. FAdm. Jean-Luc Picard


Subraumnachricht von Fleet Admiral Jean-Luc Picard

An
Rear Admiral Nadine S. Keller
&
Captain Bastian Erricson
U.S.S. Odyssey NCC_81832

Von
Fleet Admiral Jean-Luc Picard
Commander-in-Chief
Sternenflottenkommando

Absenddatum der Nachricht: 12.03.2408

Liebe Nadine, lieber Bastian.

Mit großer Sorge habe ich euren Bericht zu den Vorkommnissen im Gamma-Quadranten gelesen. Es ist offensichtlich, dass das Dominion wieder aufgerüstet hat und ich sehe in der Abschottung des Wurmlochs sowie dem Angriff auf euch und unsere Kolonien einen ersten Schritt zur Vorbereitung eines erneuten Konfliktes mit dem Alpha-Quadranten. Und ich muss gestehen, dass sie sich dafür keinen schlechteren Zeitpunkt hätten aussuchen können. Nicht nur, dass sich die Utopia-Planitia-Flottenwerften noch im Wiederaufbau befinden, was unsere Produktionskapazitäten drastisch reduziert. Auch die schleppende Umstellung der Flotte im Rahmen des Flottenmodernisierungsprogramms stellt ein Problem dar. Denn wenn gleich sich die nächste Generation unserer Raumschiffe als überlegen erweisen dürfte, wird es mindestens ein Jahr dauern, genügend neue Schiffe zur Verfügung zu haben, um uns dem Dominion entgegen zu stellen. Denn bedauerlicherweise sind – was zum Glück unsere Nachbarn nicht wissen – die meisten unserer aktuell im Dienst befindlichen Schiffe veraltet, da wir uns zu lange Zeit gelassen haben, um sie zu ersetzen. Das mag kein Problem in Hinblick auf die Klingonen, Romulaner oder Cardassianer darstellen. Aufgrund des technologischen Fortschritts des Dominions und ihrer erneut effektiven Phasenpolaronwaffen könnte uns dies im Falle des Dominions jedoch das Genick brechen.

Das Sternenflottenkommando hat einen großen Teil unserer Flotte nach Bajor abkommandiert, um das Wurmloch und Deep Space Nine bei der Verteidigung im Falle einer Invasion zu unterstützen. Dabei werden wir an den übrigen Grenzen auf wenige, dafür schlagkräftige Kreuzer setzen und uns auf eine zahlenmäßige Überlegenheit im bajoranischen System verlassen. Dieses Manöver dient vor allem dazu, Stärke gegenüber unseren Nachbarn zu demonstrieren… Ein Raumschiff der Sovereign-Klasse macht interessanterweise mehr Eindruck als 10 Fregatten. Ferner habe ich Admiral Ross zur cardassianischen Grenze beordert, um vor Ort das Kommando zu übernehmen. Ich bin mir sicher, dass seine Erfahrungen aus dem letzten Dominionkrieg sehr wertvoll sein werden. Bis zu seiner Ankunft möchte ich euch beide darum bitten, die Stellung zu halten. Denn im Moment steht nur die Sternenflotte zwischen dem Dominion und dem Alpha- und Beta-Quadranten. Das romulanische Militär liegt weiterhin in Ruinen und die Klingonen sind zurzeit mit internen Problemen beschäftigt, weshalb wir mit keiner Hilfe von ihnen rechnen können. Zumindest im Moment. Und bedauerlicherweise haben wir bisher auch keine klare Stellungnahme von Seiten der Cardassianern erhalten.

Hoffen wir auf das Beste. Und bleibt wachsam dort draußen.

Gez. FAdm. Jean-Luc Picard


Mission 135 – „Ein Blick in die Zukunft“

Missionsdatum: 03.10.2021

Zeit: 09. März 2408 / 2554 / 3188

 

Nachdem die schwer beschädigte Odyssey das Wurmloch im Jahr 2554 verlassen hat, musste Centurion Lareth das Kommando übernehmen, da Admiral Keller und Captain Erricson außer Gefecht waren. Ein unbekanntes, kleines Schiff greift die Odyssey an und schaltet mit Leichtigkeit ihre Schilde aus. Nach Aussenden eines Notrufs erscheint plötzlich ein gewaltiges Raumschiff der Sternenflotte, die U.S.S. Enterprise NCC-1701-J. Es zerstört das fremde Schiff und drei Personen ihrer Besatzung beamen an Bord. Admiral Dax, Captain Josef Lareth (Chefingenieur des Schiffes und Enkel von T’Mira und Centurion Lareth) sowie Dr. Nora Keller (Leitende Ärztin und Ur-Ur-Enkelin von Jessica Keller).

