Computerlogbuch, Admiral William T. Riker, Sternzeit 84148 (24.02.2407)

Die bisherigen Rückmeldungen der USS Vengeance vom Treffen zwischen Praetorin Donatra und ihren Konsulen auf Virinat erscheinen wenig ermutigend. Die neue Führung des Sternenimperiums geht aggressiv gegen die regionalen Regierungen der romulanischen Provinzen vor. So soll der Tal’Shiar mit der Inhaftierung der lokalen Militärführungen begonnen haben, wenn diese der neuen Regierung nicht die Treue schwören. Selbst von Hinrichtungen ist die Rede, die als Warnung an all diejenigen dienen sollen, die sich Oh und ihrem Gefolge widersetzen.

Militärisch konnten die Konsule Teile ihrer regionalen Kräfte rechtzeitig nach Virinat verlegen, doch werden sie kaum etwas gegen die imperiale Navy ausrichten können. Aktuell scheint Donatra die Festigung ihres provisorischen Kommandositzes auf Virinat zu priorisieren, denn es steht zu befürchten, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Oh einen Angriff auf ihre Stellung befiehlt. Gemäss Captain Erricson scheint Donatra daher zu hoffen, die Remaner auf ihre Seite ziehen zu können. Aufgrund ihrer Propaganda werden neben Donatra und ihrer Regierung vor allem die Remaner als gemeinsames Feindbild in der Bevölkerung propagiert. Es soll sogar wieder vermehrt zu rassistisch motivierten Verfolgungen im Imperium kommen. Ein altbewährtes Mittel, um eine gespaltene Bevölkerung hinter sich zu vereinen. Somit sollte es Donatra nicht schwer fallen, die Remaner auf ihre Seite zu ziehen. Was sicherlich ein großer strategischer Sieg wäre. Crateris, die neue remanische Heimatwelt, beherbergt nicht nur hunderttausende potentielle Kämpfer. Im Orbit befindet sich auch eine der größten imperialen Schiffswerften. Wenn es Donatra gelingt, diese Ressourcen für sich zu gewinnen, könnte sie eine Chance haben, Oh auch ohne Mithilfe der Sternenflotte zu stürzen.

Dieser Gedanke scheint aber nicht nur uns gekommen zu sein. Der Sternenflottengeheimdienst berichtet, dass Admiral Sela eine Blockade um das Crateris-System errichtetet hat. Was der Grund dafür sein dürfte, dass seit Beginn des Staatsstreichs keinerlei Subraumkommunikation mehr mit der remanischen Welt möglich ist. Donatra hat darum gebeten, dass die Vengeance sie in das System bringt. Dank ihres Quantenslipstreamantriebes sollte es möglich sein, die Blockade zu umgehen. Doch wäre es ein riskantes Manöver. Wenn es uns aber gelingt, mit Obisek, dem Anführer der Remaner auf Crateris, in Kontakt zu treten, könnte dies die entscheidende Wendung im Kampf gegen Oh bringen. Daher habe ich den Einsatz autorisiert. Denn sowohl ich als auch Jean-Luc sind der Meinung, dass es eine Katastrophe für den gesamten Alpha- und Beta-Quadranten bedeutet, wenn diese Wahnsinnigen an der Macht bleiben. Auch wenn der Wahnsinn im Moment nicht nur die Romulaner betrifft…

Das aktuelle Chaos im Sternenflottenkommando ist nämlich nicht weniger erschreckend. Nach dem Rücktritt von Fleet Admiral Clancy und etwas später auch ihres gesamten Stabes scheint keiner mehr so richtig die Richtung vorgeben zu können. Nicht einmal der Präsident. Zu viele Zweifel bestehen nun in den Reihen der Admiralität und viele stellen sich die Frage, wem man dort eigentlich noch vertrauen kann. Edward Jellico, Alynna Nechayev und Kathryn Janeway sind aktuell dabei, um den Posten des Oberkommandierenden zu kämpfen. Doch scheint sich der Föderationspräsident schwer zu tun, sich auf einen von ihnen festzulegen. Jean-Luc ist zum Glück darum bemüht, vor Ort ein wenig Ordnung zu schaffen. Es ist verblüffend, dass er nach all den Jahren noch immer die Kunst der Diplomatie so gut beherrscht wie damals auf der Enterprise. Er vermittelt zurzeit zwischen dem Präsidenten, dem SFC und dem Föderationsrat und versucht eine gemeinsame Basis herzustellen. Doch sagt er auch, dass wir nicht damit rechnen können, dass der Föderationsrat hier zu einer Entscheidung kommen wird, bis die Führungsfrage geklärt ist.

Jean-Luc hat nun auch mich darum gebeten, zur Erde zurückzukehren. Ich scheine einer der wenigen Admiräle zu sein, denen er zutraut, etwas zur Ordnung des Chaos beizutragen. Dass Deanna meine Frau ist, spielt dabei wahrscheinlich auch eine große Rolle. Wir drei haben schon mehrmals die Föderation gemeinsam gerettet, doch nicht auf eine so… politische Art. Und ich hasse Politik. Dennoch kann ich seine Bitte nicht abschlagen, denn solange das SFC nicht funktioniert, werden wir hier nicht weiterkommen. Ich habe daher Admiral Keller darum gebeten, mich vor Ort abzulösen. Sie ist noch relativ jung und noch nicht lange Admirälin, doch die Arbeit mit ihr in der Vergangenheit war sehr zufriedenstellend und sie hat in Messier 83 bewiesen, dass sie das Zeug hierzu hat. Zumal wir ohne sie noch immer im Dunkeln tappen würden, was Oh und ihre Verschwörung betrifft. Ich hoffe nur, mich bei ihr nicht zu irren… Für meinen Seelenfrieden habe ich Data darum gebeten, die Enterprise ebenfalls zu Sternenbasis 11 umzuleiten. Mit zwei Raumschiffen der Sovereign-Klasse und der USS Odyssey vor Ort werden es sich Oh und Sela zweimal überlegen, gegen die Föderation vorzugehen. Denn mein Bauchgefühl sagt mir, dass sobald sie ihren internen Konflikt gelöst haben, wir vor ihrem Fadenkreuz auftauchen werden.


Computerlogbuch, Admiral William T. Riker, Sternzeit 84126 (16.02.2407)

Die Titan hat Sternenbasis 11 erreicht und ich habe Gespräche mit Praetorin Donatra sowie Botschafter Picard bezüglich des Coup d’Etat auf Romulus geführt. Es ist etwas ironisch, dass ausgerechnet Jean-Luc und ich erneut in eine solche Situation involviert werden, nachdem wir zusammen mit Donatra bereits 2379 den Aufstieg und Fall von Shinzon miterlebt haben. Sie ist eine sehr vernünftige und aufgeschlossene Frau und ich bin mir sicher, dass wir ohne sie an der Spitze des romulanischen Senats nicht die vielen Jahre des Friedens gehabt hätten.

Donatra hat uns darüber informiert, dass sich der Tal’Shiar offenbar die Loyalität der meisten hochrangigen Militärs im Flottenkommando sichern konnte, ehe sie alle Schlüsselpositionen auf Romulus simultan besetzt haben. Admiral Lareth scheint einer der wenigen an der Spitze des republikanischen Flottenkommandos gewesen zu sein, die nicht von den Verschwörern für den Putsch rekrutiert wurden. Wahrscheinlich aufgrund seiner eher liberalen und wohlgesinnten Ansichten bezüglich der Beziehungen der Romulaner mit ihren Nachbarn. Nun aber scheinen die Hardliner im Imperium die alten Verhältnisse wiederherstellen zu wollen. Es ist bedauerlich, dass wir nicht im Vorfeld etwas darüber erfahren haben, dann wäre dieser Putsch vielleicht zu verhindern gewesen.

Jedenfalls scheinen die obersten romulanischen Generäle und Admiräle mit Oh zu kooperieren. Ich schätze, dass Admiral Sela hier eine große Rolle gespielt hat, da sie seit ihrem Aufstieg in den Rängen der imperialen Navy großes Ansehen unter der alten Garde gewonnen hat. Zu der sie auch selbst zählt. Gemäss Donatra wäre sie die eine Person, die man hinter sich haben müsste, um diejenigen im Militär zu gewinnen, auf die es bei einem Putsch ankäme. Das überraschende dabei ist, dass es nach dem Ausrufen der Republik vor 4 Jahren nicht still um Sela geworden ist. Sie hat sich gemäss Donatra adaptiert und obwohl sie grundsätzlich von den alten Wegen des Imperiums überzeugt gewesen sei, habe ihre Loyalität immer dem romulanischen Volk gegolten. Womit sich die Frage stellt, wie es Oh gelungen ist, sie davon zu überzeugen, sich dem Putsch anzuschließen.

Donatra steht aktuell im Kontakt mit den Konsulen der romulanischen Provinzen. Offenbar wurden die meisten von ihnen ebenso von dem Putsch überrascht wie der Senat selbst. Diejenigen, die auf ihre Anfragen reagiert haben, seien ihr gegenüber weiterhin loyal und hätten zugestimmt, sich mit ihr im Virinat-System zu treffen, um das weitere Vorgehen zur Wiederherstellung der legitimen Regierung der Republik zu besprechen. Militärisch scheinen ihre Möglichkeiten allerdings begrenzt zu sein, da den Konsulen lediglich regionale Milizen unterstehen, die sich nicht mit der imperialen Navy messen können.

Wenig überraschend hat Donatra ein Hilfegesuch an das Sternenflottenkommando gerichtet. Sie bittet darin die Föderation um militärische und diplomatische Hilfe zur Wiederherstellung der Republik. Der Föderationsrat wird sich nun mit der Frage beschäftigen müssen, inwiefern sich die Föderation in diesen eigentlich internen Konflikt einmischen will. Sie wird morgen die Gelegenheit haben, sich via Holo-Komm gegenüber dem Föderationsrat zu erklären, bevor sie nach Virinat aufbricht. Ich habe Captain Erricson angewiesen, die Praetorin dorthin zu bringen und dort im Orbit auf neue Befehle zu warten. Diese Aktion sehe ich auch ohne Entscheid des Föderationsrates als gerechtfertigt an, wenn man bedenkt, dass die Hintermänner des Staatsstreich auch hinter dem Mars-Zwischenfall stecken. Womit die Föderation aus meiner Sicht bereits involviert ist. Doch sollte die Lage weiter eskalieren, hat Erricson die klare Order, einen militärischen Konflikt zu vermeiden. Sollte es zu einem Schlagabtausch zwischen einem Raumschiff der Sternenflotte und der romulanischen Navy kommen, wird dies Oh sicherlich als Vorwand nutzen, um einen Krieg zu beginnen. Und selbst die noch Unentschlossenen in der Bevölkerung hinter sich zu bringen.

Botschafter Picard wird noch morgen zur Erde aufbrechen. Hoffentlich wird es ihm möglich sein, den Föderationsrat zu überzeugen, dass wir es hier mit einer einmaligen Situation zu tun haben. In der Zurückhaltung mehr Schaden anrichten dürfte, als dass sie Nutzen bringt. Auch für die Föderation.


Mission 118 – „Coup d’etat“

Missionsdatum: 14.10.2020

Zeit: 12. Februar 2407

1,5 Monate nach der Aufdeckung der Verschwörung um Admiral Oh, befindet sich die USS Vengeance noch immer bei Sternenbasis 11. Dort wurde nicht nur ihr Warpantrieb repariert, sondern auch die Zeit genutzt, um sie mit einem Quantenslipstreamantrieb aufzurüsten. Während die Besatzung die freie Zeit genießt, wird Captain Erricson von Admiral Riker darüber informiert, dass es auf Romulus zu einem Staatsstreich komme. Die Botschaft der Föderation habe um eine Evakuierung gebeten und da ein Raumschiff selbst mit Maximumwarp mehrere Tage dorthin brauchen würde, solle die Vengeance ihren Quantenslipstreamantrieb zum Einsatz bringen. Verantwortlich für den neuen Antrieb ist Commander Vorik, wie Commander Chell ein ehemaliges Mitglied der Ingenieursabteilung der USS Voyager, die in den letzten Jahren gemeinsam am Quantenslipstream gearbeitet haben.

Nach Erreichen von Romulus wird umgehend mit der Evakuierung der Botschaft begonnen. Captain Erricson beamt mit einem Team hinunter, um sich mit Botschafter Picard zu treffen. Dieser teilt dem Team mit, dass offenbar der Tal’Shiar hinter dem Staatsstreich steckt. Während der Treffens kommt es zu einer Übertragung aus dem romulanischen Senat. Darin erklärt Oh, die ehemalige Sicherheitschefin der Sternenflotte, dass ihre Fraktion erfolgreich die Kontrolle über den Senat und das Militär übernommen habe. Sie werde als neuer Praetor dafür sorgen, dass das romulanische Volk wieder zu alter Stärke zurückfinden würde und das Sternenimperium unter ihrer Führung wieder auferstehe. Captain Picard bemerkt auf dem Bildschirm, dass Admiral Sela neben Oh zu sehen ist, eine alte Bekannte aus seiner Zeit als Captain der Enterprise-D.

Nach Abschluss der Evakuierung kehrt das Außenteam zusammen mit Picard auf die Vengeance zurück. Diese erreicht zeitgleich der Ruf von Commander Roldek, der erklärt, dass er und sein Vater Praetorin Donatra in einen unterirdischen Bunker gebracht hätten. Nun bitten sie um Asyl bei der Sternenflotte. Captain Erricson ordnet an, dass Donatra, ihr Stab sowie Admiral und Commander Roldek an Bord gebeamt werden. Anschließend begibt sich die Vengeance auf den Rückweg zu Sternenbasis 11, wo man über die weiteren Schritte nachdenken werden müsse.


Situationsupdate Februar 2407

Nachfolgend ein Update zur Lage im Februar 2407:

  • Mit Aufdeckung einer Verschwörung, an der gemäß Geheimdienstinformationen der romulanische Tal’Shiar sowie Admiral Oh, Sicherheitschefin der Sterneflotte, beteiligt waren, haben sich die Spannungen zwischen der Vereinigten Föderation der Planeten und der Romulanischen Repbulik wieder etwas entspannt. Nachdem klar wurde, dass beide Nationen durch diese nun als „Mars-Skandal“ bekannte Verschwörung gegeneinander ausgespielt wurden, gelang es Botschafter Jean-Luc Picard zusammen mit Praetor Donatra eine weitere Eskalation abzuwenden. Beide Parteien haben sich darauf verständigt, die militärische Gegenüberstellung zu beenden und die versammelten Streitkräfte an der föderal-romulanischen Grenze zurückzuziehen. Dennoch haben sich die Beziehungen zwischen der UFP und der Republik abgekühlt.
  • Eine gemeinsame Task Force der Sicherheitsdienste der Föderation und Romulanischen Republik sollen nun aufklären, wie es zum „Mars-Skandal“ und in diesem Rahmen fast zu einem Krieg zwischen beiden Nationen kommen konnte. Von der maßgeblich daran beteiligten Admiral Oh fehlt bisher jede Spur.
  • Fleet Admiral Kirsten Clancy hat mit sofortiger Wirkung ihren Rücktritt als Oberkommandierende der Sternenflotte erklärt. Die Verschwörung innerhalb der obersten Führungsebene des Sternenflottenkommandos – und damit innerhalb ihres engsten Stabes – wird als einer der größten Skandale in der Geschichte der Sternenflotte betitelt. Ein Untersuchungsausschuss des Föderationsrates beschäftigt sich nun eingehend mit dem Vorfall. Das Büro des Föderationspräsidenten hat angekündigt, dass mit dem Rücktritt von Admiral Clancy der gesamte Kommandorat des Sternenflottenkommandos neu evaluiert wird.
  • Der Wiederaufbau der Utopia Planitia Flottenwerften im Orbit des Mars befindet sich im Zeitplan. Die Wiederaufnahme des Konstruktionsbetriebes ist für Ende des laufenden Jahres vorgesehen, während mit einem Erreichen der vollen Werftkapazitäten innerhalb der nächsten 3 Jahre gerechnet wird. Die neuen Werftanlagen sollen dabei auf die neusten Konstruktions- und Replikationstechnologien zurückgreifen können, wobei Utopia Planitia als erste Werft der Sternenflotte einen völlig neuen Ansatz beim Raumschiffbau verfolgen wird. So sollen die großen Rumpfsektionen von Raumschiffen (Primärrumpf, Sekundärrumpf, Nacken und Warpgondeln) als Ganzes repliziert, anschließend auf Fehler kontrolliert und manuell zusammengefügt werden. Dies dürfte die Konstruktionszeiten um ein Vielfaches verkürzen.
  • Der Föderationsrat wird in wenigen Tagen über den finalen Gesetzentwurf abstimmen, um selbstbewussten Hologrammen mit eigener Matrix dieselben Rechte zuzusprechen, die biologische Lebensformen haben. Experten rechnen damit, dass er mit klarer Mehrheit verabschiedet wird. Als Teil des angedachten Gesetzes werden jedoch auch Maßnahmen definiert, die die Erschaffung solcher Hologramme zukünftig streng regulieren. So soll es nur noch mit einer ausdrücklichen Sondergenehmigung für jeden Einzelfall möglich sein, selbstbewusste Hologramme oder Androiden zu erschaffen. Hingegen soll es vereinfachte Bestimmungen für holographische Paare geben, die sich ein holographisches Kind erschaffen wollen. Kritiker bemängeln, dass durch derartige Maßnahmen der Fortschritt im Bereich der Künstlichen Intelligenz deutlich behindert wird. Doch erscheinen dem Föderationsrat die ethischen Implikationen in diesem Fall Vorrang gegenüber technologischer Innovation zu haben.

Mission 117 – „Das Ende der Verschwörung“

Missionsdatum: 30.09.2020

Zeit: 30. Dezember 2406

Während die USS Vengeance von einem Sternenflottenraumschiff zu Sternenbasis 11 zwecks Reparaturen geschleppt wird, hat sich die USS Bellerophon auf den Weg zur Erde gemacht, um dort die Beteiligung von Admiral Oh an der Verschwörung aufzudecken. Dies, da auf sämtliche Subraumnachrichten, die sie bisher geschickt haben, nicht geantwortet wurde.

Einige Stunden von der Erde entfernt wird die Bellerophon von der USS ibn Majid NCC-75710 abgefangen, einem Raumschiff der Sovereign-Klasse. Captain Cristóbal Rios zwingt die Bellerophon auf Impuls und teilt Admiral Keller mit, dass sie auf Befehl des Büros der Chefin der Sternenflottensicherheit aufgrund des Anschlags auf Neu Romulus inhaftiert werden soll. Die Crew der Bellerophon soll unterdessen unter Quarantäne gestellt werden. Zusammen mit Commander Roldek Lareth gelingt es Keller, den Captain davon zu überzeugen, dass er wie alle andere auch einer Verschwörung zum Opfer gefallen ist, bei der Admiral Oh eine zentrale Rolle zu spielen scheint.

Die ibn Majid eskortiert die Bellerophon zur Erde, wo Captain Rios ein Treffen mit Fleet Admiral Kirsten Clancy ermöglicht. Keller und ihre Offiziere klären sie über das auf, was sie in den letzten Wochen herausgefunden haben. Wenn gleich es Clancy schwer fällt zu akzeptieren, dass ein Mitglied ihres Führungsstabes den Angriff auf den Mars orchestriert hat und versucht, einen Krieg mit den Romulanern heraufzubeschwören, veranlasst sie die Festsetzung von Admiral Oh. Bei der Konfrontation der vulkanischen Admirälin gesteht diese, dass die Vorwürfe korrekt sind, verrät aber nichts über das hinaus, was die Sternenflotte bereits herausgefunden hat. Bevor man sie abführen kann, wird Oh weggebeamt. Vermutlich als Teil eines Notfallplans für den Fall, dass sie enttarnt wird.


Föderationsweite Umverteilung der Werftkapazitäten

Das Sternenflotten-Konstruktionskommando hat heute bekannt gegeben, eine Umverteilung der Werftkapazitäten sämtlicher Flottenwerften der Sternenflotte vorzunehmen, um das Flottenmodernisierungsprogramm zu beschleunigen. Dies insbesondere in Anbetracht der steigenden Gefahr kriegerischer Auseinandersetzungen mit den Romulanern. Man erhofft sich durch eine rasche Verfügbarkeit Slipstream-fähiger Raumschiffe einen strategischen Vorteil, um schneller auf die sich stetig verändernde politische Lage im Alpha- und Beta-Quadranten reagieren zu können. Sämtliche aktuell im Bau befindlichen Raumschiffe werden noch fertiggestellt, woraufhin die Werftkapazitäten neu verteilt werden. Somit wird die Produktion der meisten heute eingesetzten Raumschiffklassen eingestellt. Davon ausgenommen sind die Raumschiffe der Sovereign-Klasse, Luna-Klasse und Nova-Klasse, die aufgrund der vom ASDB attestierten Slipstreamtauglichkeit noch längerfristig weitergebaut werden sollen.