Während sich Captain Lareth darum kümmert, ein Gerät zu installieren, um die Odyssey zurück in ihre Zeit zu schicken, heilt Dr. Nora Keller auf wundersameweise Admiral Nadine Keller und Captain Erricson. Admiral Dax unterhält sich daraufhin mit beiden. Die Führungsoffiziere erfahren überraschenderweise einige Details über die Zukunft. So hat sich die Föderation über den Großteil der Milchstraße ausgedehnt und beinhaltet nun hunderttausende Mitgliedswelten. Die Enterprise-J gehört der Universe-Klasse an und ist dazu in der Lage, mit einem Hypersubraumversetzungsantrieb [Offplay-Hinweis: Entspricht dem Sporenantrieb aus Discovery) innerhalb eines Moments gewaltige Distanzen zurückzulegen. So sei die Föderation mittlerweile auch außerhalb der Milchstraße aktiv. Nun befindet sie sich im Krieg mit der „Totalität“, über deren Natur Admiral Dax nicht mehr sagen wollte. Doch weist er daraufhin, dass die Mission der Odyssey im Delta-Quadranten, die abgebrochen wurde, wiederaufgenommen werden muss sobald möglich, da sie wichtig für den aktuellen Konflikt sei, in der sich die Föderation befindet.

Nachdem das Gerät installiert wurde, kehren Dax, Lareth und Keller auf die Enterprise-J zurück. Und die Odyssey fliegt durch das Wurmloch, um in ihre Zeit zurückzukehren. Ein Fehler in der Programmierung des Gerätes hat zu dieser Reise in die Zukunft geführt. Es erscheinen plötzlich zwei Energiewesen auf der Brücke, die eine menschliche Gestalt annehmen. Sie klären die Crew darüber auf, dass es sich bei Ihnen um eine Weiterentwicklung der Menschheit handelt, die offenbar das Entwicklungsniveau der Q erreicht hat. Sie erklären, dass sie auf die Ankunft der Odyssey gewartet haben und das Schiff zurück in ihre Zeit versetzen wollen. Vorher aber reparieren sie das Schiff mit einem Fingerschnipser und heilen alle Verletzten und Verstorbenen an Bord. Ferner teilen sie der Brückencrew mit, dass der Grund für ihre Weiterentwicklung sei, dass die Menschheit vor langer Zeit gelernt habe, dass sie sich auf die falschen Dinge konzentriert haben, was die Erforschung des Universums und ihrer eigenen Existenz angeht. Und dass vor der Föderation zwei schwierige, konfliktreiche Jahrhunderte liegen würden, bevor alles besser werden wird und die Menschheit Kurs auf ihre Zukunft als aufgestiegene Wesen nehmen wird.

Die Odyssey befindet sich plötzlich wieder im Jahr 2408 bei Deep Space Nine im bajoranischen System. Wo sich auch die Schiffe des Verbandes sowie die Offiziere an Bord der Raumjäger der Odyssey befinden. Die Fremden verschwinden wieder, nicht aber ohne eine Welle der Hoffnung und des Glücks durch das Schiff zu senden, welches alle Besatzungsmitglieder erfasst.


Starfleet Medical Journal Ausgabe 494

Ausgabe 494 – 1. Halbjahr 2408

Artikel 1: Mit metaphasischer Strahlung zur ewigen Gesundheit?

Seit drei Jahrzehnten arbeiten mehrere Forschungsgruppen auf 6 Welten der Föderation an den phantastischen regenerativen Eigenschaften der metaphasischen Strahlung für humanoide Lebewesen. Während diese Eigenschaften in Laborexperimenten mit kleinen wirbellosen Tieren bereits seit über einem Jahrhundert bekannt sind, hat erst die Entdeckung der planetaren Ringe um den Planeten Baaku im Briar Patch im Jahr 2375 bewiesen, dass eine ausreichend hohe Konzentration auch beispiellos positive Auswirkungen auf humanoide Lebensformen haben kann. […]

Prof. Dr. Lurna et. al. der mediznischen Fakultät der Universität Rixx auf Betazed ist es erstmals gelungen, metaphasische Strahlung in ausreichend großer Konzentration künstlich herzustellen und die positiven Effekte in holographischen Simulationen im Rahmen einer Phase II Studie nachzuweisen. „Die Möglichkeiten sind endlos“ beteuert die Professorin in einem kürzlich veröffentlichten Beitrag des FNN. „Es war uns möglich Krankheiten und genetische Defekte zu heilen, die bislang nur durch kybernetische Implantate oder durch biosynthetische Ersatzorgane versorgt werden konnten. Metaphasische Strahlung erlaubt es hingegen, die körpereigenen Zellen und Gewebe zu regenerieren… Sei es das Wachstum neuer Sehnerven, die Regeneration geschädigter Gehirnzellen oder das Nachwachsen amputierter Gliedmassen. In einigen Jahren dürfte uns allen die heutige Medizin trotz all ihrer Möglichkeiten geradezu archaisch vorkommen.“ […]

Bereits in wenigen Monaten soll eine Phase III Studie an realen Humanoiden beginnene, um Wirksamkeit und Sicherheit der künstlichen metaphasischen Strahlung mitsamt ihrer medizinischen Anwendungszwecke zu erproben. Wir hoffen darauf, bei unserer nächsten Ausgabe in 6 Monaten mehr hierzu berichten zu können.