Die freiwerdenden Werftanlagen sollen vorrangig zur Umrüstung und Modernisierung der bereits im Dienst befindlichen Raumschiffe eingesetzt werden. Zudem erhält die Konstruktion von Raumschiffen der Century und Elysion-Klassen Priorität, da die komplexeren Designs der Vesta, Argonaut, Seeker und Dauntless-Klassen noch weiterer Testläufe bedürfen. Das erste Raumschiff der Century-Klasse soll bereits im kommenden Jahr das Dock verlassen, während die ersten Raumschiffe der Elysion-Klasse spätestens 2408 erwartet werden. Um die Lücke bis zur Indienststellung der Argonaut und Seeker im Jahr 2410 zu schließen, sollen bis dahin die Raumschiffe der Akira- und Intrepid-Klasse weiterhin produziert werden. Im Anschluss wird auch die Produktion dieser Schiffsklassen eingestellt.


ASDB veröffentlicht Ergebnisse der Slipstream-Kompatibilitätsstudie

Das Advanced Starship Design Bureau (ASDB) veröffentlich die Ergebnisse einer kürzlich beendeten Studie, die die Kompatibilität der bisher im Dienst befindlichen Raumschiffklassen der Sternenflotte mit dem neuen Quantenslipstreamantrieb untersucht hat. Ernüchtert stellen die Autoren fest, dass nur wenige Schiffsklassen mit dem „Antriebssystem der Zukunft“ kompatibel sind. Folgende Klassen werden vom ASDB für entsprechende Umrüstungen als geeignet eingestuft:

  • Sovereign-Klasse
  • Luna-Klasse
  • Nova-Klasse (Rhode Island-Refit)

Wärhend die Sovereign- und Luna-Klasse ein ähnliches Rating wie die zukünftige Century-Klasse erhalten, womit sie für einen konstanten Flug über 10.000 Lichtjahre zugelassen würden, wird die Nova-Klasse mit rund 600 – 1000 Lichtjahren eher im Bereich der neuen Fregatten der Elysion-Klasse eingeordnet.

Eine theoretische Kompatibilität wird zudem der Intrepid-Klasse bescheinigt. Als Problem wird die variable Warpfeldgeometrie durch die schwenkbaren Gondeln gesehen, ein mittlerweile veraltetes Konzept, welches für deutliche Quantenvarianzen im Slipstreamflug sorgt. Den Berechnungen des ASDB zufolge wäre eine vollständige Überholung des Warpantriebdesigns unter Anpassung an die aktuellen Designrichtlinien notwendig, um eine praxistaugliche Kompatibilität zu erreichen. Wenn gleich es fraglich erscheint, dass das Sternenflottenkommando eine solch aufwendige Umrüstung in Auftrag geben wird, da die Seeker-Klasse als Nachfolger der Intrepid-Klasse in wenigen Jahren vom Stapel laufen wird, hat das ASDB ein mögliches Refit vorgeschlagen:

Auch die Prometheus-Klasse wäre theoretisch kompatibel, wäre da nicht der Multivektor-Angriffsmodus (MVAM), ein System, durch das sich das Schiff in drei kleinere Schiffe teilen kann. Die komplexe Warpfeldgeometrie der 6 Warpgondeln führt ebenfalls zu kaum zu beherrschenden Phasenvarianzen im Slipstreamflug. Weshalb es unwahrscheinlich erscheint, dass die Prometheus-Klasse in ihrer aktuellen Form jemals mit einem Slipstreamantrieb ausgestattet werden kann.


Mission 116 – „Der Verrat“

Missionsdatum: 16.09.2020

Zeit: 21. Dezember 2406

 

Während sich die USS Vengeance im Inneren des Bassen-Grabens auf der Suche nach der verborgenen romulanischen Flotte befindet, kommt es im Maschinenraum zu einem Problem mit dem Warpkern, der trotz nominaler Sensorwerte zu überhitzen scheint. Eine Drosselung der Materia/Antimaterie-Reaktion ist nicht möglich, da die Reaktantinjektoren durch die Überhitzung blockieren. Die sich zuspitzende Situation zwingt das Schiff unter Warp und nur durch die Ventilation des Warpplasmas durch die Warpgondeln kann ein Kernbruch verhindert werden. Die Untersuchung des Vorfalls deckt auf, dass jemand die Überwachungssysteme des Kerns in einer diagnostischen Dauerschleife festgesetzt hat, wodurch es keine Warnsignale gab. Während die Temperatursensoren blockiert waren, wurde das Kühlsystem langsam gedrosselt, so dass es zu der Beinahekatastrophe kam. Anwesend bei dem Vorfall waren Centurion Lareth, Lieutenant Lizza Peyton und zwei weitere Ensigns. Aufgrund des Ventilierens des überhitzten Warpplasmas durch die Gondeln wurden die Warpfeldspulen zerstört, weshalb die Vengeance im Bassen-Graben gestrandet ist. Commander Marterer befiehlt eine Sonde hinaus zu schicken, um Hilfe anzufordern.

Die Lieutenants Muller und Baker finden Beweise, die eindeutig Centurion Lareth in Verbindung mit der Sabotage bringen (ihre Zugriffscodes wurden verwendet und es gibt eine Überwachungsaufzeichnung, die sie dabei beobachtet hat, wie sie sich am Kühlsystem zu schaffen gemacht hat). Die romulanische Offizierin wird unter Arrest gestellt, beteuert allerdings vehement ihre Unschuld. Da Commander Marterer Zweifel daran hat, dass sie wirklich dahinter steckt, befiehlt er den Vorfall weiter zu untersuchen. Auch Lieutenant T’Mira will nicht glauben, dass ihre Freundin so etwas tun könnte, weshalb sie unabhängig Nachforschungen anstellt. Am Folgetag erscheint die vulkanische OPS-Offizierin nicht zum Dienst, ihr Combadge-Signal kommt aus einem Frachtraum. Auf Rufe antwortet sie nicht, weshalb sie von Commander Marterer und Lieutenant Muller gesucht wird. Sie finden die Vulkanierin niedergestochen und bewusstlos in jenem Frachtraum vor und veranlassen umgehend ihren Transport auf die Krankenstation. Ein PADD, das hinter einer Kiste gefunden wird, hat ihre bisherigen Erkenntnisse dokumentiert. Es liegt nun nahe, dass T’Mira vom wahren Täter ausgeschaltet wurde, da sie ihm wohl zu nahe gekommen ist. Was allerdings eine Beteiligung von Centurion Lareth nicht ausschließt.

Commander Marterer befragt im Bereitschaftsraum Lieutenant Peyton, mit der er in den letzten Wochen ein Verhältnis begonnen hat, während Lieutenant Muller erneut mit Lareth spricht. Lizza beteuert glaubwürdig, dass sie an der Sabotage nicht beteiligt war und bietet ihre Hilfe bei der Untersuchung an, doch als sie erfährt, dass ein PADD bei T’Miras Körper gefunden wurde und Marterer sie fragt, ob sie daran beteiligt war, wird sie plötzlich defensiver. Sie verlässt den Bereitschaftsraum, was der Erste Offizier zulässt, da er seine Freundin nicht verärgern will. Unterdessen findet Lieutenant Muller bei Durchsicht der Daten auf dem PADD sowie im Gespräch mit Lareth heraus, dass Lizza nicht nur die einzige Person gewesen ist, die neben Lareth über das nötige Know-How für die Sabotage verfügt hat. Sondern auch die Schwester von LtCmdr. Rizzo Peyton ist, die angebliche Geheimdienstagentin, die im Auftrag von Admiral Oh die Besatzung der Bellerophon auf Neu Romulus in eine Falle gelockt hat, um ihnen den Bombenanschlag auf das Flottenhauptquartier anzuhängen. Sie informiert den Ersten Offizier umgehend darüber, der die Festnahme von Lizza anordnet. Muller entlässt Lareth vorerst aus dem Arrest und sie versuchen zusammen mit einem Sicherheitsteam und Cmdr. Marterer, den Turbolift, in dem sich Lizza befinden soll, zum Arrestbereich umzuleiten. Doch finden sie im Inneren nur ihren Combadge.

Während eine Durchsuchung des Schiffes anläuft, sucht die mit einem Phaser bewaffnete Lizza Marterer und Lareth auf. Während des Gesprächs wird deutlich, dass die vermeintliche Spionin sich in den Ersten Offizier verliebt hat und sich in einem Dilemma zu befinden scheint. Ein Zwiespalt zwischen ihren Verpflichtungen für ihren Dienstherren und gegenüber Marterer sowie der Besatzung des Schiffes. Sie möchte wissen, ob der Erste Offizier auch für sie Gefühle hat, was er zwar bejaht, doch ist er vor allem sehr vorwurfsvoll und konfrontativ, womit er Lizza vor den Kopf stößt. Auch  steht ihm trotz mehrfacher hoffnungsvoller Nachfrage sein eigener Stolz im Weg, um ihr zu sagen, was sie hören möchte: Dass auch er sie liebt und ihr verzeihen kann. Frustriert darüber, dass Marterer sich mehr um sich selbst und seine Verpflichtungen kümmert, als um ihre Liebe zueinander, wird sich Lizza ihren Loyalitäten schlagartig bewusst. Sie wirft Lareth vor, dass in Wahrheit sie die Verräterin sei. Eine Verräterin am eigenen Volk, da sie trotz der Bedrohung durch die Föderation und dem drohenden Krieg lieber für die Sternenflotte arbeitet, als für ihre eigenen Leute. Bevor sie von einem Sicherheitsteam inhaftiert werden kann, wird Lizza von Bord gebeamt. Wie die Brücke meldet auf einen romulanischen Bird of Prey der Vash-Klasse, der sich kurz zuvor enttarnt hat und nun wieder verschwunden ist.

Wenn gleich die Besatzung der Vengeance noch immer nicht mehr über die Hintergründe der Verschwörung weiß, offenbaren die verschlüsselten Kommunikationslogbücher von Lizza, dass sie im Geheimen im Kontakt zu Admiral Oh stand. Und dass diese ihr befohlen hat, die Vengeance zu stoppen, bevor sie die romulanische Flotte finden kann. Womit nun zumindest ein eindeutiger Beweis dafür vorliegt, dass der Admiral eine der Drahtzieherinnen hinter der Verschwörung ist.

 

Ein möglicher Ausgang der Mission wäre es gewesen, dass Lizza davon überzeugt wird, sich für Marterer und die Sternenflotte zu entscheiden. In diesem Fall hätte sie die gesamte Verschwörung aufgedeckt und der Sternenflotte geholfen, sie zu beenden.


Mission 115

Missionsdatum: 03.09.2020 20:00 Uhr

Zeit: 17. Dezember 2406

Die Bellerophon, die sich auf dem Weg zurück ins Föderationsgebiet befindet, wird von einem romulanischen Schiff der Faeht-Klasse abgefangen. Die IRW Decius . Commander Roldek Lareth, der Bruder von Rhian Lareth, informiert die Besatzung darüber, dass er Befehl hat, das Schiff nach Neu Romulus zurückzuführen und die Besatzung festzunehmen. Der Sternenflotte wird ein Anschlag auf seinen Vater, Admiral Lareth, zur Last gelegt, da ein Außenteam der Bellerophon dabei erwischt wurde, wie es kurz vor der Explosion der Bombe im Flottenhauptquartier in das Büro des Admirals eingebrochen ist.

Admiral Keller erklärt dem romulanischen Commander, den sie persönlich zu kennen scheint, dass diese Anschuldigungen haltlos seien. Viel mehr vermutet sie – nach einer Diskussion mit den Brückenoffizieren -, dass eine Verschwörung im Gange ist, die beide Nationen gegeneinander ausspielen soll. Durch ihre Argumentation und das persönliche Vertrauen, das er ihr schenkt, gelingt es der Admirälin, den Commander davon zu überzeugen, dass mehr hinter all dem steckt als es den Anschein hat. Die Bellerophon sendet eine Nachricht an die USS Vengeance, in der sie zu einem raschen Treffen an der Föderationsgrenze aufgefordert wird. Er und sein Schiff begleiten die Bellerophon zu diesem Treffen.

Während des Meetings der Kommandooffiziere (Admiral Keller, Captain Erricson, Commander Marterer, Commander Frey, Captain Kim und Commander Roldek) werden die bisherigen Beweise zusammengetragen und diskutiert.

  • Die Beweise, die die Romulaner in Verbindung mit dem Aufstand der Hologramme und dem Angriff auf den Mars in Verbindung bringen, scheinen platziert worden zu sein.
  • Die Besatzung der Bellerophon wurde auf Romulus in eine Falle gelockt, damit der Sternenflotte ein Anschlag angelastet werden kann. Daran beteiligt scheinen LtCmdr Rizzo vom Sternenflottengeheimdienst und eventuell auch Admiral Oh, die Chefin der Sternenflottensicherheit, zu sein. Letztere hat den Befehl zu der Geheimoperation unterschrieben. Dass Rizzo ID-Karten des Tal’Shiar organisiert hat, legt eine Verbindung zu dieser Organisation nahe.
  • Die Fenris-Ranger wurden von den Romulanern durch Einschränkung der Handelsmöglichkeiten dazu gezwungen, auf Seiten der Föderation aktiv zu werden. Mittels von den Romulanern gekaperter Raider wurden dann Angriffe auf Frachtschiffe sowie die USS Rhode Island vorgetäuscht, damit die Sternenflotte gegen die Ranger aktiv wird. Hätte man die Ranger ausgeschaltet, hätte das dem Ruf der Sternenflotte in der Region massiven Schaden zu gefügt.
  • Die Romulaner scheinen eine geheime Flotte im Bassen-Graben zusammenzustellen, deren Zweck bislang noch unklar ist.  Da Commander Roldek nichts davon weiß und er selbst Verbindungen zum Flottenkommando hat, liegt nahe, dass tatsächlich der Tal’Shiar diese Flotte unterhält.

Insgesamt scheint es also eine gemeinsame Verschwörung zu geben, die den Tal’Shiar und das Sternenflottenkommando betrifft, spezifisch Admiral Oh. Vermutet wird, dass ein Konflikt zwischen beiden Nationen heraufbeschworen werden soll, indem der jeweils anderen Nation verwerfliche Taten angehängt werden. Dies auch, um die Meinungen der Bevölkerungen zu beeinflussen. Da es durch die eher passive Einstellung der Föderation niemals zu einem richtigen Krieg kommen würde, ist wahrscheinlich, dass nach einem Grenzkonflikt ein erneuter kalter Krieg gewünscht wird. Während die Sternenflotte davon nicht profitieren würde, da sie bereits die dominierende Streitkraft im Alpha- und Beta-Quadranten ist, würden die Romulaner dadurch wahrscheinlich wieder aufrüsten und an Stärke gewinnen. Es liegt also nahe, dass die Hardliner im Hintergrund wollen, dass die romulanische Republik zu ihren alten Wegen und zur alten Stärke zurückfindet. Gleichzeitig scheint man versucht zu haben, die Gleichstellung der künstlichen Intelligenz in Form von Hologrammen in der Föderation zu stoppen. Cmdr. Roldek offenbart nämlich, dass die Romulaner eher negativ diesbezüglich eingestellt sind.

Admiral Keller beauftragt nun die Vengeance damit, die romulanische Flotte aufzuspüren. Die Hoffnung ist, dass die Romulaner die Aktion abbrechen werden, wenn ihre Machenschaften aufgedeckt werden (so war es zumindest immer in der Vergangenheit). Die Bellerophon und Decius würden versuchen, mehr über die Beteiligung von Admiral Oh und LtCmdr. Rizzo bzw. Colonel Narissa zu erfahren. Und Captain Kim wird mit einem Shuttle zur USS Titan fliegen, um Admiral Riker im Vertrauen darüber zu informieren, was man bisher herausgefunden hat.


Erhöhung der strategischen Bereitschaft an der romulanischen Grenze

Zeit: 17. Dezember 2406

Aufgrund der aktuellen Situation und drohenden Eskalation des Konfliktes mit der Romulanischen Republik hat das Sternenflottenkommando beschlossen, die taktische Bereitschaft der Sternenflotte an der romulanischen Grenze zu verstärken. Aktuell werden 23 Raumschiffe in die nahen Sektoren umgeleitet, um die vor Ort befindliche Task Force im Notfall unterstützen zu können. Bislang wurden diese Schiffe noch nicht an der Grenze gesammelt, um eine Fehlinterpretation durch die Romulaner als aggressive Handlung zu vermeiden.

Ferner hat die Sternenflotte in Auftrag gegeben, die Konstruktions- und Testphase der USS Century NX-100000 zu beschleunigen. Der Prototyp der neuen Flaggschiffklasse soll bereits in den nächsten Wochen bereit für die ersten Warpfeldtests sein. Ferner wurde die Reaktivierung des Protoyps der Perception-Klasse beschlossen. Die USS Perception NX-81500 wird aktuell vom Mars in den Orbit von Luna überführt, um dort basierend auf den Spezifikationen der USS Odyssey NCC-81832 umgerüstet zu werden.


Mission 114 – „Im Graben“

Missionsdatum: 19.08.2020 20:00 Uhr

Zeit: 16. Dezember 2406

Die Vengeance findet die USS Rhode Island driftend im Raum vor. Captain Harry Kim informiert die Besatzung darüber, dass 3 Raider der Fenris-Ranger, die ungewöhnlich gut bewaffnet waren, sein Schiff überfallen und manövrierunfähig gemacht hätten. Erfreulichweise konnten sie die Warpvektoren der Raider aufzeichnen, als diese sich in den Bassen-Graben zurückgezogen haben.

Nachdem Captain Kim auf die Vengeance gebeamt wurde, nimmt das Schiff die Verfolgung der Raider auf. Die Warpspur führt sie zu einem vagabundierenden Planetoiden, auf dem sie eine unterirdische Basis der Fenris-Ranger finden. Da leere Transportschiffe zu ihm und befüllte Transporter wieder wegfliegen, liegt die Annahme nahe, dass die Ranger hier ihre Waren sammeln, bevor sie sie an die Kolonien weiterverschiffen.

Als die Vengeance sich dem Planetoiden nähert, starten drei Raider von der Oberfläche und nähern sich der Vengeance. Commander Marterer befiehlt, sie kampfunfähig zu machen. Captain Kim empfiehlt jedoch, dies nicht zu tun, da dies den Rangern nur signalisieren würde, dass die Sternenflotte als Aggressor hier sei. Was die Situation eskalieren lassen würde. Entsprechend zieht Marterer seinen Befehl zurück. Daraufhin ruft die Basis die Vengeance.

Icheb, ein ehemaliger Sternenflottenoffizier und Besatzungsmitglied der Voyager, befindet sich auf der anderen Seite des Bildschirms. Offenbar ist er der Anführer der Ranger auf dem Planetoiden. In der nachfolgenden Unterhaltung stellt sich heraus, dass die Ranger nicht hinter den Angriffen stecken. Sie selbst waren nie gewalttätig, verfügen auch nicht über die Bewaffnung, ein Raumschiff der Sternenflotte auszuschalten. Eine bisher unbekannte Partei scheint zu versuchen, dies anders darzustellen, um eine Reaktion der Sternenflotte zu provozieren.

Tatsächlich vermutet Icheb, dass die Romulaner hinter dieser Aktion stecken. Dafür sehe er drei Gründe:

  • Die Romulaner haben Handelsblockaden um die unabhängigen Kolonien verhängt. Daher seien die Fenris-Ranger nun gezwungen, ihre Waren mehr auf der föderalen Seite der Grenze zu beziehen. Dies habe irgendjemand genutzt um Angriffe auf Frachtschiffe durch die Ranger zu inszinieren.
  • Die Rhode Island scheint jemand angegriffen und eine Warpspur zu dem Planetoiden gelegt zu haben, damit die Sternenflotte die Fenris-Ranger verfolgt und neutralisiert. Dies würde dem Ruf der Föderation in diesem Sektor massiv schaden. Die Romulaner hätten dann einen Vorwand mit den Kolonien darüber zu verhandeln, sich der Republik anzuschließen. Zumindest aber würden die Kolonien nicht mit der Sternenflotte kooperieren, sollte es zu einem Konflikt kommen. Ferner wurden vor einigen Wochen drei Raider von den Romulanern beschlagnahmt. Es wäre möglich, dass sie diese modifiziert und für ihre Zwecke genutzt haben.
  • Darüberhinaus haben seine Leute erhöhte Schiffsaktivitäten der Romulaner im Graben beobachtet. Offenbar sind in den vergangenen Wochen immer mehr Warbirds hinein geflogen, haben ihn aber nicht mehr verlassen. Er vermutet, dass die Romulaner eine geheime Flotte zusammenstellen. Dafür sei der Bassen-Graben ideal, da hier weder Langstreckensensoren noch Langstreckenkommunikation funktionieren. Warum sie das tun, sei bisher unbekannt.