 

Artikel 4: Supreme Court erklärt „Verbot genetischer Augmentationen“ für verfassungswidrig

Das Verbot genetischer Augmentationen in der Föderation ist älter als die Föderation selbst. Es hat seine Ursprünge in den eugenischen Kriegen der Erde des 21. Jahrhunderts. Damals versuchten genetisch verbesserte Menschen die Weltherrschaft an sich zu reißen. Die Konsequenz war ein Weltkrieg, der die Menschheit an den Rand ihrer Auslöschung brachte. Aufgrund ihres politischen Gewichts bei der Gründung der Föderation gelang es der damaligen Regierung der Vereinten Erde, mit einer knappen Mehrheit das Verbot auch im Föderationsrecht festzuhalten. Eine Entscheidung, die seither regelmässig von diversen Institutionen und Mitgliedswelten kritisiert wurde.

Das Problem hierbei ist, dass im Vorfeld bereits einige Mitgliedswelten genetische Manipulationen nutzten, um der Evolution nachzuhelfen. So unter anderem die Vulkanier, deren hohe Lebenserwartung auf genetische Veränderungen vor mehreren Jahrhunderten zurückzuführen ist. […] Personen, die mit einem genetischen Handicap geboren wurden, haben ein Leben lang Nachteile, obwohl diese Probleme noch vor ihrer Gebut lösbar wären. Dies führte in den letzten 50 Jahren zu einem Anstieg an heimlichen genetischen Manipulationen, die unter nicht-kontrollierten Bedingungen durch Ärzte mit eher zweifelhaftem Ruf durchgeführt wurden. Und häufig zu vermeidbaren Folgeschäden führten. Die Kriminalisierung der humanoiden Gentechnik, welche nicht der Behandlung lebensbedrohlicher Erkrankungen dient, hat gemäss einer aktuellen Studie einer der führenden Universitäten Vulkans zu einer ausgesprochen negativen Bilanz geführt, in der der Schaden den Nutzen bei weitem überwiegen soll. […]

Basierend auf besagter Studie haben 45 Mitgliedswelten der Föderation vor 2 Jahren eine Klage beim Obersten Gerichtshof der Föderation eingereicht, welche eine differenzierte Sichtweise auf die humanoide Gentechnik forderte. Und zur Überraschung vieler Experten hat der Supreme Court der Klage stattgegeben und das Verbot für verfassungswidrig erklärt. Die Richter begründeten dies damit, dass das vor über 300 Jahren verabschiedete Gesetz nicht länger zeitgemäß sei. Und es nicht zu rechtfertigen sei, die gewaltigen Fortschritte der letzten Jahrhunderte auf diesem Gebiet mitsamt der potentiellen positiven Effekte für die Mitgliedsvölker der Föderation grundsätzlich zu verbieten, weil eine ihrer Mitgliedswelten in ihrer frühen Entwicklung Fehler gemacht habe, die heutzutage nicht mehr zu befürchten seien. […]

Nun ist der Föderationsrat am Zug. Dieser wurde vom Supreme Court dazu aufgefordert, innerhalb der nächsten 10 Jahre ein neues Gesetz zu verabschieden, welches die Missstände beim bisherigen Gesetz auflöst und die humanoide Gentechnik in einem „vernünftigen Rahmen“ legalisiert. […]


Mission 134 – „Durch das Wurmloch“

Missionsdatum: 19.09.2021

Zeit: 09. März 2408

Nachdem sich die USS Odyssey mit ihrem Verband getroffen hat, beraten die Führungsoffiziere des Schiffes in der Beobachtungslounge über das, was bisher passiert ist. Wenn gleich die Odyssey als einziges Schiff Feindkontakt mit dem Dominion hatte, sind alle anderen Föderationskolonien im Gamma-Quadranten ebenfalls auf dieselbe Weise vom Leben beraubt worden, wie es auf Neu Bajor der Fall war. Bedauerlicherweise sind die Erkenntnisse über den Tod der Kolonisten noch sehr dürftig. Einzig dass eine unbekannte Strahlung dahinter steckte, die die Lebewesen bis auf ihre Quarks aufgelöst und somit unidentifizierbar gemacht hat. Doch scheint sie lediglich biologisches Gewebe zu zersetzen, nicht aber die Infrastruktur der Planeten. Da kein natürliches Phänomen bekannt ist, das diesen Effekt hat, gehen die Offiziere davon aus, dass es eine Waffe war. Ferner legen die bisherigen Erfahrungen nahe, dass eine Schiffshülle aus Duranium-Tritanium-Verbundsstoff einen effektiven Schutz gegen die Strahlung darstellt. Da die Leichen im Massengrab auf konventionelle Weise umgebracht wurden und es sich wohl um Kolonisten handelte, die sich im Bunker unterhalb des Rathauses versteckt haben. Dieser war nämlich mit einer solchen Legierung verstärkt.