Captain Kim und Commander Marterer einigen sich darauf, dass es keine gute Idee wäre, das Sternenflottenkommando darüber zu informieren, ohne diesen Hinweisen vorher nachgegangen zu sein. Die Reaktion der Sternenflotte könnte den Romulanern den Vorwand liefern, um aus „Eigenschutz“ einen Krieg zu beginnen. Centurion Lareth wirft ein, dass Sie es für extrem unwahrscheinlich halte, dass die Romulaner einen Krieg mit der Föderation wollen würden. Da sie wieder mit den Klingonen verbündet seien, würde das einem Selbstmord für die Republik gleichkommen. Captain Kim hingegen glaubt, dass die Gefahr für die Romulaner überschaubar wäre. Da die Föderation niemals einen offenen Angriffskrieg führen würde, hätten die Romulaner nicht mehr als einen Grenzkonflikt zu befürchten. Und den Klingonen würde es die Föderation ebenfalls nicht erlauben, eine erneute Großoffensive zu starten. Ferner wird spekuliert, dass der Tal’Shiar dahinter stecken könnte. Doch wenn das stimmt, müsste es Mitverschwörer in den Reihen des Senats und der Navy geben, da der romulanische Geheimdienst überwacht wird. Eventuell steckt also eine bisher unbekannte Gruppe dahinter. Wieso die Hintermänner aber einen Konflikt heraufbeschwören wollen, erscheint rätselhaft.

Gerade als die Vengeance Kurs auf die USS Titan nehmen will, um den Sachverhalt mit Admiral Riker zu besprechen, empfängt sie einen Ruf der USS Bellerophon. Admiral Keller weist die Vengeance darin an, umgehend auf einen Rendezvouskurs zu gehen. Was Marterer umgehend anordnet.

 

Hintergrundinformationen zu Icheb: Er war bis 2387 Wissenschaftsoffizier auf der USS Coleman. Während seiner Zeit in der Sternenflotte hat er sich auch die verbliebenen, von außen sichtbaren Borg-Implantate entfernen lassen. Er habe damals mitbekommen, wie schlecht es den Kolonisten auf der romulansichen Seite der Grenze geht. Dass die Sternenflotte ihnen vertraglich nicht helfen konnte, war für ihn nie nachvollziehbar gewesen. Weshalb er sich entschieden hat, die starren Strukturen der Sternenflotte zu verlassen, um denenjenigen zu helfen, die es brauchten. Mittlerweile sei er zu einem der Anführer der Fenris Ranger aufgestiegen und eine Familie auf einer der Kolonien.


Starfleet Technical Journal, Ausgabe 4567, Artikel 4

Von Prof. Dr. Timothy Right

Es ist eine aufregende Zeit, in der wir leben. Eine Zeit des technologischen und wissenschaftlichen Umbruches. Die Prinzipien, nach denen wir den Weltraum bereisen und uns mit den anderen Mächten im Alpha- und Beta-Quadranten messen, ist seit rund 250 Jahren gleich geblieben. Warpantrieb, Deflektorschilde, Phaser und Photonentorpedos haben nicht nur unsere Ausdehnung in dieser Galaxie bestimmt, sondern auch die Art kriegerische Konflikte zu lösen, wenn die Diplomatie versagt hat. Neben dem Quantenslipstreamantrieb, der in den kommenden Jahren unsere Art zu reisen völlig auf den Kopf stellen wird, kommt nun eine weitere Technologie hinzu, die bald schon die dominierende Stellung der Sternenflotte in diesem Teil der Galaxie weiter festigen wird.

Ich spreche von einem der aufregensten Projekte, das die Ingenieure und Physiker der Sternenflotte in den letzten 100 Jahren beschäftigt hat. Die Rede ist von der Nullpunktenergie oder im aktuellen Fall der sogenannten Quantenphasertechnologie. Mit der Einführung der Quantentorpedos Anfang der 2370er wurde erstmals Nullpunktenergie nutzbar gemacht. Früher sprach man von dunkler Energie, jener mysteriösen Energie, die wesentlich daran beteiligt ist, wie unser Universum sich formt. Und in der Natur nur über gravimetrische Kräfte mit dem uns bekannten Raum interagiert. Während es bisher nur möglich war, die Nullpunktenergie durch massiven Energieaufwand unkontrolliert in unsere Raum-Zeit-Domäne zu überführen (z.B. durch die Explosion einer Materie-/Antimaterie-Sprengladung), nähern wir uns nun der Möglichkeit an, sie kontrolliert einsetzen zu können. Längst noch nicht für die Energieversorgung unserer Schiffe und Raumstationen, dafür ist die Energiebilanz noch zu weit im Negativen. Dafür aber zum Einsatz als Richtenergiewaffe.

Die bisherige Phasertechnologie basiert auf folgendem Prinzip: Die Energie eines Trägermediums, z.B. hochenergetisches Plasma oder eine Sarium-Krellid-Energiezelle, wird entzogen, einer EM-Spektralverschiebung unterzogen und auf schnelle Nadionpartikel übertragen. Bei schnellen Nadionen handelt es sich um kurzlebige subatomare Partikel, die starke nukleare Kräfte innerhalb einer speziellen, supraleitfähigen Kristallart, dem fushigi-no-umi (zu Deutsch „Meer von Wundern“), freisetzen und transferieren. Dieser Prozess wird als RNE bezeichnet. Die dabei erzeugten Nuklearen Auflösungskräfte (NAK) sind entscheidend für die Wirkung eines dem RNE unterzogenen Nadionpartikelstrahls, der vom Zeitpunkt seiner Emission an als Phaserstrahl bezeichnet wird.

Bei den Quantenphasern wird die Nullpunktenergie als Ausgangspunkt für die Generierung des Phaserstrahls genutzt. Statt des Plasmas, welches aus dem EPS-Netzwerk eines Schiffes abgezogen wird, planen wir, jeder Phaserphalanx ein Nullpunktmodul vorzuschalten. Unter Einsatz der schiffseigenen Energiereserven werden hohe Mengen an Nullpunktenergie freigesetzt, die anschliessend dem RNE unterzogen wird. Amüsanterweise führt die Spektralverschiebung zu einem intensivem blauen Licht, welches an die Phaser des 23. Jahrhunderts erinnert. Doch hat beides natürlich nichts miteinander zu tun. Die entstehenden Nadionen sind nämlich nur noch entfernt mit denen verwandt, die wir heute kennen. Sie unterscheiden sich auf Quantenebene grundsätzlich von dem, was in den letzten 250 Jahren unsere Phaseremitter generiert haben.

Die Probleme, die es noch zu lösen gilt, sind zwar groẞ, aber dürften in absehnbarer Zeit gelöst werden. Wir kämpfen noch damit, das Nullpunktmodul kompakter zu gestalten, den Energieaufwand für das Schiff zu reduzieren und – was weitaus komplizierter ist – einen Phaserkristall zu entwickeln, der nicht nur den gewaltigen Energiemengen standhalten kann, sondern auch optimal mit den neuartigen Nadionen interagiert. Wenn uns das gelingt, werden die Waffen, wie wir sie heute kennen, seien es Phaser oder Disruptoren, dagegen wirken wie banale Wasserpistolen.


Flottenmodernisierungsprogramm 2406

Datum: 04. Dezember 2406

Das Sternenflottenkommando gibt das erste Flottenmodernisierungsprogramm des neuen Jahrhunderts bekannt:

Alle Raumschiffe, die ab 2355 gebaut wurden, werden nach und nach ins Trockendock zurückgerufen, um auf den aktuellen technischen Stand gebracht zu werden. Alle älteren Raumschiffklassen, bei denen sich eine Nachrüstung nicht länger lohnt, sollen ausser Dienst gestellt werden. Dazu zählen sämtliche Raumschiffe, die vor 2354 gebaut wurden (z.B. Ambassador, New Orleans, Freedom, Niagara, Excelsior).

Ferner wird eine Reihe neuer Raumschiffklassen eingeführt, die den technologischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte Rechnung tragen sollen. Im Fokus dessen steht insbesondere der Quantenslipstreamantrieb, der in allen neuen Raumschiffklassen integriert wird (dies ermöglicht durch die erfolgreichen Tests in der Galaxie Messier 83). Ferner ist angedacht, das Angebot an Raumschiffklassen zu straffen. Nach der Zerstörung der Utopia Planitia Flottenwerften sind die Produktions- und Entwicklungskapazitäten der Sternenflotte limitiert. Durch eine Beschränkung auf wenige Schiffsklassen erhofft sich das Ingenieurskorps der Sternenflotte durch die Massenfertigung weniger Komponenten eine deutliche Steigerung der Konstruktionsraten.

Der Zeitplan des Modernisierungsprogramm sieht vor, dass die ersten Schiffe der neuen Generation spätestens 2410 einsatzbereit sind. Die Umrüstungen der bereits existierenden Raumschiffe soll bis 2415 abgeschlossen sein. Die Ausmusterung der alten Raumschiffklassen soll bis 2410 vollzogen werden.

Nachgängig die ersten geplanten Raumschiffklassen der neuen Generation:

Century-Klasse

Die Century-Klasse stellt die neue Speerspitze der Sternenflotte dar und wird als Nachfolger der Sovereign-Klasse gehandelt. Sie ist als Explorer klassifiziert, übernimmt aber wie die Sovereign-Klasse auch gleichermassen taktische wie auch wissenschaftliche Aufgaben. Mit einer Länge von 712 Metern ist sie nur wenig länger als die Sovereign-Klasse, bietet aufgrund eines breiteren Primär- und Sekundärrumpfs aber deutlich mehr Volumen im Inneren an. Die Century-Klasse wurde auf Basis der Perception-Klasse entwickelt und gilt als die „ökonomischere“ Variante dieses überambitionierten Projektes, von dem sich nur ein Schiff im aktiven Dienst befindet. Die Century inkorperiert die meisten Systeme ihrer großen Schwester in einem deutlich kompakteren Raumrahmen, einschliesslich des leistungsfähigen Quantenslipstreamantriebes.

Vesta-Klasse

Die Vesta-Klasse soll zukünftig die Raumschiffe der Luna und Nebula-Klasse ersetzen. Ebenfalls als Explorer klassifiziert, ist es das Ziel der Vesta-Klasse, mit Hilfe ihres Quantenslipstreamantriebes weiter in die Tiefen der Milchstrasse vorzudringen, als jedes andere Raumschiff der Sternenflotte bisher. Sie ist als wissenschaftliches Gegenstück für die taktisch orientientierte Argonatu-Klasse gedacht, verfügt wie sie und die Seeker-Klasse daher ebenfalls über eine vollständig auf den Quantenslipstreamflug optimierte Hüllengeometrie. Sie erinnert in ihrer Form noch eher an die klassischen Kreuzerdesigns der Sternenflotte und ist die grösste reine Forschungsplattform, die bisher von ihr konzipiert wurde. Dennoch ist sie ausreichend bewaffnet, um sich jeder vorstellbaren Bedrohung im Tiefenraum stellen zu können.

Argonaut-Klasse

Die Argonaut-Klasse ist ein Schwerer Kreuzer und gilt als Nachfolger der Akira-Klasse. Das Schiff ist für seine Größe von knapp 500 Metern ausgesprochen gut bewaffnet und verfügt ähnlich wie sein Vorgänger über seitliche Torpedorampen sowie einen großen Shuttlehangar auf der Oberseite des Schiffes. Doch soll sie zeitgleich auch zu umfangreichen wissenschaftlichen Untersuchungen in der Lage sein. Ähnlich wie seine kleine Schwester, die Seeker-Klasse, wurde ihr Design auf eine perfekte Slipstreamgeometrie getrimmt, um zeitlich unbegrenzte Flüge zu ermöglichen. Dabei dient die Hüllenstruktur der Dauntless NX-01, dem Ursprung der Technologie aus dem Delta-Quadranten, als Vorbild.

Seeker-Klasse

Die Seeker-Klasse ist ein Langstrecken-Wissenschaftsschiff und als Ergänzung zur Intrepid-Klasse vorgesehen. Da die Intrepid-Klasse bedauerlicherweise nicht dazu in der Lage ist, einen stabilen Quantenslipstreamflug aufrecht zu erhalten, wird die Seeker-Klasse diese Lücke füllen. Ferner soll sie im Kriegsfall die Argonaut-Klasse als Leichter Kreuzer unterstützen.

Elysion-Klasse

Die Elysion-Klasse stellt die neuste Generation an Fregatten der Sternenflotte dar. Das Schiff soll die Auftragsprofile der Nova- und Saber-Klassen vereinen und sowohl für taktische wie auch wissenschaftliche Aufgaben im föderationsnahen Raum zuständig sein. Zwar verfügt die Elysion wie die Century, Argonaut und Seeker-Klassen auch über einen Quantenslipstreamantrieb, doch ist ihre Hüllengeometrie konventioneller ausgelegt, um durch eine optimierte Warpfeldgeometrie das Abfangen anderer Schiffe mit maximaler Warpgeschwindigkeit zu ermöglichen. Der Slipstreamantrieb ist vorrangig für das Zurücklegen größerer Entfernungen im Föderationsraum vorgesehen.

Dauntless-Klasse

Die Dauntless-Klasse ist als Slipstream-Aufklärer klassifiziert. Das Design basiert auf einem fremden Raumschiff und dem Ursprung der Quantenslipstreamtechnologie, dem die USS Voyager NCC-74656 in den 2370ern im Delta-Quadranten begegnet ist. Die Hüllenstruktur dieses Schiffstyps dient als Grundlage für sämtliche rein auf den Slipstreamflug optimierten Raumschiffklassen der Sternenflotte. Die Dauntless-Klasse soll primär als Aufklärungsschiff dienen und Forschungsexpeditionen vorausfliegen, um die Routen nachfolgender Forschungsschiffe auszukundschaften und potentiell interessante Ziele ausfindig zu machen. Das Schiff kann den Quantenslipstream unbegrenzt aufrecht erhalten, ist allerdings nur spärlich bewaffnet. Es soll sich gerade so gut verteidigen können, um im Falle eines Angriffes den Slipstreamantrieb hochfahren und verschwinden zu können. Womit Vergleiche zur Oberth-Klasse des 23. Jahrhunderts gerechtfertigt sind.


Mission 113 – „Spionage für Anfänger“

Missionsdatum: 22.07.2020 20:00 Uhr

Zeit: 30. November 2406

Die USS Bellerophon schwenkt in den Orbit von Neu Romulus ein. Admiral Keller und Botschafter Picard beamen hinab, um mit Repräsentanten des Exekutivkomitees des Senats sowie des Flottenkommandos über die aktuelle Krise zu sprechen. Insbesondere hoffen Sie mehr darüber herauszufinden, ob die Romulaner hinter dem Anschlag auf den Mars stecken oder nicht. Nachdem die beiden auf die Oberfläche gebeamt wurden, wird ein Offizier der romulanischen Navy an Bord geholt, Colonel Narissa, die darauf achten soll, dass das Sternenflottenschiff keine ungenehmigten Aktionen durchführt. Die Romulanerin besteht auf eine Besprechung im Konferenzraum des Schiffes. Dort informiert sie die Führungsoffiziere darüber, dass sie in Wahrheit Lt. Cmdr. Rizzo vom Sternenflottengeheimdienst sei. Sie erklärt, dem Stab von Admiral Oh anzugehören, die einen Auftrag an die Besatzung der Bellerophon habe: Sie sollen einem Verdacht nachgehen, dass Admiral Lareth an dem Anschlag auf den Mars beteiligt war. Dazu sollen sie als Agenten des Tal Shiar getarnt in das Flottenhauptquartier eindringen, Zugang zum Computer des Admirals in seinem Büro erlangen und dort nach Beweisen dafür suchen. Da er an dem Treffen mit Admiral Keller und Botschafter Picard teilnimmt, dürfte sein Büro vorerst leer sein.

Das Außenteam – bestehend aus Commander Frey sowie den Lieutenants Cheng und Evans – führt den Plan durch. Sie erhalten dank gefälschter ID-Karten Zugang zum Flotten-HQ, fallen jedoch deutlich auf, als sie sich beim Empfang nach dem Büro des Admirals informieren. Dadurch, dass sie trotz der beschränkten Befugnisse des Tal’Shiar darauf bestehen, ohne Genehmigung in sein Büro zu wollen und extrem drohend auftreten, werden die Empfangsdamen misstrauisch. Sie sagen ihnen zwar, wohin sie müssen, doch lösen sie daraufhin unbemerkt eine genauere Sicherheitsüberprüfung der Ausweise aus. Im Büro des Admirals angekommen kann sich Cmdr. Frey Zugang zum Computer verschaffen und findet tatsächlich eindeutige Beweise dafür, dass das Exekutivkomitee des Senats, der Tal’Shiar und Admiral Lareth den Anschlag auf den Mars orchestriert haben. Doch ist erneut auffällig, dass diese Beweise zu einfach zu finden waren. Plötzlich taucht jedoch ein bewaffneter Trupp auf und verhaftet das Außenteam. Die Ausweise haben der genaueren Überprüfung nicht standgehalten und durch einen Bio-Scan es kommt heraus, dass sie Offiziere der Sternenflotte sind.

Die Folge ist eine Auseinandersetzung zwischen Admiral Keller, Botschafter Picard und den Vertretern der Romulaner. Diese weisen die Anschuldigungen klar zurück, werfen nun eher der Sternenflotte vor, diese gefälscht zu haben. Nur durch sein ausgesprochenes diplomatisches Geschick gelingt es dem Botschafter, die Situation zu deeskalieren. Zwar darf er bleiben, um die Wogen zu glätten, doch muss die Bellerophon umgehend das System verlassen. Das Außenteam kehrt auf das Schiff zurück, welches daraufhin den Rückweg zum Föderationsraum antritt.


Mission 112 – „Opfer des Friedens“

Missionsdatum: 08.07.2020 20:00 Uhr

Zeit: 28. November 2406

Nach einem Monat erreicht die USS Vengeance die romulanische Grenze und schließt sich dort der Verteidigungsgruppe von Admiral William T. Riker an. Sie wird wie alle anderen Schiffe der Gruppe mit Patrouillendienst beauftragt. Die ersten zwei Wochen verlaufen ereignislos, bis das Schiff den Notruf eines Ferengi-Frachters empfängt. Dieser gibt an von Piraten angegriffen zu werden, weshalb die Vengeance umgehend auf einen Abfangkurs geht. Vor Ort treffen sie auf den beschädigten Frachter sowie 4 Raider, die den Fenris-Rangern angehören. Die Ankunft des Raumschiffes der Sovereign-Klasse reicht aus, um die Raider zu verjagen. Doch ist eine Verfolgung nicht möglich, da die Vengeance vor Ort bleiben muss, um den beschädigten Frachter zu bergen, dessen Reaktor ein Strahlungsleck hat.

Wenige Stunden später erreicht die USS Titan den Ort des Geschehens. Captain Erricson trifft sich mit Admiral Riker, um mit ihm über die Situation mit den Fenris-Rangern zu sprechen. Er erklärt, dass die Fenris-Ranger entstanden sind, nachdem 2388 die Romulanische Neutrale Zone aufgelöst wurde. Damals mussten die Grenzen neu gezogen werden, wodurch einige Kolonien auf der jeweils anderen Seite gelandet sind. Teil des Vertrages war, dass die Föderationskolonien auf Seiten der Romulaner evakuiert werden mussten.