Der Verband nimmt Kurs auf das Wurmloch, um zurück in den Alpha-Quadranten zu gelangen. Dort finden sie zwei dünne, längliche Raumstationen vor, die direkt vor der Mündung des Wurmlochs gespiegelt platziert wurden. Um nichts zu riskieren entsendet die Odyssey ihre Jäger-Staffeln, um sich das aus der Nähe anzusehen. Bei Annäherung aktiviert sich ein Kraftfeld zwischen beiden Wurmlöchern, welches den Zugang versperrt. Dies dürfte auch erklären, warum die Schiffe der Sternenflotte verschwunden sind, die in den Gamma-Quadranten geschickt wurden: Jedes Schiff, das das Wurmloch passiert, würde gegen das Kraftfeld prallen und vaporisiert werden.

Plötzlich tauchen mehrere JemHadar Schiffe wie aus dem nichts auf und attackieren den Sternenflottenverband. Ihre Phasenpolaronwaffen durchdringen einfach die Schilde, weshalb die Sternenflottenschiffe ungeschützt sind. Ein heftiger Kampf entfacht und obwohl sich der Sternenflottenverband zu verteidigen weiß, steckt er aufgrund der ineffektiven Schutzschilde schwere Schäden ein. Die USS Behaim wird zerstört, die USS Da Gama und USS Okeanos verlieren ihre Überlichtantriebe. Aufgrund dessen kann sich der Verband nicht zurückziehen.

In einem waghalsigen Manöver gelingt es den Jägern der Odyssey, die Kraftfeldgeneratoren der Raumstationen zu zerstören. Doch verbleiben am Ende nur noch die Jäger der Blacing Falcons sowie die Raptorstaffeln. Sie flüchten durch das Wurmloch, gefolgt vom Sternenflottenverband. Da die USS Cortes jedoch manövrierunfähig ist, muss die Odyssey sie abschleppen. Unter heftigem Beschuss – und mit entsprechend starken Schäden – gelingt es der Odyssey, die Cortes durch das Wurmloch zu schicken. Doch kurz bevor sie selbst hinein fliegt, trifft ein JemHadar Schiff eines der Plasmaphasergeschütze, was zu einer gewaltigen Explosion auf der Unterseite des Schiffes führt. Im selben Moment driftet die Odyssey in das Wurmloch und findet sich auf der anderen Seite wieder.

Da Captain Erricson und Admiral Keller außer Gefecht gesetzt wurden, übernimmt Centurion Lareth das Kommando. Schnell jedoch ist klar, dass die Odyssey es zwar in das bajoranische System geschafft hat. Doch es fehlen sowohl Deep Space Nine als auch die Schiffe des Sternenflottenverbands. Die Erklärung wird schnell gefunden: Aus irgendeinem Grund wurde die Odyssey in der Zeit voraus geschickt und befindet sich nun im Jahr 2554.


Mission 132 + 133 – „Hinterhalt bei Neu Bajor Teil 1 + 2“

Missionsdatum: 08.08.2021 + 22.08.2021

Zeit: 03. März 2408

 

Der Flottenverband erreicht den Gamma-Quadranten und teilt sich auf, um den Status der diversen Föderationskolonien zu überprüfen, zu denen der Kontakt abgebrochen ist. Die U.S.S. Odyssey wendet sich dabei Neu Bajor zu, der größten Föderationskolonie in der Region. Man entdeckt weder Kontakte im Orbit noch Lebenszeichen auf der Oberfläche, jedoch scheint gemäß der Scans die Infrastruktur intakt zu sein. Es fällt schwer nachzuvollziehen, wie die fast 140.000 Einwohner spurlos verschwinden konnten, weshalb ein Außenteam hinunter beamt, angeführt von Captain Erricson. Die hochschwangere Kadettin Jessica Keller, welche heute zu ihrem ersten Brückendienst  eingeteilt wurde, bittet um die Erlaubnis das Außenteam begleiten zu dürfen, was gestattet wird.

Auf der Oberfläche angekommen – das Außenteam materialisiert auf dem Zentralplatz vor dem Rathaus – finden sich keine Spuren für einen Kampf. Das Team teilt sich auf, wobei Captain Erricson und Centurion Lareth einen verstörnenden Fund machen: Ein Massengrab inmitten einer Parkanlage, welche hunderte völlig verkohlte Leichen enthält. Doch nicht nur die Humanoiden im Inneren wurden getötet, sämtliches Leben inkl. Pflanen und Tiere scheint „verbrannt“ worden zu sein. Auf den Straßen fanden sich zudem ungewöhnliche Brandspuren am Boden, die nicht mehr zu identifizierende Bioreste enthielten und bereits vom Regen zum Großteil weggewaschen wurden. Commander Marterer und Kadettin Keller finden im Rathaus heraus, dass die Computerdatenbank wohl bewusst im Rahmen eines Notfallprotokolls gelöscht wurde. Auch hier finden sich die merkwürdigen Brandspuren, die aufgrund der fehlenden Witterung erhalten geblieben sind. Die Tricorderdaten weisen daraufhin, dass irgendeine Form von Strahlung ein Lebewesen auf unbekannte Art soweit aufgelöst hat, dass es nicht einmal mit mittels Tricorder zu identifizieren ist.