Riker war damals mit der Titan an der Evakuierung von Nimbus III beteiligt. Es kam jedoch zu einer Eskalation der Situation, in dessen Rahmen die Kommandantin eines romulanischen Warbirds sowie der Gouverneur des Planeten getötet wurden. Daraufhin kam es zu einer brutalen Zwangsevakuierung des Planeten durch die Romulaner. Während die Titan nur neben anstehen konnte. Der Vorfall führte zu einem Aufruhr in der Föderation und im Imperium, weshalb es den betroffenen Kolonien, die nicht evakuiert werden wollten, freigestellt wurde, unabhängig zu werden. Im Gegenzug durften die Kolonien jedoch keine Hilfe von der jeweils anderen Nation erhalten. Die Föderation hat damals große Anstrengungen unternommen, um den Kolonien auf ihrer Seite der Grenze beizustehen. Das mit gutem Erfolg. Hingegen rührten die Romulaner keinen Finger, um den unliebsamen Welten auf ihrer Seite der Grenze zu helfen. Aufgrund dessen entsanden die Fenris-Ranger, um die Versorgung der betroffenen Welten sicherzustellen.

In der Rückblende offenbart Riker, dass sein Sohn, Thaddeus Troi-Riker, erfolgreich gegen die mendaxische Neurosklerose behandelt wurde und überlebt hat. Dies ist ein Unterschied zur Serie Star Trek: Picard, wo sein Sohn nach dem Verbot synthetischem Lebens verstorben ist. 

Gemäss Admiral Riker waren die Fenris-Ranger bisher nie gewalttätig, zumindest auf der Seite der Föderation. Dass sie nun dazu übergegangen sind, Frachter zu überfallen, spreche wohl dafür, dass die Welten von den romulanischen Handelsrouten abgeschnitten wurden. Riker befiehlt Erricson, mit der Vengeance dieser Sache nachzugehen und herauszufinden, was genau hinter dieser Verhaltensänderung steckt. Ihm zur Seite gestellt wird die USS Rhode Island unter Captain Harry Kim, der damit beauftragt wurde, die Operationsbasis der Ranger zu finden. Zuvor aber lädt er Erricson noch zum Abendessen bei sich, seiner Frau und ihren beiden Kindern ein.


Mission 111 – „Zweideutige Beweise“

Missionsdatum: 10.06.2020 20:00 Uhr

Zeit: 15. Oktober 2406

4 Tage nach dem Anschlag auf den Mars laufen die Untersuchungen des Mars-Zwischenfalls auf Hochtouren. Geleitet werden diese vom Sicherheitsdienst der Sternenflotte. Admiral Keller – die gerade an einer Besprechung mit Fleet Admiral Clancy, den Admirals Riker und Janeway sowie Botschafter Picard teilgenommen hat – trifft sich mit den Commander Marterer und Frey vor dem Sternenflottenhauptquartier. Sie erklärt ihnen, dass der Föderationsrat angeordnet hat, dass alle Hologramme mit eigenständiger Matrix deaktiviert werden müssen. Sowohl im zivilen Bereich als auch bei der Sternenflotte. Davon ausgenommen ist nur Dr. Joe Zimmerman [der Doktor der Voyager], der nun als Chefarzt der Neurochirurgie im Starfleet Medical Center arbeitet, da Admiral Janeway darauf bestanden hat, dass er verschont bleibt. Die Untersuchungen weisen bislang daraufhin, dass es die Hologramme selbst waren, die den Anschlag orchestriert haben. Deswegen möchte Admiral Keller, dass Commander Marterer Kontakt zu Dr. Zimmerman aufnimmt, um herauszufinden, was er weiß. Unterdessen soll Commander Frey zum Mars fliegen und vor Ort die Beweise sichten.

Commander Marterer besucht Dr. Zimmerman im SF Medical Center und bespricht die Lage mit ihm. Er erklärt, dass er nicht wisse, wer dahinter stecke und dass er nicht glaube, dass seine holographischen „Brüder“ dies geplant haben. Nicht so kurz vor der historischen Errungenschaft, dass Hologramme mit eigenständiger Matrix rechtlich Personen aus Fleisch und Blut gleichgestellt werden sollen. Die beiden vermuten daher, dass eine dritte Partei dahinterstecken muss. Admiral Keller informiert Marterer daraufhin, dass Vice Admiral Oh das Sicherheitspersonal damit beauftragt hat, den Doktor festzunehmen. Offenbar liegen Beweise vor, dass er hinter dem Anschlag steckt. Dr. Zimmerman weist das natürlich von sich, weshalb Marterer ihn deaktiviert und seinen mobilen Emitter aus dem Krankenhaus schmuggelt.

Commander Frey sichtet in der Mars-Verteidigungszentrale unterdessen die Beweise. Es handelt sich unter anderem um Kommunikationslogbücher zwischen der holographischen Frau im Kleid und Dr. Zimmerman gab, wo sie den Anschlag zusammen geplant haben. Doch stellt sie rasch fest, dass die Logs manipuliert wurden und dabei romulanische Algorithmen benutzt wurden. Doch fällt auf, dass diese Manipulation so leicht festzustellen war, dass davon ausgegangen werden kann, dass die Aufdeckung gewollt war.

Admiral Keller, Commander Marterer und Commander Frey konfrontieren daraufhin Fleet Admiral Clancy und Vice Admiral Oh mit diesen neuen Beweisen. Vice Admiral Oh, die Expertin für romulanische Geheimdienstarbeit ist, identifiziert die Algorithmen als dem Tal Shiar zugehörig. Sie besteht darauf, dass dies als Kriegserklärung durch die Romulaner zu verstehen ist. Doch verweist Commander Frey darauf, dass die Manipulation viel zu einfach aufzudecken war. Da zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststeht, wer genau dahinter steckt, befiehlt Clancy, dass die Verteidigungskräfte an der romulanischen Grenze auf Alarmstufe Gelb gehen sollen. Ferner solle Admiral Riker eine Task Force zusammenstellen für den Fall, dass die Romulaner eine Invasion planen. Nachdem Admiral Oh gegangen ist, beauftragt Clancy Admiral Keller damit, parallel zu untersuchen, ob die ganze Sache den Romulanern in die Schuhe geschoben werden soll. Ferner erlaubt sie es, dass der Doktor unter ihrer Aufsicht weiter aktiv sein darf, da sie keinen Streit mit Admiral Janeway wünscht.

Admiral Keller beauftragt daraufhin Commander Marterer damit, den Doktor mit an Bord der Vengeance zu nehmen. Da ihre Schwester den Posten als Leitender Medizinischer Offizier verlassen hat, könnte er deren Aufgaben vorübergehend übernehmen. Die Vengeance solle anschließend zur romulansichen Grenze aufbrechen, um sich der Flotte von Admiral Riker anzuschließen. Sie wollte zumindest ein Schiff dort haben, zu deren Führungscrew sie Vertrauen habe. Sie selbst würde mit der USS Bellerophon, die Commander Frey zur Erde transportiert hat, nach Romulus aufbrechen, um dort abzuklären, ob die Romulaner hinter dem Anschlag stecken oder nicht.


FNN-News: Angriff auf den Mars

Federation News Network

Datum: 15. Oktober 2406

Wenige Tage nach dem verheerenden Angriff auf die Utopia Planitia Flottenwerften im Orbit des Mars wird das Ausmaß der Katastrophe immer deutlicher. Ein Großteil der orbitalen Werften, Sternenbasen und im Bau befindlichen Raumschiffe wurde zerstört. Herabregnende Trümmerteile verwüsteten ganze Landstriche auf der Marsoberfläche. Die Opferzahlen belaufen sich den neusten Meldungen zufolge auf rund 40.000 Personen. Über die Hintergründe dieses brutalen Anschlags ist bisher nur wenig bekannt, da die Ermittlungen des Sicherheitsdienstes der Sternenflotte noch laufen. Doch wissen wir mittlerweile, dass Hologramme mit eigenständiger Matrix, die in den Einrichtungen auf der Oberfläche des Mars arbeiteten, hinter dieser furchtbaren Tat stecken. Über ihre Motivation lässt sich bisher nur spekulieren, auch wieso der Angriff ausgerechnet am Gründungstag unserer stolzen Nation stattfand. War es der Versuch, einen Aufschrei in der gesamten Föderation herbeizuführen? Steckte ein bewusster Plan hinter all dem oder war es bloß eine Fehlfunktion?

Ungeachtet der offenen Fragen ist der Föderationsrat heute zu einer Sondersitzung zusammengetreten, um über den Vorfall zu beraten. Zur Debatte steht, wie auf diesen Angriff der Hologramme reagiert werden soll. Viele Bürger fordern ihre sofortige Deaktivierung, zumindest bis die Untersuchungen abgeschlossen sind. Doch anderen würde dies nicht weit genug gehen. So kommen insbesondere in konvervativen Kreisen Stimmen auf, die ein Verbot sämtlicher intelligenter Hologramme fordern. Ein großer Rückschlag für die Bewegung, die sich seit Jahren für die Rechte der Hologramme einsetzt. Joe Zimmerman, am besten bekannt als der holographische leitende medizinische Offizier der USS Voyager während ihrer Reise durch den Delta-Quadranten, sagte im Interview: „Wir wissen bislang einfach nicht, was dahinter steckt. Voreilige Schlüsse zu ziehen und ohne die Hintergründe aufgedeckt zu haben alle Hologramme zu verbieten… Es wäre ein gravierender Fehler und würde nicht nur einem Massenmord gleichkommen, sondern auch gegen alle Grundprinzipien der Föderation verstoßen. Denn ob man aus Fleisch und Blut besteht oder aus Photonen und Kraftfeldern… Am Ende zählt nur, dass wir alle Individuen sind. Mit dem Recht auf Leben und das eigene Glück. So wie es jedem Organischen zusteht.“


Mission 110 – „Der Mars-Zwischenfall“

Missionsdatum: 27.05.2020 20:00 Uhr

Zeit: 11. Oktober 2406 (Tag der Föderation)

 

3 Monate sind seit dem Ende der Borg-Krise in Messier 83 vergangen. Seither konnte der Großteil der Besatzungen der Odyssey, Allende und DHS ihren langersehnten Urlaub in der Heimat genießen.

Am heutigen Tag werden gleich zwei Anlässe gefeiert: Einerseits in der gesamten Föderation der 245. Jahrestag der Gründung der Vereinigten Föderation der Planeten. Zugleich, wenn auch natürlich nur im kleinen Rahmen, die offizielle Übergabe der gerade frisch gewarteten USS Vengeance NCC-78473 an die Führungsoffiziere der alten Allende. Für Captain Erricson, der in der Vergangenheit viele Jahre Erster Offizier dieses Schiffes gewesen ist, ist dies natürlich ein ganz besonderer Freudentag.