Drei JemHadar Schiffe dringen plötzlich in den Orbit des Planeten ein, weshalb die Odyssey ihre Schilde heben muss. Das Außenteam regruppiert sich auf der Oberfläche und wird kurz darauf von mehrern JemHadar umzingelt, welche von einer Vorta angeführt werden, die auf den Namen Kilana hört. Sie beteuert, dass das Dominion nicht hinter der Katastrophe auf Neu Bajor steckt und auch ihre Kolonien ähnliche Schicksale erlitten hätten. Sie wünscht einen Informationsaustausch, doch verbleibt Captain Erricson skeptisch und vereinbart mit ihr, dass sie auf ihre jeweiligen Schiffe zurückkehren und von dort aus konferieren würden.

 

Nach der Rückkehr des Außenteams auf die Odyssey wird dieses noch im Transporterraum von drei JemHadar angegriffen, die sich getarnt mit an Bord transportiert haben. Sie entwenden Kadettin Keller und Centurion Lareth ihre Tricorder, wobei die schwangere Kadettin eine Stichverletzung am Bauch erleidet. Die JemHadar können in die Flucht geschlagen werden, wobei es dem Captain gelingt, seinen Tricorder zu behalten. Inmitten des Chaos wird der Eindringlingsalarm ausgerufen, wobei von einer feindlichen Invasion auf mehreren Decks die Rede ist. Kurz darauf fallen Hauptenergie und interne Kommunikation aus. Da Kadettin Keller auszubluten droht, entscheidet sich der Captain, sie in die Shuttlerampe zu schaffen und von dort mittels eines Shuttles in die Krankenstation zu beamen. Das Team muss auf dem Weg dorthin durch ein größeres Feuergefecht zwischen der Sicherheit und den JemHadar hindurch, schafft es aber zu einem Typ 16 Shuttle. Kadettin Keller hat zu diesem Zeitpunkt bereits das Bewusstsein verloren. Der Captain wird mit ihr auf die Krankenstation gebeamt, wo das medizinische Personal sofort mit der Reanimation beginnt.

Unterdessen gelingt es Admiral Keller und Commander Frey mit Hifle der Sicherheit, den Computerkern und die Kommunikationskontrolle zurückzuerobern. Lieutenant T’Mira wiederum sichert mit ihrem Team die Schildkontrolle. Nach Wiederherstellung der internen Kommunikation koordiniert der Admiral die Verteidigungsbemühungen. Während Captain Erricson zusammen mit zwei Sicherheitsoffizieren die Transporterkontrolle sichert, gelingt es Commander Marterer und Centurion Lareth den Maschinenraum zurück zu erobern. Sämtliche JemHadar an Bord werden nach Wiederherstellung der Schiffsenergie auf die Oberfläche des Planeten gebeamt. Offenbar war das Dominion vor allem daran interessiert herauszufinden, wie die Sternenflotte hierher gekommen ist ohne das Wurmloch zu benutzen.

Zurück auf der Brücke bereiten sich alle für ein Raumschiffgefecht vor, doch ziehen sich die drei Dominionschiffe zurück, ehe ein Schuss abgegeben wird. Da sich jedoch eine kleine Flotte der JemHadar nähert, entschließt sich auch die Odyssey den Orbit zu verlassen und sich mit dem Flottenverband zu treffen. In der Hoffnung, dass es bei den anderen Schiffen besser gelaufen ist. Denn die letzten Stunden hatten für unzählige Tote, Verletzte und hunderte Personen mit psychologischen Traumata an Bord der Odyssey gesorgt. Eine bittere Bilanz, die nahe legt, dass das Dominion als Aggressor hinter dem Verstummen der Kolonien steckt.


Mission 131 – „Das Schicksal der Ocampa“

Missionsdatum: 02.05.2021

Zeit: 02. Januar 2408

 

Der Flottenverband „Full Circle“ erreicht Talax, wo die Besatzung der Odyssey feststellt, dass die Feindseeligkeiten zwischen den Haakonianern und Talaxianern beigelegt wurden. Es herrscht Frieden sowie eine enge Freundschaft zwischen beiden Völkern. Talax ist wieder unabhängig und Teil einer gemeinsamen Allianz beider Völker. Die Talaxianer an Bord der Odyssey werden auf die Oberfläche gebeamt, doch hat Neelix vor seiner Abreise noch eine Bitte: Er möchte einen Abstecher nach Ocampa machen, um herauszufinden, was aus dem Volk und insbesondere Kes geworden ist.