Während die Feierlichkeiten im 11 Vorne stattfinden, kommt es bei den Raumstationen im Orbit des Mars zu Explosionen. Auf der Brücke werden die Führungsoffiziere darüber informiert, dass zivile Raumschiffe, die mit Partikelwaffen bestückt sind, einen Angriff auf die Orbitalanlagen der Utopia Planitia Flottenwerften gestartet haben. Die Schiffe stammen von der Marsoberfläche, doch registriert man keine Lebenszeichen an Bord. Ferner wurden die orbitalen Verteidigungssysteme des Mars nach außen gerichtet, um anrückende Hilfsschiffe abzuschießen, bevor sie in das Geschehen eingreifen können. Die Vengeance ist zwar grundsätzlich einsatzbereit, doch dauert es mehrere Minuten, um alle Systeme hochzufahren und das Trockendock zu verlassen. Da die Verteidigungszentrale auf der Marsoberfläche nicht auf die Rufe der Vengeance reagiert, beamt Commander Marterer mit einem Außenteam hinunter.

Im Inneren der Verteidigungszentrale finden sich keine Lebenszeichen. Die hiesigen Arbeiter wurden zum Großteil von Phaserschüssen getötet. Das Außenteam findet rasch heraus, dass Hologramme hinter dem Angriff stecken. Sie kämpfen sich erfolgreich bis zum Kontrollraum vor, wobei sie die Holoprojektoren auf dem Weg zerstören müssen, um die Hologramme zu deaktivieren. Im Inneren treffen Sie eine holographische Frau an, der ein eher freizügiges, erotisches Kleid trägt. Auf die Aufforderung hin, sich zu ergeben, schreit sie aus, sie werde sich nie wieder von Organischen vergewaltigen lassen. Und greift daraufhin das Außenteam an. Lieutenant Muller ist gezwungen, das Hologramm zu zerstören. Im Anschluss finden sie einen Mobilen Emitter, den die Frau genutzt hat, um trotz zerstörter Holoprojektoren zu funktionieren.

Commander Marterer und Centurion Lareth gelingt es, alle Hologramme inklusive derer in den angreifenden Schiffen zu deaktivieren. Doch sind die Schäden an der Utopia Planitia Flottenwerft im Orbit katastrophal. Glücklicherweise hat es auf der Oberfläche aber nur wenige Opfer und Schäden gegeben, die durch herunterstürzende Trümmerteile entstanden sind.


Mission 109 – „Alles auf eine Karte (Teil 3)“

Datum: 07.05.2020 20:00 Uhr

Veröffentlicht:
– 09. Dezember 2396 M83
– 19. Juli 2406 Zulu

Der Odyssey gelingt es, eine Borg-Sonde zur Unity Device zu locken. Gemeinsam mit der Allende wird die Sonde manövrierunfähig geschossen. Doch bevor man sie entern kann, erscheint ein Borg-Kubus, der die Sonde rammt und zerstört. Ein Gefecht zwischen der Odyssey, Allende und dem Kubus bricht aus, wobei die Odyssey versucht, den Großteil des Feuers auf sich zu ziehen, um die schwächere Allende zu schützen. Das Gefecht läuft jedoch wenig vorteilhaft für die Sternenflottenschiffe, weshalb sie rasch dazu gezwungen sind, ihre Transphasentorpedos gegen den Kubus einzusetzen. Mit deren HIlfe gelingt es ihnen, die Schilde und Panzerung des Borgschiffs soweit zu schwächen, dass das Hazard-Team hinüber gebeamt werden kann.

An Bord des Kubus bewegt sich das Team in Richtung des Zentralen Plexus vor, löst allerdings bei Betreten des Sicherheitsbereichs den Alarm aus. Das Team wird nun von Borgdrohnen bedrängt und Petty Officer Ingor, der Sanitäter des Teams, rasch von einem Plasmastrahl getroffen und getötet. Unter großer Mühe muss sich das Außenteam zum Plexus vorkämpfen, schafft es jedoch, ihn zu erreichen. Ingenieurein Rhian Lareth beginnt mit Hilfe des Chodak-Geräts, sich in das Kollektiv einzuklinken, um die Interlinkfrequenzen an die Unity Device zu senden, damit diese sie als Leitschiene nutzen kann, um alle Borg in der Galaxie auf einen Schlag zu treffen. Petty Officer White baut unterdessen die Transporterverstärker auf, damit das Team evakuiert werden kann, sobald die Mission erfüllt ist. CPO Oktoral wird unvermittelt von einer Art Projektil getroffen. Wie sich herausstellt eine neue Art der Borg, um eine Person mit Nanosonden zu infizieren. Teamleiter K’Remm muss schweren Herzens den Vulkanier erschießen, um seine Verwandlung in eine Borgdrohne zu verhindern. Unterdessen sieht sich Ingenieurin Lareth gezwungen, die Abschirmung des Raums zu deaktivieren, um das Signal zur Unity Device senden zu können. Dies gelingt und das Signal wird übertragen, doch können die Borg nun Drohnen in den Raum beamen. Eine Drohne materialisiert hinter White und assimiliert ihn, bevor K’Remm sie ausschalten kann. Daraufhin sieht sich K’Remm in einem erbitterten Handkampf mit mehreren Borg und dem assimilierten White verwickelt. Auch er wird von Assimilationsröhrchen punktiert und begeht in seiner Verzweiflung Selbstmord, bevor seine Verwandlung in eine Drohne beginnen kann. Rhian Lareth gelingt es als einziges Teammitglied, zur Allende zurückzukehren.

Der Kampf läuft sehr ungünstig für die Sternenflotte und sowohl die Allende, als auch die Odyssey müssen schwere Schäden einstecken, während der Kubus noch zum Großteil intakt bleibt. Mittlerweile haben sich die Borg auch an die Transphasentorpedos angepasst, so dass ihnen keine effektive Waffe mehr zur Verfügung steht. Glücklicherweise wird nun die Unity Device aktiv und erfasst den Kubus mit einem Subraumstrahl, der ihn aus dem Raum-Zeit-Kontinuum zu ziehen beginnt. Und durch dessen Uplink zum Kollektiv auch alle anderen Borgschiffe in der Galaxie. Unerwartet zerstört sich der Kubus allerdings selbst. Kornack, der Chodak-Wissenschaftler, teilt den Sternenflottenschiffen mit, dass es ihnen gelungen sei, fast alle Borg in der Galaxie zu vernichten. Nur wenige Schiffe am äußersten Rand der Galaxie haben möglicherweise durch die vorzeitige Selbstzerstörung des Kubus überlebt.

Der Chodak offenbart anschließend, dass nun den Zeitpunkt gekommen sehen, ihrem einstigen Reich wieder zu voller Größe zu verhelfen. So wollen sie mit Hilfe der Unity Device die Zeit für ihre Nation zurückdrehen, bis es wieder völlig hergestellt ist. Und dann die Dreyaner endgültig vernichten. Admiral Keller befiehlt daraufhin Captain Erricson, die Allende mit Hilfe ihrer Interphasentarnvorrichtung ins Zentrum der Unity Device zu steuern, das Schiff dort selbst zu zerstören und so auch die feindlichen Subraummanipulationssysteme zu vernichten. Erricson löst den Evakuierungsalarm aus und steuert das Schiff dann auf die Unity Device zu. Kurz vor dem Aufprall wird er von Lieutenant Muller von Bord gebeamt. Der Plan gelingt und die Subraummanipulationssysteme der Unity Device werden unschädlich gemacht, ohne dabei der Bevölkerung auf der Oberfläche zu schaden. Dennoch schwören die Chodak Rache für die Zerstörung ihrer ultimativen Waffe. Eine leere Drohung aus Sicht von Admiral Keller, da die Chodak über keinerlei Mittel mehr verfügen, um ihnen zu schaden. Die Odyssey begibt sich nach der Bergung aller Rettungskapseln und Shuttles der Allende auf den Rückweg zu Davis Heartson Station. Der Krieg gegen die Borg ist endlich vorbei.


Vorwort zu Mission 109 – „Alles auf eine Karte (Teil 3)“

Das Aussenteam der Allende wurde nach dem Beamvorgang in einen Warteraum geführt, während Admiral Keller zusammen mit den drei Chodak-Wissenschaftlern zum Regierungsrat gebracht wurde, um dort die Situation zu besprechen. Erst nach mehreren Stunden kerte sie zurück, woraufhin sich das Team wieder aufs Schiff zurück begab.

Es wurde folgender Plan beschlossen: Der Slipstreamkern der Allende würde ausgebaut und im Zentrum der Unity Device in die Systeme integriert, die die Subraummanipulationen möglich machen. Sobald alles bereit ist, wird die Odyssey ein Borg-Schiff herlocken. Man würde das Schiff manövrierunfähig machen und anschliessend entern, um über den zentralen Plexus Zugang zum Kollektiv zu erlangen. Dazu dient eine spezielle Vorrichtung, die von den Chodak zur Verfügung gestellt wird. Die Interlink-Verbindungen des Kollektivs würden dann von den Chodak als Leitschiene genutzt, um gezielt alle verbundenen Borgschiffe und Drohnen zu zerstören. So sollte es möglich sein, das gesamte Kollektiv in Messier 83 mit einem Schlag zu vernichten.

Zu bedenken gilt, dass dies die letzte Gelegenheit darstellt, die Borg aufzuhalten. 3 Kuben befinden sich aktuell auf dem Weg zu Davis-Heartson-Station und es erscheint unwahrscheinlich, dass die Task Force der Sternenflotte diesen Kampf gewinnen wird. Sollte DHS fallen, wird die Sternenflotte den Zugang zu Messier 83 verschliessen. Und damit jede Chance für die Zurückgebliebenen, nach Hause zurück zu kehren. Womit es nur eine Frage der Zeit sein wäre, bis die Borg die gesamte Galaxie erobern würden.

Zum Start der Mission befinden wir uns auf der Allende. Der Grossteil ihres Personals – sprich alle die nicht für den Kampf notwendig sind – wurden aus Sicherheitsgründen auf die Odyssey evakuiert. Die Odyssey selbst ist gerade unterwegs, um ein Borgschiff zu suchen und zur Unity Device zu locken. Wo die Allende darauf wartet, ihr Enterkommando (das SHARC-Team) hinüberzubeamen.