Die Odyssey erreicht nach einem kurzen Slipstreamsprung den Orbit von Ocampa, während der Flottenverband im Orbit von Talax verbleibt. Im System finden sich zahlreiche Kazon-Schiffe, die alt und schlecht gewartet scheinen. Auf der Oberfläche werden mehrere Siedlungen registriert, wahrscheinlich Bergbauwerke. Eine höherentwickelte Infrastruktur hat es selbst heute nicht. Ein Außenteam, begleitet von Neelix, beamt in jene Siedlung, in der die Crew der Voyager einst den Erstkontakt zu den Kazon hergestellt hat. Die Kazon Ogla scheinen den Planeten zu kontrollieren und das Außenteam muss feststellen, dass die Ocampa unter entsetzlichen Bedingungen als Sklaven gehalten werden. Sie erfahren, dass wenige Jahre nach dem Abflug der Voyager den Ocampa unter der Oberfläche die Ressourcen ausgegangen sind. Was zu erwarten war, da der Fürsorge nur ausreichend Energie und Nahrung für 5 Jahre zur Verfügung stellen konnte, ehe er starb. Die Ocampa mussten zur Oberfläche gehen, wo sie von den Kazon versklavt wurden.

Das Außenteam kann sich nur schwer beherrschen, insbesondere für Neelix ist die Situation fast unerträglich. In Rücksprache mit Admiral Keller wird der Anführer der Kazon vor Ort, Maje Halma, an Bord der Odyssey gebracht, um über die Freilassung der Ocampa zu verhandeln. Er und zwei seiner Begleiter werden von Cmdr. Marterer in Admiral Kellers Büro gebracht.

Im Laufe des Gesprächs stellt sich heraus, dass die Sternenflotte bis heute einen schlechten Ruf in der Region genießt und die Eingriffe der Voyager damals dazu geführt haben, dass sich die Kazon-Sekten zusammengeschlossen haben, um sich in Zukunft besser gegen solche Bedrohungen verteidigen zu können. Ferner müssen Keller und Marterer erfahren, dass die Ocampa nicht nur auf dem Planeten diesem Schicksal erlegen sind, sondern überall im neuen Kazon-Reich verteilt dieselbe Behandlung erleiden müssen.

Das Gespräch eskaliert schnell, als es auf einen Austausch von Drohungen hinausläuft. Die Kazon versuchen Keller und Marterer zu überwältigen, es kommt zu einem Handkampf, bis es dem SC gelingt, Hilfe herbeizurufen. Die Kazon werden entfernt und zurück auf den Planeten geschickt, woraufhin Keller und Marterer über das weitere Vorgehen beraten. Admiral Keller entscheidet am Ende, dass die Oberste Direktive einen Eingriff in diese Situation verbietet. Zumal der Verband einen neuen Auftrag von der Sternenflotte erhalten hat:

Der Kontakt zu allen Schiffen, Kolonien und Einrichtungen der Föderation im Gamma-Quadranten ist abgebrochen. Die Sternenflotte hat zwei Schiffe durch das bajoranische Wurmloch geschickt, doch gab es keine Rückmeldung. Da die Sternenflotte fast alle Schiffe, die über einen Quantenslipstreamantrieb verfügen, dem Verband „Full Circle“ zugeteilt hat (zurzeit gäbe es noch die USS Century und Enterprise, aber beide sind im Beta-Quadranten und müssten 30.000 Lichtjahre mehr zurücklegen), wurde die Odyssey beauftragt, der Sache nachzugehen. Was möglicherweise Probleme mit dem Dominion heraufbeschwören könnte, denn gemäss dem Friedensabkommen dürfen keine Kreuzer der Sternenflotte im Gamma-Quadranten eingesetzt werden, sondern nur zivile Schiffe und kleine Forschungseinheiten.


Mission 129 + 130 – „Besuch aus der Vergangenheit“

Missionsdatum: 30.05. + 13.06.2021

Zeit: 07. Februar 2408

 

Auf ihrem Weg nach Talax wird der Slipstreamflug der USS Odyssey (der Verband hat sich wegen eines Antriebsproblems bei einem Begleitschiff aufgeteilt) aufgrund einer gravimetrischen Anomalie unterbrochen. Auf den Sensoren erscheint eine Typ-IV Quantensingularität, dieselbe, mit der die USS Voyager NCC-76241 im Jahr 2371 Kontakt hatte (s. VOY 1×03, Die Paralaxe). Während sich die Quantenslipstreammatrix regeneriert, finden die Sensoren ein Raumschiff, welches sich langsam aus der Nähe des Ereignishorizons zu befreien versucht. Mit einem modifizierten Traktorstrahl gelingt es der Odyssey, das Schiff zu befreien. Zur Überraschung der Besatzung handelt es sich um die USS Voyager NCC-76241. Neelix bekräftigt, sich zwar an die Singularität zu erinnern, nicht aber daran, Kontakt mit der USS Odyssey gehabt zu haben.

Captain Janeway beamt an Bord und stellt klar, dass sich die Voyager erst seit wenigen Wochen im Delta-Quadranten befinden würde. Nach Analyse der Daten handelt es sich am ehesten um die Folgen der Zeitdilatationseffekte in der Nähe der Singularität: Während für die Crew der Voyager nur Minuten vergangen sind, sind für das Umfeld über 30 Jahre vergangen. Während Funkstille zur Voyager gewahrt wird, um die temporale oberste Direktive nicht zu verletzen, arbeiten Admiral Keller und Captain Janeway einen Plan aus: Die Voyager wird – gehüllt in ein inverses Warpfeld – ihre Route in die Nähe der Singularität zurückverfolgen. Dadurch soll das Schiff in die Vergangenheit zurückversetzt werden und dabei die Zeit für die Crew rückwärts laufen, so dass sich niemand an das Ereignis erinnern sollte. Wenn alles gut geht, sollte die zurückfliegende Voyager den Einflussbereich der Singularität verlassen, während das vergangene Ich ihre Reise in die Zukunft antritt.

Aufgrund der Unsicherheiten an Bord der Voyager kommt es zu einer Meuterei des Maquis, die versuchen, das Schiff zu übernehmen, da sie eine Verschwörung der Sternenflotte vermuten (die Odyssey konnte durch Fenster beobachtet werden). Mit Hilfe des SHARC-Teams der Odyssey gelingt es, die Kontrolle über die Voyager zurückzugewinnen. Der Plan wird umgesetzt und ist erfolgreich. Sowohl Neelix als auch Admiral Janeway, die via Hypersubraumfunk kontaktiert wird, erinnern sich nicht an den Vorfall.

Die Odyssey setzt ihren Flug nach Talax fort.


Mission 128 – „Eine Heimstätte Teil 3“

Missionsdatum: 02.05.2021

Zeit: 18. Dezember 2407

 

Nachdem die USS Odyssey Kontakt zu der Regierung der Nocona hergestellt hat, gab diese an, nicht zu wissen, wo sich die Talaxianer aktuell befänden. An Bord dreier talaxianischer Schiffe seien sie in Richtung des ledosianischen Systems geflogen. Ein Volk, zu dem die USS Voyager bereits Kontakt hatte, kurz bevor sie in den Alpha-Quadranten zurückgekehrt war. In der Hoffnung, dort mehr über den Verbleib der Talaxianer zu erfahren, brach der Flottenverband der Sternenflotte zum System der Ledosianer auf.

Bei Ankunft wird der Verband von mehreren ledosianischen Schiffen abgefangen. Der ledosianische Botschafter informiert die Odyssey darüber, dass die Sternenflotte aufgrund vergangener Verbrechen der USS Voyager nicht willkommen sei. Captain Erricson gelingt es aber herauszufinden, dass die Talaxianer auf einem Mond im System leben. Er arrangiert ein Gespräch mit ihnen und tritt in Kontakt mit Neelix. Dieser erklärt, dass ihre Schiffe nach Verlassen des Asteroiden von Piraten angegriffen wurden. Hunderte Leben seien verloren gegangem. Nach Ankunft im ledosiansichen System sei das letzte Schiff mit 250 Leben an Bord gestrandet, da es fast funktionsunfähig und ohne Treibstoff war. Die Talaxianer wurden auf einen Mond gebracht und ihr Schiff eingemottet. Da sie keine Handelswaren hatten, war nie jemand daran interessiert, sie in ein anderes System umzusiedeln. Seither waren sie Selbstversorger.

Da die Talaxianer wünschen, von der Sternenflotte mitgenommen zu werden, um zurück nach Talax zu kommen, nimmt Captain Erricson wieder Kontakt zum ledosianischen Botschafter auf. Dieser macht es zur Bedingung, dass die Sternenflotte ihnen mitteilt, wie man das Kraftfeld deaktivieren kann, das das primitive Volk der Vetu auf ihrem Heimatplaneten schützt. Dies sei der Voyager vor 30 Jahren gelungen, doch hätten sie das Kraftfeld vor ihrem Abflug reaktiviert. Andere Lösungen zum Abtransport der Talaxianer lehnt der Botschafter ab.

Nach einer längeren Diskussion entscheidet sich die Führungscrew dazu, mit Hilfe des Slipstreamantriebes einen raschen Sprung in den Orbit des Planeten zu machen, alle Talaxianer an Bord zu holen und wieder zu verschwinden. Zwar stellt dies eine Verletzung des ledosianischen Territoriums dar, doch erscheint es die einzige Lösung zu sein, die keiner dritten Partei schaden würde. Der Plan wird erfolgreich ausgeführt und der Odyssey gelingt es, alle Talaxianer an Bord zu holen, ehe sie das System wieder verlässt.

 

Diese Mission bezieht sich auf die Voyager-Episode 7×22 „Ein natürliches Gesetz“.


Mission 127 – „Eine Heimstätte Teil 2“

Missionsdatum: 04.04.2021

Zeit: 14. Dezember 2407

36 Tage nach dem Aufbruch der Expeditionsgruppe „Full Circle“ passiert der Verband die Grenze zum Delta-Quadranten und erreicht das Asteroidenfeld, welches die Asteroidenkolonie „Neu Talax“ beherbergt, auf dem vor über 30 Jahren der Talaxianer Neelix ein neues Leben begonnen hat. Auf Bitten von Admiral Janeway soll der Verband auf dem Weg in die Tiefen des Delta-Quadranten dort nach dem ehemaligen Botschafter und Führer der U.S.S. Voyager sehen.

Da das Asteroidenfeld zu dicht ist, um mit Raumschifffen hineinzufliegen, bricht die Alpha-Staffel des Hawks-Geschwaders zu ihrem ersten realen Flug auf, um Kontakt zu der Kolonie aufzunehmen. Vor dem Abflug vermeldet Lt. Ontario, dass es Probleme mit seinen Impulstriebwerken gebe, die es etwas träge reagieren lassen. Bedauerlicherweise reicht die Zeit nicht für eine Überprüfung der Systeme. Im Inneren des Asteroidenfeldes kann der Asteroid „New Talax“ lokalisiert werden, doch scheint er verlassen und schwer mitgenommen zu sein. Man entdeckt ein Raumschiff der Nocona, welches vor Ort mit dem Abbau von Erzen beschäftigt ist. Der Kommandant des Schiffes informiert die Staffel, dass die Kolonie seit Jahrzehnten nicht mehr existiere. Offenbar habe man einige Monate nach dem Abflug der Voyager eine Blockade erreichtet, durch die den Talaxianern rasch die Ressourcen ausgegangen seien. Sie waren daraufhin gezwungen, ihre Kolonie aufzugeben. Wohin sie jedoch geflogen sind, wisse er nicht.

Während des Rückflugs der Staffel explodiert das Steuerbord-Impulsantrieb von Ontarios Valkyrie-Jäger. Die höchst instabile Flugbahn kann mit Hilfe zweier Traktorstrahlen stabilisiert werden, man schleppt das beschädigte Schiff zurück zur Odyssey. Jäger und Pilot können aufgrund der Anstrengungen der Staffel gerettet werden.

Die Expeditionsgruppe verbleibt im lokalen Bereich, um in Kontakt mit der Heimatwelt der Nocona zu treten. In der Hoffnung, so zu erfahren, wohin die Talaxianer vor fast 30 Jahren aufgebrochen sind.

 

Diese Mission bezieht sich auf die Voyager-Episode 7×23 „Eine Heimstätte“.


News: Sternenflotte plant Ausmusterung zahlreicher Schiffstypen bis Ende 2408

Wie eine Quelle innerhalb des Sternenflottenkonstruktionskommandos offengelegt hat, plant die Sternenflotte zahlreiche Schiffstypen bis Ende des laufenden Jahres schrittweise aus dem Verkehr zu ziehen. Dies betreffe vor allem kleinere Klassen aus den 2370ern. So sollen die Raumschiffe der Saber, Steamrunner und Norway-Klasse durch die neuen Fregatte der Elysion-Klasse ersetzt werden, die weitaus leistungsstärker als die teils deutlich größeren Schiffe ist, obwohl sie über einen weitaus kleineren Rumpf verfügt. Aus Sicht der Verantwortlichen mache es keinen Sinn, rund 40 Jahre alte Kreuzer weiterzubetreiben, die durch halb so große Schiffe übertrumpft werden. Auch die Raumschiffe der Defiant und Prometheus-Klasse sollen außer Dienst gestellt werden, nachdem sie in den letzten 30 Jahren mehr ein Nischendasein geführt haben. Die meisten noch im Dienst befindlichen Raumschiffe der Defiant-Klasse hätten mittlerweile massive Verschleißerscheinungen, da ihre Maschinen zu viel von den kleinen Schiffen abverlangen. Die Prometheus-Klasse wiederum habe sich in den letzten Jahren immer mehr als zu kostspielig in der Wartung herausgestellt. Durch die Kombination von drei unabhängigen Schiffen in einer gemeinsamen Konfiguration falle pro Raumschiff der Prometheus-Klasse ein 3x so hoher Wartungsaufwand wie bei vergleichbaren Kreuzern an, obwohl sie mittlerweile im vereinten Modus nicht mehr konkurrenzfähig ist. Insbesondere die neuen Schiffe der Excelsior-II und Intrepid-II-Klassen (hier sei die Umrüstung aller im Dienst befindlicher Raumer der Intrepid-Klasse geplant) seien aufgrund ihres altbewährten, aber modernisierten Designs deutlich leichter in der Instandhaltung, in ihrer Feuerkraft aber vergleichbar. Zudem zeige die Statistik, dass in den letzten 20 Jahre nur sehr selten von den MVAM-Fähigkeiten der Prometheus-Klasse Gebrauch gemacht wurde, vor allem aufgrund der ausgedehnten Friedensperiode, in der sich die Föderation zurzeit befindet.


Mission 126 – „Wiedervereinigung“

Missionsdatum: 21.03.2021

Zeit: 04. November 2407

Die Odyssey feiert die Wiedervereinigung der alten Allende-Crew in der Stargazer-Lounge in Vorbereitung auf die bald beginnende Forschungsreise in den Delta-Quadranten. Admiral Keller übergibt das Kommando an Captain Erricson. T’Mira wird zum Lieutenant befördert, Centurion erhält ein Offizierspatent der Sternenflotte mit dem Rang eines Lt. Commanders. Commander Marterer wird als neuer Sicherheitschef und Kommandant der Jägerstaffel des Schiffes vorgestellt.